Das Geschäft mit billigen Hundewelpen blüht!

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Schätzungen zufolge kommen aus Osteuropa (vor allem Ungarn, Tschechien und Slowakei) etwa 100.000 bis 200.000 Welpen in den deutschsprachigen Raum. Wer unbedingt einen Rassehund will, aber aus falscher Sparsamkeit oder Unwissenheit ein Schnäppchen machen möchte, wird es später meist bereuen. Ein Rassehund von einem seriösen Züchter wird kaum unter 1.000 Euro zu haben sein. Auch vermeintliche Tierfreunde, die aus Mitleid die oft noch zu jungen Hunde kaufen, beschreiten den falschen Weg.

Die Hunde sind meist nicht geimpft und oftmals schon beim Verkauf krank. Krankheiten wie Parvovirose und Staupe brechen dann als Folge der schlechten Haltung und des Transportstresses aus. Hohe Tierarztrechnungen fallen an und nicht immer kann das Hündchen gerettet werden. Neben der Enttäuschung, betrogen worden zu sein, kommt auch Trauer über das liebgewonnene Tier dazu. Sicherlich nicht das, was sich zukünftige Hundehalter vorgestellt haben. Häufig werden die Welpen ihrer Mutter viel zu früh entrissen und dadurch sowohl gesundheitlich als auch  psychisch beeinträchtigt. Außerdem fehlt ihnen so das soziale Gefüge und sie erlernen nicht die „Spielregeln“ des Hundelebens

Die Mutterhündinnen sind für die Welpenhändler bloße Gebärmaschinen, sie müssen die Jungen häufig mittels Kaiserschnitt zur Welt bringen, dementsprechend oft wird ihnen der Bauch aufgeschnitten.

Die wenigen Wochen, die sie bei der Mutter bleiben dürfen, liegen die Welpen oft am nackten Boden, es stinkt und der Züchter selbst bezeichnet die Tiere als Ware. Die Impfpässe sind meist Blanko-Impfpässe, das heißt auch Tierärzte beteiligen sich am schmutzigen Geschäft! Laut Auskunft seriöser Tierärzte in Österreich sind leider auch österreichische Tierärzte dabei.

Die Züchter schalten ungeniert Inserate in diversen Gratisblättern und im Internet. Handynummern werden ständig gewechselt, die Händler sind mit allen Wassern gewaschen. Selbst wenn ihnen hin und wieder eine „Ladung“ Welpen behördlich abgenommen wird, stellen gelegentliche Verluste keine Bedrohung für das äußerst lukrative Geschäft dar. Dem gegenüber stehen die hilflosen österreichischen Behörden, die Polizei ist bei angehaltenen Transporten ratlos, Amtstierärzte agieren teilweise gegen den Tierschutz.

Bitte kaufen Sie keine Hunde von unseriösen Züchtern, Sie unterstützen damit Tierleid! Auf einen aus Mitleid gekauften Hund kommen 5 Hunde, die nachrücken. Vergewissern Sie sich vor dem Kauf eines Welpen, dass er im Familienverband aufgewachsen ist (am Besten, Sie dürfen den Welpen zu Hause besuchen und sich selbst ein Bild machen). Lassen Sie sich nicht auf eine Übergabe an einem öffentlichen Ort ein!
Ein zu früh der Mutter entrissenes Tier hat die wichtigsten Verhaltensregeln für Hunde noch nicht gelernt, ist schwerer zu erziehen und psychisch traumatisiert. Sie holen sich wahrscheinlich einen „Problemhund“ ins Haus, der besonders intensives Hundetraining und sehr viel Geduld und Verständnis braucht.

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