Tauben unter der Reichsbrücke in Wien

Die Reichsbrücke in Wien soll im Herbst 2016 saniert werden. Bei einer Sanierung einer Brücke in einer Stadt sind die verantwortlichen und handelnden Firmen immer auch mit dem Österreichischen Tierschutzgesetz konfrontiert. Es wohnen Stadttauben unter Brücken.

Wenn Brücken in unseren Städten saniert, repariert, oder auch abgerissen werden, so muss vorher sorgsam die Sachlage mit den Tauben analysiert und aufgenommen werden, damit den Tieren kein Schaden zugefügt wird. Dies bedeutet eine große Aufgabe für den Tierschutz, der hier natürlich reagieren, und Gefahr für die Stadttauben abwenden muss.

Unter Brücken richten Stadttauben immer auch ihre Brutplätze ein; nisten und bringen ihre Kinder auf die Welt. Diese Nestlinge können auf eine Bauaktion nicht reagieren, bleiben schutzlos in ihren Nestern; die Versorgung wird gestört, oder sogar ganz behindert. Und was macht ein Bauarbeiter, wenn er auf ein Nest trifft? Viele handelnden Personen meinen, dass die Tauben eh weg fliegen. Ja, die erwachsenen Tauben können das. Aber die Nestlinge können das nicht, und die Elterntiere bleiben hartnäckig auf ihren Nestern sitzen, beschützen die Brut, und werden so ebenfalls gefährdet.

Die verantwortlichen Firmen benötigen zur Einhaltung des Tierschutzgesetzes aber die notwendige Zusammenarbeit mit dem Tierschutz. Deshalb soll im Vorfeld der Sanierungsarbeiten der Tierschutz schon Kontakte zu den Verantwortlichen Auftraggebern aufnehmen, und auf die brisante Situation hinweisen; ebenfalls um eine Zusammenarbeit bemüht sein.

„Derzeit läuft das Ausschreibungsverfahren – im Herbst soll die Sanierung beginnen,“ so der Wortlaut der MA29.

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