ÖTV verortet Tierquälerei im Wiener Prater

Stundenlang im Kreis gehen – und das bei brütender Hitze, ohne Schatten und ohne Abkühlung? Für viele Ponys im Karussell ist das im Sommer im Wiener Prater täglich traurige Realität, so der Vorwurf des Österreichischen Tierschutzvereins, der angeblich immer wieder Meldungen von geschockten Tierfreunden erhält. Die Organisation fordert ein Verbot der Touristenattraktion.

„Die Leute wenden sich an uns, weil sie von den Behörden keine zufriedenstellende Antwort erhalten“, so Susanne Hemetsberger, Geschäftsführerin des Österreichischen Tierschutzvereins. „Beschwerden und Anzeigen über die unwürdigen Zustände beim Ponykarussell prallen bei den Behörden ab. Es wird lediglich darauf verwiesen, dass die Tiere angeblich regelmäßig kontrolliert würden und die Betreiber alle Vorschriften gemäß dem österreichischen Tierschutzgesetz einhalten würden.“

ÖTV will schwere Missstände dokumentiert haben

Der Österreichische Tierschutzverein will jedoch seit Jahren das Gegenteil dokumentieren: Pferde werden laut Aussagen der Tierschützer viele Stunden durchgehend eingesetzt und nicht ausgetauscht, Tränkungen und auch Richtungswechsel zur gleichmäßigen Belastung der Gelenke sollen viel zu selten erfolgen oder gar nicht durchgeführt werden. „Daher fordert der Verein im Sinne der leidenden Ponys ein Verbot der Tierquälerei“, so Hemetsberger.

„Ponykarussell ist nicht mehr zeitgemäß“

„Wir vertreten die Ansicht, dass es absolut nicht mehr zeitgemäß ist, fühlende Lebewesen unnötig im Kreis laufen zu lassen, nur damit ein paar Touristen ihre Kinder für wenige Minuten auf den Rücken dieser bedauernswerten Lebewesen setzen können, um dann meist selbst zu der Erkenntnis zu gelangen, dass die Tiere leiden. Ein Wien- Besuch hinterlässt daher leider einen bitteren Beigeschmack bei Tierfreunden, von denen etliche daher keine weiteren Aufenthalte in Wien unternehmen möchten“, schließt Susanne Hemetsberger.

Das gleiche gilt auch für Fiaker!!

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