Polizeischutz für Bagger statt Naturschutz

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Am Vormittag des 12. April 2016 wurden die Baggerarbeiten im Ziesel- und Zauneidechsen-Habitat beim Heeresspital fortgesetzt. Statt zwei Baggern, kommt nun eine ganze Baumaschinen-Flotte zum Einsatz um rasch vollendete Tatsachen zu schaffen.

Polizeibeamte vor Ort – in Uniform und in Zivil – sollen für die politisch bestens vernetzte Baulobby den reibungslosen Ablauf der Zerstörungen sicherstellen.

Man beruft sich auf den gültigen Bescheid der Naturschutzehörde MA 22, der allerdings vorschreibt, dass – so wie von den Bauträgern eingereicht – vor jedem Baufahrzeug zwei Personen vorangehen müssen, um die Flucht von „fluchtfähigen Organismen“ auszulösen.

Wie für jeden anwesenden Beobachter klar erkennbar, war dies gestern offensichtlich nicht der Fall. Jedoch schritten weder ökologische Aufsicht noch Naturschutzbehörde ein.

Das evidente Vorkommen der streng geschützten Zauneidechse, das im Bescheid nicht berücksichtigt wurde, wird offenbar seinem Schicksal überlassen. Dabei gilt für die Zauneidechse, da nicht im Bescheid erfasst, uneingeschränkt das Wiener Naturschutzgesetz. Tötungen von Individuen und Zerstörung von Lebensstätten der Zauneidechse sind demnach streng verboten.

So funktioniert Naturschutz im roten/grünen Wien im Jahr 2016, in dessen Besitz sich unfassbare 2,3 Mio. Quadratmeter an Bauland befinden und  Widmungen im Ausmaß von 33.000 Neubauwohnungen für sozialen Wohnbau nicht genutzt werden.

Daher liegen wohl keine zwingenden Gründe öffentlichen Interesses für die unwiederbringliche Vernichtung wertvoller natürlicher Ressourcen beim Heeresspital, sondern schlicht ergreifende andere, vor …

Ziesel-Skandal:

Ziesel

Am Vormittag des 11. Aprils 2016 haben Bagger beim Wiener Heeresspital mit der Zerstörung des Lebensraum von Zieseln und anderen geschützten Arten begonnen.

Entgegen der bescheidmäßigen Vorgabe der Naturschutzbehörde MA 22, gehen keine Experten zu jeder Zeit den Baumaschinen voran, um Flucht von ‘fluchtfähigen Organismen’ auslösen oder Tötung von geschützten Individuen zu verhindern.

Ohne jede Spur der Behörde vor Ort, wird einfach wild gebaggert.

Darum ist zu befürchten, dass zahlreiche streng geschützte Zauneidechsen, die vorige Woche noch auf den betroffenen Flächen festgestellt und fotografiert wurden, um Leben gekommen sind.

Ein rabenschwarzer Tag für den Naturschutz im rot/grünen Wien! Profit und Freundschaft können ungehindert wüten.

Von der zugesagten ökologischen Bausaufsicht ist keine Spur wahrzunehmen. Das ist besonders traurig, da es jetzt auch den geschützten Eidechsen ans Leder geht. Denn derzeit ist es für diese zum Flüchten zu kalt. Auch dies scheint die zuständigen Behörden angesichts der millionenschweren Aufträge nicht zu stören.

Schlag ins Gesicht der Tierschutzbewegung

Der Wiener Tierschutzverein (WTV) kämpft zusammen mit der Bürgerinitiative IGL Marchfeldkanal seit Jahren darum, das Areal und die darauf lebenden und noch dazu strengstens geschützten Nagetiere zu verschonen und stattdessen den Bauträgern eine adäquate Ausgleichsfläche anzubieten. Trotz Baulandreserven in Höhe von zwei Millionen Quadratmetern für die Stadt Wien kein Thema. „Wir fragen uns: Ist das wirklich nötig? Wir haben uns lange um einen Kompromiss bemüht, waren für jeden Vorschlag offen und zu Gesprächen bereit. Was jetzt passiert, ist ein harter Faustschlag ins Gesicht der gesamten Tierschutz-, Artenschutz- und Naturschutzbewegung Österreichs“, so WTV-Präsidentin Madeleine Petrovic.

Zwar haben der WTV sowie die Bürgerinitiative aufgrund der Nichtbereitschaft der Stadt Wien und der zuständigen Behörde und auch angesichts der Ereignisse der letzten Wochen damit rechnen müssen. Doch: „Die dutzenden Gespräche und Termine, die es in dieser Causa gab, sind damit nutzlos. Vor der Wahl hat die Stadt Wien noch etwas andere Töne angeschlagen, nach der Wahl wissen wir nun wo wir stehen. Es ist ein Vertrauensbruch sondergleichen“, sagt Petrovic.

Der WTV und die IGL Marchfeldkanal werden jedenfalls umgehend die EU-Kommission über die Vorgänge informieren. „Darüber hinaus werden wir auf allen rechtlichen Ebenen dagegen ankämpfen. Leider gilt hier dasselbe wie in der aktuellen Affäre um die Panama-Leaks: Auch in Floridsdorf scheint Geld wichtiger als Leben zu sein“, so Petrovic abschließend.

Kater Lucky

Garten 24. Juli 2014 001

…Silvia ist schon umgezogen und Lucky jammert Tag und Nacht weil er hinaus möchte,

er sucht ganz dringend ein Zuhause wo er ins Freie laufen kann !!!!!!

 Bitte schaut euch die Bilder an, er ist schneeweiß mit einigen dunklen Stellen,

und er ist sooooo lieb !!!!

 (Bitte auch weitersenden !!!  DANKE!!!)

 Liebe Grüße  Monika

Ich bin Lucky und suche dringend ein neues zu Hause.

Mein Frauchen musste umziehen und dort kann ich nicht mitkommen.

Ich bin kastriert und Freigänger.

Bin ca. 6 Jahre alt und auch sehr anschmiegsam.

Ich würde mich sehr freuen wenn ich bei Dir auf dem Land

ein neues zu Hause finden darf.

Bitte unterschreiben:

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Exportförderung für Tierquälerei? Der weißrussische Eierproduzent Servolux hat 25 Millionen Euro bei der Europäischen Entwicklungsbank beantragt, um eine Käfigbatterie zu bauen. Die deutsche Firma FIT Farm will offenbar die Ställe liefern, die in der EU nicht erlaubt sind. Bitte fordern Sie: Kein öffentliches Geld für Tierfabriken.

Petition

Falls die Europäische Entwicklungsbank den Kredit gewährt, werden bald 378.000 Küken pro Jahr zusammengepfercht in Käfigen ohne Streu sitzen – 47 Tage lang, bis zur Schlachtung. Für solch eine Tierfabrik hat Servolux den Kredit beantragt. Über den Antrag wird im April entschieden. Es droht noch mehr öffentliches Geld in die Förderung von Massentierhaltung zu fließen!

Die Technik – in der EU nicht erlaubt – solle der deutsche Hersteller „FIT Farm“ liefern, berichtet die Organisation Humane Society International (HSI). Ein Werbevideo gaukelt klinisch reine Hühnerhaltung vor, in Wirklichkeit leiden die Tiere. Telefonisch bestreitet die Firma, dass ihre Käfige den EU-Vorschriften nicht entsprächen und dass die Tiere litten.

HSI stellt in einem Bericht zahlreiche Fälle dar, bei denen die Rechte der Tiere offenbar keine Rolle spielen.

So hat Deutschland den Bau von zwei Käfigbatterien in der Ukraine mit Hermesbürgschaften von 26,4 Millionen Euro abgesichert. Besonders pikant: Mit öffentlichem Geld sind somit Käfige finanziert worden, die in Deutschland mittlerweile verboten sind. Dem Bericht zufolge darf die Firma Avangard dennoch seit 2014 Eiprodukte auf dem EU-Markt verkaufen. Verbraucher erfahren häufig nicht, ob die Eier in verarbeiteten Lebensmitteln aus derartiger Käfighaltung stammen. Es gibt keine Kennzeichnungspflicht.

Rettet den Regenwald kämpft seit vielen Jahren gegen Massentierhaltung und plädiert für eine vegetarisch-vegane Ernährung. Für den Anbau von Tierfutter werden große Regenwaldgebiete vernichtet, um Platz für Soja- und Maismonokulturen zu schaffen.

Bitte fordern Sie, dass keine Ställe mit öffentlichem Geld unterstützt werden, in denen Hühner, anderes Geflügel und Schweine unter quälerischen Bedingungen gehalten werden. Für Tierfabriken darf es weder Kredite noch Bürgschaften geben.

Arge Stadttauben

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Dramatische Szenen haben sich heute beim Abgang zur Tiefgarage am Salzburger Bahnhof abgespielt. Gabriela hat heute Morgen im Gangsystem der Tiefgarage, dort, wo sich immer Tauben und Taubennester befunden haben, nachgesehen, ob die Firma ordentlich nach den Tauben gesehen hat, so wie sie es dem Ordnungsamt gestern mitteilte. Eine letzte Kontrolle vor der Schließung des Zuganges sollte gemacht werden.

Gabriela hat mich angerufen, und gesagt, dass Taubennester eingeschlossen wurden, die Kinder vor Hunger schreien, und die Tauben-Eltern nicht mehr in den Gang, und damit zu ihren Nestern können. Ich bin sofort zum Ort des Geschehens, habe das Schreien gehört; habe auch bemerkt, dass Tauben hinter Nest eingeschlossen waren, und habe sofort die Feuerwehr angerufen. Die Einsatzleitung war sehr freundlich, und ein Team hat sich sofort auf den Weg gemacht, die Tiere zu befreien.

Ich habe dann Brigitte angerufen, eine treue Mitarbeiterin der ARGE Stadttauben Salzburg, damit sie ebenfalls als Zeugin auftritt. Die Herren der Feuerwehr sind dann mit uns in den Gang gegangen, und haben sich persönlich von dem Drama für die Tiere überzeugt. Wir haben sofort die Tür geöffnet, diese mit Keilen gestoppt, und die Feuerwehr hat auch auf Anregung von Brigitte gleich ein amtliches Sicherungsband angebracht, damit niemand mehr auf die Idee kommt, die Türen wieder zu schließen.

Die Elterntauben sind sofort zu ihren Nestern geflogen, um die Kleinen zu beruhigen, zu versorgen. Ich habe außerdem noch eine Schale mit Futter in die Abdeckung gestellt, damit die Tauben, sollten sie noch einmal aus irgendwelchen Gründen wieder eingesperrt werden, zumindest Futter zur Versorgung haben; natürlich habe ich auch eine Wasserschüssel dazu gestellt.

Die Einschließung der Taubennester und der Tauben, wird am Montag sofort dem Amt gemeldet, das ja gestern schon von uns protokollarisch über die Situation informiert wurde. Jetzt ist ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz gegeben, und wir werden auf eine Anzeige drängen. Die eingeschlossenen Tauben waren einer Stresssituation ausgesetzt, und es drohte auch das Verhungern der Jungtiere, die dadurch von der Versorgung abgeschnitten waren.

Dramatik zweiter Teil: Am Abend wurde uns dann gemeldet, dass das amtliche Band entfernt, und die Tür wieder geschlossen war. Erneut waren die Tauben wieder aus-, bzw. auch eingeschlossen. Also mussten wir wieder bei der Feuerwehr intervenieren; die auch sofort wieder angerückt kam. Sie waren derart aufgeregt, dass hier gegen ihre Anweisungen, sprich Entfernung des Bandes, und erneute Einschließung der Tiere, zu wieder gehandelt wurde, dass auch hier eine Anzeige gemacht wird.

Außerdem habe ich am Abend die Firma ausfindig gemacht, und dort auch angerufen. Da es sich um eine Firma handelt, die auch am Wochenende im Büro besetzt ist, hatte ich Glück, und konnte einen freundlichen Herren sprechen. Auch dieser Herr war von diesem Vorgang bestürzt, und versicherte mir, dass alle Mitarbeiter am Wochenende die Anweisung erhalten werden, dass das Tor jetzt offen bleibt, bis die Situation mit den Tauben ordentlich gelöst ist.

Noch einmal geschafft!

Rote Politwilkür statt Tierschutz 2

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Es war ein denkwürdiger Tag gestern auf dem Gelände des Heeresspitals. Hunderte Demonstranten hatten sich eingefunden, um einen Baustopp für das geplante rot-grüne Bauprojekt auf dem Zieselareal zu erwirken.

Obwohl dazu verpflichtet, will man offenbar das strenge Naturschutzgesetz nicht mehr exekutieren und freundschaftlichen Profit an dessen Stelle treten lassen. Selbstredend mischt auch die skandalgebeutelte SPÖ-nahe Sozialbau, die zuletzt mit fürstlichen Gagen erneut in die Schlagzeilen geraten war,(http://diepresse.com/home/panorama/wien/4944531/Sozialbau_Hohere-Gagen-als-erlaubt) beim Heeresspital mit

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Ab April sollen da nämlich Baumaschinen anrücken um große Teile des Oberbodens abzutragen und damit den Lebensraum unwiederbringlich zu zerstören.

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Doch die Tier- und Artenschützer sind zäh, hingebungsvoll und weit entfernt davon aufzugeben. (Bitte beachten Sie unsere Petition und unterschreiben Sie zahlreich)

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SMS-Kette koordiniert wirksame Protestaktionen

Sobald beim Heeresspital die Baumaschinen auffahren, werden vor Ort – im Rahmen der Legalität – wirksame Protestmaßnahmen stattfinden. Entsprechende Vorbereitungen wurden bereits getroffen. Wenn Sie an den Aktionen gegen unwiederbringliche Vernichtung von wertvollem Lebensraum und gegen vorsätzliche Gefährdung streng geschützter Ziesel aktiv mitwirken möchten, tragen Sie sich bitte in den dazu eingerichteten SMS-Verteiler ein.

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Heute noch die Ziesel – aber morgen schon …. ?

Das rücksichtslose Vorgehen Wiens gegen die Allerschwächsten im Stadtgebiet macht Angst. Wenn der Stadtregierung bei der Vernichtung wertvoller natürlicher Ressourcen ohne zwingende Not nicht Einhalt geboten wird, dann haben Rechtssicherheit, Respekt und Fairness ihre Zukunft hinter sich und Wien steuert düsteren Zeiten politischer Willkür entgegen.

Darum: Bis hier her und nicht weiter! Der Kampf um die Ziesel ist auch ein Kampf um eine lebenswerte Zukunft für Wien und geht uns alle an. Seien Sie dabei! (www.ziesel.org)

Dafür engagierten sich neben Brigitte Martzak, die der Wiener Stadtpolitik noch bestens durch ihren Widerstand gegen das Taubenfütterungsverbot bekannt ist, Redner aus Politik und NGO’s wie Madeleine Petrovich, Präsidentin des WTV, die Umweltsprecher von Wiens FPÖ, Grüne, ÖVP und Neos Udo Guggenbichler, Rüdiger Maresch, Elisabeth Olischar und Bettina Emmerling, Hans Jörg Schimanek WIFF, und Tom Putzgruber vom Verein Respetiere.

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Interessante Beiträge finden Sie auch unter: www.ziesel.org

http://kurier.at/chronik/wien/umweltamt-verteidigt-baggerungen-auf-ziesel-grund/181.615.621

http://kurier.at/chronik/wien/ruhephase-der-ziesel-hat-bald-ein-ende/186.483.333

http://kurier.at/chronik/wien/streit-um-die-ziesel-verlagert-sich-auf-die-strasse/188.818.217
SH

Arge Stadttauben

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Heute Vormittag 9:00: Eine Firma mit Steiger steht vor dem Eingang zu einer Tiefgarage, in dessen Durchgang sich Tauben seit Jahren aufhalten, und arbeitet fieberhaft an der Verschließung. In diesem Abgang, bzw. auch Durchgang zur Tiefgarage am Salzburger Hauptbahnhof haben sich schon lange Zeit Stadttauben beherbergt, Nester gebaut, und auch Taubenkinder geboren. Nun wird dieser Zugang geschlossen!

Wir beobachten diese Situation schon sehr lange, und haben auch mit einer derartigen Maßnahme gerechnet. da wir aber nie Auskunft (Datenschutz) über den Besitzer des Abganges zur Tiefgarage erhalten haben, konnten wir nur warten, und nicht aktiv werden. Nun ist es so weit: Die Tauben werden durch diesen Vorgang bedroht, sind gefährdet, eingesperrt zu werden; vor allem die Taubennester mit zu vermutenden Taubenkindern, die versorgt werden müssen.
Ich habe die Situation vor Ort sofort fotografiert. Weiter’s haben wir versucht, den zuständigen Herren, der für die Schließung aktiv verantwortlich ist, zu erfahren. Nach dem ich ein Foto gemacht habe, kam auch gleich ein Herr auf mich zu, und fragte mich, warum ich seinen „Besitz“ fotografiere. Nach dem ich diesem Herrn, der mir weder Namen noch Firmenzugehörigkeit, nennen wollte, über meine Bedenken aufgeklärt habe, meinte er nur: „Interessiert mich nicht!“
Also, eine anzunehmende Verletzung des Österreichischen Tierschutzgesetzes, interessiert den Herrn nicht. Ich habe sofort das Ordnungsamt, und die Leitung des Ordnungsamtes über diesen Vorgang informiert, und bin natürlich vor Ort geblieben. das Amt wollte mit dem Herrn sprechen, der hat aber weiter abgewiegelt, und wiederum gemein: Das Amt interessiert ihn (auch) nicht!
Das Amt hat im Hintergrund dann aber die zuständigen Kontaktdaten eingeholt, auch den Namen der Besitzer-Firma, und auch den Namen der zuständigen Arbeiter vor Ort. Die Besitzer-Firma hat dem Amt mitgeteilt, dass sie sich (schon) um das Tierschutzgesetz kümmern; und natürlich, so wurde es mir vom Amt weiter gegeben, kümmert sich die Besitzer-Firma auch darum, dass hier keine Taube eingesperrt wird. Jeder Arbeiter sei diesbezüglich angewiesen worden.
Nun gut. Die Arbeiter einer Firma scheinen ja auf derartige Vorgänge geschult (?) zu sein, dass sie diese Kontrolle übernehmen können. Ich vertraue den Worten dieser Firmen nicht, und hab mich über einen anderen Zugang an das Objekt heran geschlichen. Und siehe da: Es waren noch Tauben im Durchgang, die sich in einer Abdeckung (die wir ja schon längere Zeit beobachtet haben) aufgehalten haben, und die mit der Einschließung bedroht sind.
So viel zum Thema: Die Firmen schauen schon, dass den Tieren/Tauben kein leid geschieht. Ich habe das Amt über meine Entdeckung informiert, habe Fotos gemacht, habe diesen ganzen Vorgang protokolliert; und wir werden die Situation weiter beobachten. Noch ist das Netz nicht gespannt, nur der vordere Teil, die Rahmen für die Eingangstür wurden aufgestellt, Glas und Abdeckung inklusive. darüber soll noch ein Netz gespannt werden.
Das einmalige Nachschauen, ob sich noch Tauben im Durchgang aufhalten, zeigt, wie naiv und unerfahren diese Firmen an die Sache heran gehen. Und nachher, wenn Tiere zu Schaden kommen (sollten), will niemand dafür Verantwortlich sein. Wir werden den Vorgang weiter beobachten, und
sollten tauben eingesperrt werden, so werden wir über einen anderen Zugang hinein gehen, und die Tauben befreien. Auch die Nester.
Aber wir werden vorher alles genau dokumentieren, und dem Amt als Zeugen das Protokoll übergeben. Wir werden es nicht zulassen, dass hier Stadttauben, durch eine Unachtsamkeit der handelnden Personen zu Schaden kommen. Die Beobachtung des Vorganges dauert viele Stunden. Leider fehlen hier immer die notwendigen Helfer aus dem Tierschutz, damit man sich abwechseln kann.
Immer vor dem Wochenende, wenn alle Ämter geschlossen haben, passieren diese Geschichten,. Alles wird viel schwieriger zu regeln. Niemand ist dann erreichbar; auch die zuständigen und verantwortlichen Personen nicht. Gabriela und ich beobachten diese Situationen aber auch mit unserer Erfahrung, und deshalb sind wir immer schon in der Früh vor derartigen Orten, damit wir immer auch noch Zeit finden, hier mit den Ämtern gegen eine anzunehmende Verursachung einer (möglichen) Tierquälerei zu intervenieren.
ARGE Stadttauben Salzburg und Stadttaube Kowalsky

Rote Politwilkür statt Tierschutz

Ziesel

In Stammersdorf lebt eine der letzten großen Zieselkolonien. Schließlich schwindet der Lebensraum der Steppenbewohner, die lange als vermeintliche Schädlinge gejagt wurden, durch die Verbauung und Veränderung der Landwirtschaft. In Wien und im angrenzenden Niederösterreich leben Schätzungen nach wenige tausend Ziesel. Man findet die kleinen Nager noch auf dem Golfplatz Süßenbrunn, an den Osthängen des Bisambergs und des Laaerbergs oder beim Umspannwerk Südost. (Christine Imlinger, Die Presse vom 4.11.2011)

Ende April erwachen die Ziesel aus dem Winterschlaf. Und genau zu diesem Zeitpunkt sollen die Bagger die geplante Baufläche befahren und die Oberflächen abtragen. Die völlig ungeschützten Tiere sind damit endgültig dem Untergang geweiht. Eine bequeme und für die Verantwortlichen Stadtpolitiker durchaus typische Lösung.

Seit Jahren setzten sich unzählige Tierschützer für den Schutz des Zieselareals ein und demonstrieren gegen die Verbauung. Der Stadt ist’s egal, Bürgermeister Häupl schoss mit seiner Aussage:“ich werde doch nicht Wohnungen für Menschen dieser Tiere wegen opfern“ wieder einmal den Vogel ab und brachte es auf den Punkt. Bauprojekte, die wieder einigen viel Geld einbringen werden, haben stets den Vorzug vor Tier-, Natur- und Artenschutz

Doch auch die Tierschützer geben nicht klein bei und rufen am 3.April 2016 erneut zu einer Demonstration auf. http://ziesel.org/2016/03/29/rote-politwillkuer-statt-naturschutz-ueberparteiliche-demo-gegen-brutalen-ziesel-horror-am-3-april/#more-5317

Kommen auch Sie und helfen sie mit, dieses Bauvorhaben zu verhindern. Der Verein „Event&Plattform gegen Tierleid“ unter Obfrau Brigitte Martzak setzt sich seit Jahren gegen Ungerechtigkeiten im Tier-, Natur- und Artenschutz ein, zuletzt mobilisierte man dort die Medien um gegen den geplanten Taubenmord mittels Fütterungsverbot mobil zu machen. Auch Madeleine Petrovich vom Wiener Tierschutzverein wird bei der Demo vor Ort sein.

Seltsamerweise hört man nichts, aber auch gar nichts von Seiten der Tierombudsstelle oder der Tierecke in der Kronenzeitung. Da könnte man sich doch fragen, ob diese vielleicht nicht nur DienerInnen von Wirtschaft und Politik sind und sich ausschließlich harmlosen Alibihandlungen verschreiben. Machen Sie sich ihr Bild!

Wenn auch Ihnen die Ziesel in Stammersdorf am Herzen liegen, unterschreiben Sie unsere Petition, damit die kleinen Nager gerettet werden können.