Category Archives: Ziesel

Ziesel sind keine Ratten

Nachdem sich die übliche Berichterstattung über die Ziesel meist um tagesaktuelle Ereignisse dreht, wollten wir die aktuell herrschende Aufmerksamkeit für das Problem beim Heeresspital dazu nutzen, den Fokus auf relevante, vor allem rechtliche Aspekte zu lenken, die sonst meist untergehen.

Aus diesem Grund luden wir am 12 April zu einer Pressekonferenz mit namhaften Experten aus relevanten Fachbereichen.

erläuterte zunächst den Hintergedanken des europäischen Naturschutzes und der Flora-Fauna-Habitat (FFH) Richtlinie. Bei der Auseinandersetzung um die Zieselpopulation beim Heeresspital entsteht oft der Eindruck, Tiere würden gegen Menschen ausgespielt. Die EU-Naturschutzrichtlinien wurden aber geschaffen, da man Bedenken hatte, dass der Artenrückgang auf den Menschen selbst negativ zurückfällt, und nicht aus Selbstzweck.

Es folgte Kritik an der Handhabung des Bauprojekts durch die Behörde. Diese habe lediglich eine “Baufeldfreimachung” auf der Projektfläche als Projekt geprüft, ein Bauvorhaben für 950 Wohnungen wurde nie artenschutzrechtlich geprüft. Ist das Baufeld erst mal frei, braucht man keine artenschutzrechtliche Prüfung mehr, daher gibt es auch keine Prüfung von Auswirkungen und Fernwirkungen des Bauprojektes, wie sie eigentlich stattfinden hätte müssen.

Es gibt bei diesem Projekt grobe Verfahrensmängel und kein artenschutzrechtliches Verfahren zum Gesamtprojekt “Bau und Betrieb von 950 Wohnungen”, daher ist das Beschwerdeverfahren bei der EU weiterhin offen.

Weiters ist die hier erfolgte Zerstückelung des Projekts (Erdabtrag auf 1/3 der Fläche wurde als einzelnes Teilprojekt genehmigt) nicht erlaubt (eine solche Stückelung wird von der Behörde selbst eingestanden: KRONE).

Maßnahmen, die mit großen Unsicherheiten verbunden sind, also als Experimente anzusehen sind, wie die “freiwillige Umlenkung” der Ziesel, dürften in Verfahren, wie diesem, gar nicht bewilligt werden. Hinzu kommt, dass dadurch auch den Projektwerbern unnötig Verzögerungen und Kosten entstehen.

Eine bei einem korrekten Verfahren fällige Alternativenprüfung müsste sämtliche Alternativen einschließen, die Realisierung des Zwecks (=Wohnbau) müsse an alternativen Standorten geprüft werden. Vom Standort her inkludiert das Wien und das nahe Niederösterreich, und muss auch die Möglichkeiten einer Umwidmung an Alternativstandorten und einer Rückwidmung der Projektfläche berücksichtigen.

äußerte sich zu den Zahlen, die bezüglich des Wiener Zieselbestandes seitens der Behörde verbreitet werden (9500 Tiere).
Die Bestimmung der Anzahl der Zieselindividuen ist schwierig, da es  Zieselbaue mit 6, aber auch mit bis zu 32 Ausgängen gibt. Zur Zählung gibt es verschiedene Methoden:

  • Mehrfach im Jahr Vorkommen beobachten und sichtbare Tiere zählen – aufwendig.
  • Ziesel fangen, markieren, freilassen, bis keine unbekannten Tiere mehr gefangen werden können. Das ist die genauere Methode, Aufwand und Kosten sind jedoch immens.

In Wien wird jedoch anders gezählt: Alle Baueingänge im Radius von 5m werden zu einem Zieselbau gezählt. Die Anzahl der Baue wird gleich der Anzahl der Ziesel gesetzt.

Je nach Quelle werden nun Zahlen (Schätzungen) von 20.000-25.000 oder 15.000-30.000 Individuen für ganz Österreich genannt, in Summe ergeben aber Zählungen der letzten Jahre für Burgenland,  Niederösterreich und Wien insgesamt 8100 Ziesel.

Demgegenüber gibt die MA 22 den Wiener Bestand nach der neuesten Zählung mit 9500 Tieren an, nach der Bauzählmethode.

Für die Bauprojektfläche beim Heeresspital wurden mit der Fang-Wiederfangmethode nur 24% der mit der Bauzählmethode ermittelten Tiere gefangen. Daher ist laut Spitzenberger davon auszugehen, dass die mit der Bauzählmethode ermittelten Wiener Zahlen eher einem Bestand von 2300 Tieren entsprechen.

Der Grund für die überhöhten Zahlen dürfte der Versuch sein, angesichts der Eingriffe beim Heeresspital ein EU-Vertragsverletzungsverfahren zu vermeiden.

Anmerkung: Zur Vergleichbarkeit der aktuellen Zahl mit der vorhergehenden Schätzung und dem daraus abgeleiteten Wachstum hat sich bereits die bei der ersten Zählung federführende Expertin äußerst kritisch geäußert).

Nachdem sich die übliche Berichterstattung über die Ziesel meist um tagesaktuelle Ereignisse dreht, wollten wir die aktuell herrschende Aufmerksamkeit für das Problem beim Heeresspital dazu nutzen, den Fokus auf relevante, vor allem rechtliche Aspekte zu lenken, die sonst meist untergehen.

Aus diesem Grund luden wir am 12 April zu einer Pressekonferenz mit namhaften Experten aus relevanten Fachbereichen.

DI Wolfgang Suske,
international tätiger Experte für europäisches Naturschutzrecht,

erläuterte zunächst den Hintergedanken des europäischen Naturschutzes und der Flora-Fauna-Habitat (FFH) Richtlinie. Bei der Auseinandersetzung um die Zieselpopulation beim Heeresspital entsteht oft der Eindruck, Tiere würden gegen Menschen ausgespielt. Die EU-Naturschutzrichtlinien wurden aber geschaffen, da man Bedenken hatte, dass der Artenrückgang auf den Menschen selbst negativ zurückfällt, und nicht aus Selbstzweck.

Es folgte Kritik an der Handhabung des Bauprojekts durch die Behörde. Diese habe lediglich eine “Baufeldfreimachung” auf der Projektfläche als Projekt geprüft, ein Bauvorhaben für 950 Wohnungen wurde nie artenschutzrechtlich geprüft. Ist das Baufeld erst mal frei, braucht man keine artenschutzrechtliche Prüfung mehr, daher gibt es auch keine Prüfung von Auswirkungen und Fernwirkungen des Bauprojektes, wie sie eigentlich stattfinden hätte müssen.

Es gibt bei diesem Projekt grobe Verfahrensmängel und kein artenschutzrechtliches Verfahren zum Gesamtprojekt “Bau und Betrieb von 950 Wohnungen”, daher ist das Beschwerdeverfahren bei der EU weiterhin offen.

Weiters ist die hier erfolgte Zerstückelung des Projekts (Erdabtrag auf 1/3 der Fläche wurde als einzelnes Teilprojekt genehmigt) nicht erlaubt (eine solche Stückelung wird von der Behörde selbst eingestanden: KRONE).

Maßnahmen, die mit großen Unsicherheiten verbunden sind, also als Experimente anzusehen sind, wie die “freiwillige Umlenkung” der Ziesel, dürften in Verfahren, wie diesem, gar nicht bewilligt werden. Hinzu kommt, dass dadurch auch den Projektwerbern unnötig Verzögerungen und Kosten entstehen.

Eine bei einem korrekten Verfahren fällige Alternativenprüfung müsste sämtliche Alternativen einschließen, die Realisierung des Zwecks (=Wohnbau) müsse an alternativen Standorten geprüft werden. Vom Standort her inkludiert das Wien und das nahe Niederösterreich, und muss auch die Möglichkeiten einer Umwidmung an Alternativstandorten und einer Rückwidmung der Projektfläche berücksichtigen.

Dr. Friederike Spitzenberger,

Säugetierexpertin, Verfasserin  der Roten Liste gefährdeter Säugetiere Österreichs,

äußerte sich zu den Zahlen, die bezüglich des Wiener Zieselbestandes seitens der Behörde verbreitet werden (9500 Tiere).
Die Bestimmung der Anzahl der Zieselindividuen ist schwierig, da es  Zieselbaue mit 6, aber auch mit bis zu 32 Ausgängen gibt. Zur Zählung gibt es verschiedene Methoden:

  • Mehrfach im Jahr Vorkommen beobachten und sichtbare Tiere zählen – aufwendig.
  • Ziesel fangen, markieren, freilassen, bis keine unbekannten Tiere mehr gefangen werden können. Das ist die genauere Methode, Aufwand und Kosten sind jedoch immens.

In Wien wird jedoch anders gezählt: Alle Baueingänge im Radius von 5m werden zu einem Zieselbau gezählt. Die Anzahl der Baue wird gleich der Anzahl der Ziesel gesetzt.

Je nach Quelle werden nun Zahlen (Schätzungen) von 20.000-25.000 oder 15.000-30.000 Individuen für ganz Österreich genannt, in Summe ergeben aber Zählungen der letzten Jahre für Burgenland,  Niederösterreich und Wien insgesamt 8100 Ziesel.

Demgegenüber gibt die MA 22 den Wiener Bestand nach der neuesten Zählung mit 9500 Tieren an, nach der Bauzählmethode.

Für die Bauprojektfläche beim Heeresspital wurden mit der Fang-Wiederfangmethode nur 24% der mit der Bauzählmethode ermittelten Tiere gefangen. Daher ist laut Spitzenberger davon auszugehen, dass die mit der Bauzählmethode ermittelten Wiener Zahlen eher einem Bestand von 2300 Tieren entsprechen.

Der Grund für die überhöhten Zahlen dürfte der Versuch sein, angesichts der Eingriffe beim Heeresspital ein EU-Vertragsverletzungsverfahren zu vermeiden.

Anmerkung: Zur Vergleichbarkeit der aktuellen Zahl mit der vorhergehenden Schätzung und dem daraus abgeleiteten Wachstum hat sich bereits die bei der ersten Zählung federführende Expertin äußerst kritisch geäußert).

Dr. Madeleine Petrovic,
Präsidentin des Wr. Tierschutzvereins,

beanstandete eklatante demokratiepolitische Defizite von Seiten der Behörde.

Sie wies auch darauf hin, dass der WTV in letzter Zeit immer mehr Wildtiere versorgen müsse, da der Lebensraum offenbar immer knapper wird.

Das Argument, dass man in Wien nichts mehr bauen könne, wenn man den Schutz der Ziesel durchgehen lässt, könne man nicht gelten lassen: es wurden und werden in der ganzen Stadt ohne Probleme zahlreiche Großprojekte verwirklicht, siehe z.B. Seestadt Aspern. Es kann immer zu Kollisionen mit schützenswerten Zielen geben, wie z.B. dem Denkmalschutz, der Artenschutz ist hier nicht anders zu behandeln, es würde auch niemand auf die Idee kommen im Schönbrunner Schloßgarten zu bauen.

Österreich hat Aarhus-Konvention, die den Rechtszugang der Öffentlichkeit in Umweltangelegenheiten regelt, nicht korrekt umgesetzt (ein Mahnverfahren der EU läuft derzeit aus diesem Grund). Rechtssicherheit gibt es bei Bescheiden der MA 22 die das Projekt beim Heeresspital betreffen zukünftig nicht, da Eingetragene Umwelt-NGOs bei der Erstellung nicht als Parteien berücksichtigt sind.

Dr. Wolfgang List,
Umweltjurist

In diesem Sinne hat Virus vor, als übergangene Partei im Sinne der Aarhus-Konvention Beschwerde wegen Nicht-Zustellung des Bescheides einzulegen. Der EuGH fährt mit seinen Urteilen in vergleichbaren Fällen eine Linie, die auf eine stärkere Beteiligung der Öffentlichkeit setzt.

Umweltdachverband fordert Einstellung der Arbeiten

Begleitend zur Pressekonferenz meint der Umweltdachverband in einer Aussendung treffend
Ziesel sind keine Ratten“ – hochgradig gefährdete Arten verdienen besonderen Schutz
Die Dachorganisation Österreichischer Umweltorganisationen fordert:

Wien als Weltstadt muss Verfahren europarechtskonform durchführen
– Sofortiger Maßnahmenstopp bis zur Klärung durch die Europäische Kommission

Polizeischutz für Bagger statt Naturschutz

Am Vormittag des 12. April 2016 wurden die Baggerarbeiten im Ziesel- und Zauneidechsen-Habitat beim Heeresspital fortgesetzt. Statt zwei Baggern, kommt nun eine ganze Baumaschinen-Flotte zum Einsatz um rasch vollendete Tatsachen zu schaffen.

Polizeibeamte vor Ort – in Uniform und in Zivil – sollen für die politisch bestens vernetzte Baulobby den reibungslosen Ablauf der Zerstörungen sicherstellen.

Man beruft sich auf den gültigen Bescheid der Naturschutzehörde MA 22, der allerdings vorschreibt, dass – so wie von den Bauträgern eingereicht – vor jedem Baufahrzeug zwei Personen vorangehen müssen, um die Flucht von „fluchtfähigen Organismen“ auszulösen.

Wie für jeden anwesenden Beobachter klar erkennbar, war dies gestern offensichtlich nicht der Fall. Jedoch schritten weder ökologische Aufsicht noch Naturschutzbehörde ein.

Das evidente Vorkommen der streng geschützten Zauneidechse, das im Bescheid nicht berücksichtigt wurde, wird offenbar seinem Schicksal überlassen. Dabei gilt für die Zauneidechse, da nicht im Bescheid erfasst, uneingeschränkt das Wiener Naturschutzgesetz. Tötungen von Individuen und Zerstörung von Lebensstätten der Zauneidechse sind demnach streng verboten.

So funktioniert Naturschutz im roten/grünen Wien im Jahr 2016, in dessen Besitz sich unfassbare 2,3 Mio. Quadratmeter an Bauland befinden und  Widmungen im Ausmaß von 33.000 Neubauwohnungen für sozialen Wohnbau nicht genutzt werden.

Daher liegen wohl keine zwingenden Gründe öffentlichen Interesses für die unwiederbringliche Vernichtung wertvoller natürlicher Ressourcen beim Heeresspital, sondern schlicht ergreifende andere, vor …

Ziesel-Skandal:

Am Vormittag des 11. Aprils 2016 haben Bagger beim Wiener Heeresspital mit der Zerstörung des Lebensraum von Zieseln und anderen geschützten Arten begonnen.

Entgegen der bescheidmäßigen Vorgabe der Naturschutzbehörde MA 22, gehen keine Experten zu jeder Zeit den Baumaschinen voran, um Flucht von ‘fluchtfähigen Organismen’ auslösen oder Tötung von geschützten Individuen zu verhindern.

Ohne jede Spur der Behörde vor Ort, wird einfach wild gebaggert.

Darum ist zu befürchten, dass zahlreiche streng geschützte Zauneidechsen, die vorige Woche noch auf den betroffenen Flächen festgestellt und fotografiert wurden, um Leben gekommen sind.

Ein rabenschwarzer Tag für den Naturschutz im rot/grünen Wien! Profit und Freundschaft können ungehindert wüten.

Von der zugesagten ökologischen Bausaufsicht ist keine Spur wahrzunehmen. Das ist besonders traurig, da es jetzt auch den geschützten Eidechsen ans Leder geht. Denn derzeit ist es für diese zum Flüchten zu kalt. Auch dies scheint die zuständigen Behörden angesichts der millionenschweren Aufträge nicht zu stören.

Schlag ins Gesicht der Tierschutzbewegung

Der Wiener Tierschutzverein (WTV) kämpft zusammen mit der Bürgerinitiative IGL Marchfeldkanal seit Jahren darum, das Areal und die darauf lebenden und noch dazu strengstens geschützten Nagetiere zu verschonen und stattdessen den Bauträgern eine adäquate Ausgleichsfläche anzubieten. Trotz Baulandreserven in Höhe von zwei Millionen Quadratmetern für die Stadt Wien kein Thema. „Wir fragen uns: Ist das wirklich nötig? Wir haben uns lange um einen Kompromiss bemüht, waren für jeden Vorschlag offen und zu Gesprächen bereit. Was jetzt passiert, ist ein harter Faustschlag ins Gesicht der gesamten Tierschutz-, Artenschutz- und Naturschutzbewegung Österreichs“, so WTV-Präsidentin Madeleine Petrovic.

Zwar haben der WTV sowie die Bürgerinitiative aufgrund der Nichtbereitschaft der Stadt Wien und der zuständigen Behörde und auch angesichts der Ereignisse der letzten Wochen damit rechnen müssen. Doch: „Die dutzenden Gespräche und Termine, die es in dieser Causa gab, sind damit nutzlos. Vor der Wahl hat die Stadt Wien noch etwas andere Töne angeschlagen, nach der Wahl wissen wir nun wo wir stehen. Es ist ein Vertrauensbruch sondergleichen“, sagt Petrovic.

Der WTV und die IGL Marchfeldkanal werden jedenfalls umgehend die EU-Kommission über die Vorgänge informieren. „Darüber hinaus werden wir auf allen rechtlichen Ebenen dagegen ankämpfen. Leider gilt hier dasselbe wie in der aktuellen Affäre um die Panama-Leaks: Auch in Floridsdorf scheint Geld wichtiger als Leben zu sein“, so Petrovic abschließend.

Rote Politwilkür statt Tierschutz 2

Es war ein denkwürdiger Tag gestern auf dem Gelände des Heeresspitals. Hunderte Demonstranten hatten sich eingefunden, um einen Baustopp für das geplante rot-grüne Bauprojekt auf dem Zieselareal zu erwirken.

Obwohl dazu verpflichtet, will man offenbar das strenge Naturschutzgesetz nicht mehr exekutieren und freundschaftlichen Profit an dessen Stelle treten lassen. Selbstredend mischt auch die skandalgebeutelte SPÖ-nahe Sozialbau, die zuletzt mit fürstlichen Gagen erneut in die Schlagzeilen geraten war,(http://diepresse.com/home/panorama/wien/4944531/Sozialbau_Hohere-Gagen-als-erlaubt) beim Heeresspital mit

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Ab April sollen da nämlich Baumaschinen anrücken um große Teile des Oberbodens abzutragen und damit den Lebensraum unwiederbringlich zu zerstören.

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Doch die Tier- und Artenschützer sind zäh, hingebungsvoll und weit entfernt davon aufzugeben. (Bitte beachten Sie unsere Petition und unterschreiben Sie zahlreich)

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SMS-Kette koordiniert wirksame Protestaktionen

Sobald beim Heeresspital die Baumaschinen auffahren, werden vor Ort – im Rahmen der Legalität – wirksame Protestmaßnahmen stattfinden. Entsprechende Vorbereitungen wurden bereits getroffen. Wenn Sie an den Aktionen gegen unwiederbringliche Vernichtung von wertvollem Lebensraum und gegen vorsätzliche Gefährdung streng geschützter Ziesel aktiv mitwirken möchten, tragen Sie sich bitte in den dazu eingerichteten SMS-Verteiler ein.

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Heute noch die Ziesel – aber morgen schon …. ?

Das rücksichtslose Vorgehen Wiens gegen die Allerschwächsten im Stadtgebiet macht Angst. Wenn der Stadtregierung bei der Vernichtung wertvoller natürlicher Ressourcen ohne zwingende Not nicht Einhalt geboten wird, dann haben Rechtssicherheit, Respekt und Fairness ihre Zukunft hinter sich und Wien steuert düsteren Zeiten politischer Willkür entgegen.

Darum: Bis hier her und nicht weiter! Der Kampf um die Ziesel ist auch ein Kampf um eine lebenswerte Zukunft für Wien und geht uns alle an. Seien Sie dabei! (www.ziesel.org)

Dafür engagierten sich neben Brigitte Martzak, die der Wiener Stadtpolitik noch bestens durch ihren Widerstand gegen das Taubenfütterungsverbot bekannt ist, Redner aus Politik und NGO’s wie Madeleine Petrovich, Präsidentin des WTV, die Umweltsprecher von Wiens FPÖ, Grüne, ÖVP und Neos Udo Guggenbichler, Rüdiger Maresch, Elisabeth Olischar und Bettina Emmerling, Hans Jörg Schimanek WIFF, und Tom Putzgruber vom Verein Respetiere.

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Interessante Beiträge finden Sie auch unter: www.ziesel.org

http://kurier.at/chronik/wien/umweltamt-verteidigt-baggerungen-auf-ziesel-grund/181.615.621

http://kurier.at/chronik/wien/ruhephase-der-ziesel-hat-bald-ein-ende/186.483.333

http://kurier.at/chronik/wien/streit-um-die-ziesel-verlagert-sich-auf-die-strasse/188.818.217
SH

Rote Politwilkür statt Tierschutz

In Stammersdorf lebt eine der letzten großen Zieselkolonien. Schließlich schwindet der Lebensraum der Steppenbewohner, die lange als vermeintliche Schädlinge gejagt wurden, durch die Verbauung und Veränderung der Landwirtschaft. In Wien und im angrenzenden Niederösterreich leben Schätzungen nach wenige tausend Ziesel. Man findet die kleinen Nager noch auf dem Golfplatz Süßenbrunn, an den Osthängen des Bisambergs und des Laaerbergs oder beim Umspannwerk Südost. (Christine Imlinger, Die Presse vom 4.11.2011)

Ende April erwachen die Ziesel aus dem Winterschlaf. Und genau zu diesem Zeitpunkt sollen die Bagger die geplante Baufläche befahren und die Oberflächen abtragen. Die völlig ungeschützten Tiere sind damit endgültig dem Untergang geweiht. Eine bequeme und für die Verantwortlichen Stadtpolitiker durchaus typische Lösung.

Seit Jahren setzten sich unzählige Tierschützer für den Schutz des Zieselareals ein und demonstrieren gegen die Verbauung. Der Stadt ist’s egal, Bürgermeister Häupl schoss mit seiner Aussage:“ich werde doch nicht Wohnungen für Menschen dieser Tiere wegen opfern“ wieder einmal den Vogel ab und brachte es auf den Punkt. Bauprojekte, die wieder einigen viel Geld einbringen werden, haben stets den Vorzug vor Tier-, Natur- und Artenschutz

Doch auch die Tierschützer geben nicht klein bei und rufen am 3.April 2016 erneut zu einer Demonstration auf. http://ziesel.org/2016/03/29/rote-politwillkuer-statt-naturschutz-ueberparteiliche-demo-gegen-brutalen-ziesel-horror-am-3-april/#more-5317

Kommen auch Sie und helfen sie mit, dieses Bauvorhaben zu verhindern. Der Verein „Event&Plattform gegen Tierleid“ unter Obfrau Brigitte Martzak setzt sich seit Jahren gegen Ungerechtigkeiten im Tier-, Natur- und Artenschutz ein, zuletzt mobilisierte man dort die Medien um gegen den geplanten Taubenmord mittels Fütterungsverbot mobil zu machen. Auch Madeleine Petrovich vom Wiener Tierschutzverein wird bei der Demo vor Ort sein.

Seltsamerweise hört man nichts, aber auch gar nichts von Seiten der Tierombudsstelle oder der Tierecke in der Kronenzeitung. Da könnte man sich doch fragen, ob diese vielleicht nicht nur DienerInnen von Wirtschaft und Politik sind und sich ausschließlich harmlosen Alibihandlungen verschreiben. Machen Sie sich ihr Bild!

Wenn auch Ihnen die Ziesel in Stammersdorf am Herzen liegen, unterschreiben Sie unsere Petition, damit die kleinen Nager gerettet werden können.