Category Archives: Tier News

Islamisches Opferfest 2017

In 2 Tagen ist es soweit Dienstag, 22.08. – Freitag, 25.08., das Islamische Opferfest wird wieder stattfinden!

Wie und warum wird das Islamische Opferfest begangen?

Das höchste islamische Fest ist Id al-Adha, das Islamische Opferfest. Es ist eine Versammlung der Mekka-Pilger und gleichzeitig der Höhepunkt der „Haddsch“ – der Wallfahrt nach Mekka.

Das Islamische Opferfest wird von Muslimen in aller Welt begangen. In vielen Staaten, in denen der Islam Staatsreligion ist, ist es außerdem ein Feiertag. Dazu gehören z. B. die Türkei, Singapur, Malaysia oder Jordanien.

Entstehung des Islamischen Opferfestes

Beim Islamischen Opferfest wird des Propheten Ibrahim (Abraham) gedacht. Nach muslimischer Überlieferung musste Ibrahim eine göttliche Probe bestehen und bereit sein, seinen Sohn Ismael Allah zu opfern. Als dieser schließlich dazu bereit war, stoppte Allah sein Vorgehen. Aus Dank opferten Ibrahim und Ismail im Beisein von Freunden und bedürftigen Menschen einen Widder.

Islamisches Opferfest: Berechnung des Datums

Das Opferfest dauert vier Tage und beginnt jedes Jahr am Zehnten des islamischen Monats „Dhu l-hiddscha“. Der Beginn verschiebt sich jährlich um circa elf Tage rückwärts im Sonnenkalender, da sich das Fest am islamischen Mondkalender orientiert. So kommt es, dass Id al-Adha im Laufe der Zeit zu jeder Jahreszeit gefeiert wird. Das genaue Datum wird erst nach Sichtung der Mondsichel in Saudi-Arabien festgelegt.

Bräuche an Id al-Adha

Weltweit gehört es zur Pflicht aller Muslime, zu diesem Fest ein Tier zu opfern und das Fleisch an Bedürftige, aber auch an Verwandte und Bekannte zu verteilen – sofern sie über die finanziellen Mittel dazu verfügen. Es werden vor allem Schafe, aber auch Rinder oder Ziegen, Kamele oder Wasserbüffel geschächtet. Alle rituell geopferten Tiere sind Paarhufer. Das als unrein geltende Schwein wird dabei allerdings ausgespart. Mit der Opferung werden gute Wünsche für die Menschen und Dankbarkeit gegenüber Allah verbunden.

Ähnlich wie zum Fest des Fastenbrechens ist es auch beim Islamischen Opferfest ein fester Brauch, am Morgen die Moschee zu besuchen und dort zu beten. Im Anschluss werden an den Gräbern der Verwandten Bittgebete gesprochen und Koranverse gelesen. Anschließend findet ein Fest mit Verwandten und Freunden statt, bei dem gegessen und getrunken wird sowie Gaben an Bedürftige verschenkt werden.

Wissenswertes zu Id al-Adha

  • Im Arabischen heißt das Opferfest auch „Idul Adha“, auf türkisch „Kurban Bayrami“.
  • Der Name Id al-Adha wurde abgeleitet vom arabischen Wort für Opfern: dhahha. Der Präfix ergibt sich vom Beinamen des Opferfestes. Es wird nämlich auch als „das Große Fest“ (id-ul-kabir) bezeichnet. Ein weiteres Wort für Opfer ist „qurban“. Damit werden all die Dinge bezeichnet, die man für Allah hergibt. In vielen muslimischen Ländern findet man das Islamische Opferfest daher auch unter der Bezeichnung „Qurban-“ bzw. Kurban-Fest.
  • Private Schlachtungen zum Opferfest finden bei den Familien meist direkt im bzw. vor dem eigenen Haus statt.
  • Häufig sind mit dem Feiertag verschiedene Attraktionen für Kinder verbunden wie etwa Kinderkarusselle.
  • In Deutschland können sich islamische Schüler an diesem Tag vom Unterricht befreien lassen.

Delfin-Baby stirbt nach Touristen-Selfie

Touristen heben einen Baby-Delfin aus seichtem Wasser und beginnen an einem Badestrand, Fotos zu machen. „Gebt es zurück“, rufen einige Besucher. Doch niemand tut es.

Einem Delfin-Baby in Argentinien hat der Selfie-Eifer von Strandbesuchern den Tod gebracht. Der kleine Franciscana-Delfin war im Badeort Santa Teresita, rund 250 Kilometer südöstlich von Buenos Aires, von Touristen im seichten Wasser gefunden und an den Strand gebracht worden, wie das Nachrichtenportal Infonews berichtete.

Das Delfin-Baby wurde von Hand zu Hand weitergegeben und auf den Sand gelegt, während die Schaulustigen Selfies mit dem Delfin schossen. Das Tier starb nach Angaben der Umweltschutzorganisation Vida Silvestre unter den Sonnenstrahlen an Dehydratisierung

„Gebt es zurück ins Wasser“, rufen einige Frauenstimmen in einem Video auf Youtube. Doch niemand tut es. Kinder sind zu sehen, wie sie das Tier auf dem Sand streicheln. Immer mehr Menschen kommen mit ihren Smartphones hinzu und stehen um den Delfin herum. Mehrere Tierschutzorganisationen reagierten mit einem dringlichen Aufruf, nicht Selbstdarstellungsdrang vor den Schutz der Tiere zu stellen.

Franciscana-Delfine sind mit nur rund 1,5 Meter Länge die kleinsten ihrer Art. Sie leben ausschließlich an den Küsten Brasiliens, Argentiniens und Uruguays, wo sie oft in Fischernetzen hängenbleiben. Ihren Namen verdanken sie ihrer bräunlichen Farbe, die der Franziskaner-Kutte ähnelt.

Online-Handel mit Tieren: Wien verschickte hohe Strafen an Vereine

Aus Tierschutzgründen ist der private Online-Handel mit Hund und Katz nicht erlaubt – was vor allem dem illegalen Welpenhandel einen Riegel vorschieben soll. Tierheime und Organisationen, die über eine Bewilligung verfügen, sind ausgenommen. Die Stadt Wien hat zuletzt jedoch auch Tierschutzvereinen Strafverfügungen geschickt.

Diese werden nun ausgesetzt. Der Verein Pfotenhilfe beklagte am Montag, dass seit kurzem bei Wiener Tierschutzvereinen Strafverfügungen über 600 Euro eintrudeln – für das Vermitteln von Tieren über ihre eigene und andere Websites. Dabei, so wird beklagt, würden für solche Einrichtungen Ausnahmen gelten.

Neues Tierschutzgesetz: Übergangsfrist bis 1. Juli 2018

“Warum die Stadt Wien trotzdem derart hohe Strafen von kleinen, meist ehrenamtlich agierenden Vereinen kassieren will, ist unverständlich”, hieß es in einer Aussendung. Denn sogar das zuständige Gesundheitsministerium habe zuletzt eine Übergangsfrist bis 1. Juli 2018 erlassen.

 Im Wiener Rathaus wird man sehr wohl auf diese reagieren, wie die zuständige Magistratsabteilung 58 der APA mitteilte. Die aktuellen Anzeigen hätten sich gegen Vereine gerichtet, die die Bedingungen des neuen Gesetzes nicht erfüllt hätten. Man habe “natürlich” im Einklang mit den neuen Richtlinien gehandelt. Nun werde man sich jedoch auch an die Übergangsfrist halten.

“Die bereits ausgestellten Strafverfügungen werden ruhend gestellt”, kündigte man an. Die betroffenen Vereine hätten die Möglichkeit, nun um eine Bewilligung anzusuchen.

(apa/red)

Horror-Höfe: Eine Sache noch..

Danke noch einmal für Ihren Einsatz!

Um wirklich Erfolg zu haben, brauchen wir einen riesigen öffentlichen Aufruf — leiten Sie die E-Mail unten weiter und verbreiten Sie die Aktion:

Facebook

Voller Hoffnung

Das ganze Avaaz-Team
—–

Liebe Freundinnen und Freunde,

sie wurden bei lebendigem Leibe verbrannt — 20.000 Schweine, in winzige Ställe gepfercht, aus denen es kein Entkommen gab.

Doch die Höfe des niederländischen Tierzüchters Adriaan Straathof waren schon lange zuvor die reinste Hölle: Kranke Ferkel, die totgeschlagen wurden, extrem überfüllte Ställe, Tiere mit Knochenbrüchen und hervorstehenden Organen, die ihrem Leid überlassen wurden.

In Deutschland darf der berüchtigte Landwirt bereits keine Tiere mehr halten. Höchste Zeit, dass ihm auch andere EU-Länder den Riegel vorschieben.

Der Tierzüchter will munter so weitermachen. Doch wenn wir den Skandal richtig groß rausbringen, können wir schärfere Kontrollen erzwingen und die Behörden dazu bringen, all seine Höfe zu überprüfen und währenddessen seine Zulassungen aufzuheben. Lasst uns keine Zeit verlieren!

https://secure.avaaz.org/campaign/de/stop_pig_farm_torture_loc/?tsFgobb&v=500337067&cl=12992831020&_checksum=098244324dd01714b3e5d7081b6958cf28bcfe55b107fc28005afafbbd76b027

An die lokalen, regionalen, nationalen und europäischen Regulierungsbehörden:

„Wir sind über das unfassbare Leid der Tiere auf den Höfen von Adriaan Straathof empört und fordern Sie dringend dazu auf, alle Möglichkeiten der lokalen, regionalen, nationalen und europäischen Gesetzgebung zu nutzen, um ihm seine Zulassungen zu entziehen. Bitte sorgen Sie dafür, dass er keine Nutztiere oder anderen Tiere halten oder züchten darf. Wir rufen Sie außerdem dazu auf, strengere Tier- und Brandschutzvorschriften zu erlassen, damit so etwas nie wieder passieren kann.“

https://secure.avaaz.org/campaign/de/stop_pig_farm_torture_loc/?tsFgobb&v=500337067&cl=12992831020&_checksum=098244324dd01714b3e5d7081b6958cf28bcfe55b107fc28005afafbbd76b027

Straathof ist einer der größten Schweinezüchter in der EU. Er hat sechs riesige Betriebe in den Niederlanden und eine Reihe weiterer Höfe in Ungarn und Deutschland. Die niederländische Behörde für Lebensmittelsicherheit hat seine Höfe 14 Mal geprüft. Und obwohl sich Berichte über Misshandlungen, Bußgelder und Verstöße häufen, hat er trotzdem gerade die Genehmigung bekommen, weitere 11.000 Schweine zu züchten!

Es reicht! So etwas nennt man nicht Tierzucht, sondern industrielle Folter!

Gemeinsam können wir sicherstellen, dass dies seine letzten Opfer waren. Bringen wir die Regulierungsbehörden mit einem riesigen öffentlichen Aufruf dazu, sich einzuschalten und ein weiteres Blutbad zu verhindern.

https://secure.avaaz.org/campaign/de/stop_pig_farm_torture_loc/?tsFgobb&v=500337067&cl=12992831020&_checksum=098244324dd01714b3e5d7081b6958cf28bcfe55b107fc28005afafbbd76b027

Unsere Bewegung hat sich immer wieder an vorderster Front gegen Tierquälerei eingesetzt — vom Hundefleischfestival in China bis zum grausamen Handel mit Pferdeblut. Wir wissen, dass wir Unglaubliches bewirken können, wenn wir mit vereinten Kräften für das Wohl der Tiere kämpfen. Und das ist diesmal nicht anders.

Mit Hoffnung und Entschlossenheit

Mike, Anneke, Luca, Danny und das ganze Avaaz-Team

Weitere Informationen:

Über 20.000 Schweine in Straathof Zuchtanlage verbrannt (Agrarheute)
https://www.agrarheute.com/news/ueber-20000-schweine-straathof-zuchtanlage-verbrannt

Und auf Englisch:

20,000 pigs die in latest massive Dutch factory farm fire (Dutch News)
http://www.dutchnews.nl/news/archives/2017/07/20000-pigs-die-in-latest-massive-dutch-factory-farm-fire/

20,000 pigs die in devastating Dutch farm fire (AgriLand)
http://www.agriland.ie/farming-news/video-20000-pigs-die-in-devastating-dutch-farm-fire/



Avaaz.org ist ein weltweites Kampagnennetzwerk mit 41 Millionen Mitgliedern,
das sich zum Ziel gesetzt hat, den Einfluss der Ansichten und Wertvorstellungen aller Menschen auf wichtige globale Entscheidungen durchzusetzen. („Avaaz“ bedeutet „Stimme“ oder „Lied“ in vielen Sprachen). Avaaz Mitglieder gibt es in jedem Land dieser Erde; unser Team verteilt sich über 18 Länder und 6 Kontinente und arbeitet in 17 verschiedenen Sprachen. Erfahren Sie hier, etwas über einige der größten Aktionen von Avaaz oder folgen Sie uns auf Facebook oder Twitter.

Sie erhalten diese Nachricht, weil Sie am 2017-08-14 05:17:12 die Kampagne „EU: Schluss mit den Folterhöfen“ mit der Email-Adresse brigitte.martzak@teamomega.org unterzeichnet haben.

Um sicherzustellen, dass die Nachrichten von Avaaz bei Ihnen ankommen, fügen Sie bitte avaaz@avaaz.org zu Ihrer Kontaktliste hinzu. Um Ihre Email-Adresse, die Spracheinstellungen oder andere Benutzerinformationen zu ändern, kontaktieren Sie uns oder melden Sie sich hier einfach ab. Um Avaaz zu kontaktieren, antworten Sie bitte nicht auf diese E-Mail.Benutzen Sie stattdessen das Formular www.avaaz.org/de/contact?ftr oder rufen Sie uns an, unter: +1 1-888-922-8229 (USA).

Love is love is love. Stop the ban on gay content online!

 

China: Reverse the Ban on Gay Content Online!

Sign Now

 

brigitte,

Do you consider being gay to be the same as incest or rape? Of course not. Me neither. But just last month, the government of China decided that they’re all the same.

Let’s be honest: the Chinese government does not have the best record for respecting LGBTQ rights. But for gay individuals in China, things have just gotten even worse. Because now, authorities have taken the controversial and cruel step of banning all gay content on the Internet. The China Netcasting Services Association (CNSA) has classified any gay-themed material as „abnormal“ sexual activity akin to „sexual perversion, assault, abuse and violence.“

Tell the CNSA: stop targeting the LGBTQ community! Reverse the ban now!

This isn’t the first time Chinese officials have tried to censor gay people out of existence. Back in 2016, the government banned all depictions of LGBTQ people and same-sex relationships on TV. The reason? It said it was cracking down on „vulgar, immoral and unhealthy content“.

As a member of the LGBTQ community, I am personally frightened and disturbed by this. While many countries are beginning to understand that same-sex relationships are just as normal and natural as straight ones, the Chinese government is moving in the opposite direction.

This ban is sending the message that gay people are not welcome in Chinese society and could be the target of future crackdowns. It could also have devastating consequences for gay youth in China, who are being told that they are „wrong“ somehow. It breaks my heart to think how this will drive more people into tormented secrecy, when the truth is that all love is beautiful.

Join me in telling China to stop classifying LGBTQ people as „abnormal“ or „vulgar,“ and reverse its ban on gay Internet content!

Thank you for all that you do,

  Miranda B. The Care2 Petitions Team

Von Hunden, Katzen, Schweinen, Schafen und Hummern – Tierrechts-Impressionen aus Kroatien

Von Hunden, Katzen, Schweinen, Schafen und Hummern – Tierrechts-Impressionen aus Kroatien

 

Im Zuge eines erneuten Besuches des städtischen Tierheims im kroatischen Zadar gestalteten wir die vergangenen Tage zu einem Tierrechts-Event der besonderen Art.

Wie in praktisch allen Ländern stößt man auch im Urlaubsparadies Kroatien überall auf Tierleid; meist bleibt dieses allerdings völlig unbeachtet, die Menschen – selbstredend auch die TouristInnen – registrieren die oft todtraurigen Details nicht einmal am Rande.  Natürlich kann dieser kleine Bericht nur ein Augenaufschlag zur Problematik sein, zu näherer Betrachtung reicht im Moment weder die Zeit noch die Bestimmung – aber vielleicht wagen wir einmal eine ausführlichere Analyse in den nächsten Jahren.

 

Jedenfalls, Arbeit gibt es für die Tierrechtsvereine wohl auch in Kroatien genug, wobei aber nicht übersehen werden kann: Tierrechtsgruppen wie zum Beispiel die großartigen ‚Animal Friends of Croatia‘ haben natürlich inzwischen ganz wunderbare Aufklärung geleistet und den allgemeinen Tierschutz im Küstenland auf einen positiven Level gehoben. So zum Beispiel kommt ab heuer ein Gesetz zu tragen, welches das Töten von Straßenhunden verbietet, und auch andere Vorlagen wurden erlassen, welche sich international sehen lassen können (seit dem 01. 01. 2017 gibt es ein Pelzfarmverbot)!!

 
   

Aber zurück zum Grunde unseres Besuches; das Tierheim Zadar stand früher auf der Liste der besonders schlimmen ‚Asyle‘ Südost-Europas, mit teilweise wirklich schrecklichen Zuständen. Viel hat sich seither geändert, alleine im Vergleich zum letzten Jahr ist der Fortschritt unübersehbar. Mithilfe ausländischer Organisationen ist es augenscheinlich gelungen, für die allermeisten Hunde die Kettenhaltung auszusetzen, die Stadt Zadar war zudem ein Vorreiter in der ‚No-Kill-Politk‘ und setzte das Morden schon drei Jahre früher als der REst der Nation, nämlich 2014, aus. Zwar gibt es leider noch immer einzelne der Lieben – und sonderbarerweise die besonders zugänglichen – welche aus dem einen oder anderen Grunde angepflockt leben müssen, dies sei aber eher eine Maßnahme dem Platzmagel geschuldet und dem Vernehmen nach dürften genau jene sobald die Zugangsgitter geschlossen werden völlig frei laufen.

 

Ansonsten sehen die gut 250 Hunde aber gut aus – bis auf die Neuankömmlinge, die nun gesund gepflegt werden (Bild oben) – es gibt ausreichend Wasser und Nahrung, die Gehege sind sauber und aufgeräumt. Auffällig ist, wie viele Welpen es hier gibt; jetzt sei die Zeit, wo sehr viele abgegeben werden, samt den Müttern, hören wir später.

 
   

Ein sehr netter Junge betreut die BesucherInnen – es gibt im Gegensatz zu den meisten Tierheimen südlich und östlich von Österreich tatsächlich welche – und sämtliche Hunde präsentieren sich uns gegenüber als sehr, sehr freundlich, zeigen keinerlei Scheu vor Menschen – im Gegenteil, sie wollen alle möglichst viele Streicheleinheiten abbekommen! Wie es aussieht, dürfte das Asyl seine ärgsten Probleme gemeistert haben und die Entwicklung hin zur echten Herberge ist eine ziemlich verblüffende! 🙂

Überall in Kroatien, wo immer man auch durch das Land fährt, stößt man auf die großen Öfen, wo ganze Schweine, Hühner und Schafe gegrillt werden. Selbst die TouristInnen finden den eigentlich furchtbaren Anblick irgendwie toll und zur Atmosphäre passend, die Einheimischen sowieso, aber sensiblere Menschen werden sich – auch im Bewusstsein der Tatsache, dass es für die für unsere Gelüste ermordeten Tiere wohl keine Unterschied macht in welcher Form man ihre Leichen(teile) präsentiert (selbstredend ist Fleischverkauf und -verzehr immer gleich fordernd, nämlich das Leben eines Tieres) – noch angewidert von den Grillern wegdrehen als von ’normalen‘ Fleischtheken. Es macht nämlich doch eine Differenz, eine ganz gewaltigen, tief psychologische sogar, wie man den Tod von Mitgeschöpfen präsentiert: in ganzer Form zeigt man den Kindern nämlich auf direkteste Art und Weise wie selbstverständlich das Ermorden von Tieren für unsere ‚Gaumenfreuden‘ ist, bereitet sie in sehr abstoßender, aber anschaulicher Weise darauf vor, dass ‚Mensch‘ der Gebieter ist, allen andere Lebensformen weitest überlegen. Wie mit dem erhobenen Zeigefinger wird angedeutet, es ist uns gestattet mit den Mitgeschöpfen umzugehen, wie immer wir mögen… hier wird selbst der Horror zur Idylle erkoren, der Gestank gebratenen Fleisches im Angesicht im Feuer brutzelnder, aufgespießter Körper zum Appetitanreger verpflichtet. Denken Sie bitte darüber nach, diese Öfen, sie sind dazu prädestiniert, Kinder in dem Gefühl aufwachsen zu lassen, dass Tiere nur dazu da sind, um von uns aufgegessen zu werden; sie sind Mitleids-Vernichtungsmaschinen, Geräte, welche die psychische Tabu-Schranke mit Leichtigkeit knacken. Jedes gesunde Kind würde vor dem Anblick malträtierter, gepfählter, im eigenen Fett triefender Tiere zurückschrecken, würde ebendieser nicht solcherart zur Normalität erhoben – und nicht alleine zur Normalität, nein, viel schlimmer, die Öfen dienen sogar dazu, ein ländlich- romantisches Umfeld vorzutäuschen, eine Verbundenheit mit der Erde – obwohl sie gerade diese Verbundenheit, das seidene Band, mit dem Luftzug glühender Kohlen zerreißen, und letztendlich beitragen, die Monster aus uns machen, die mir mit den Augen der Tierwelt betrachtet dann auch so sind…wer mag dies bezweifeln?

 

Wohl nicht nur tierrechtsaffine Menschen würden sogar so weit gehen, zu behaupten, derartiger Anschauungsunterricht fördert ein später tierquälerisches, zumindest ein herzloseres, Verhalten gegenüber den Mitgeschöpfen, wenn auch auf ganz absurde Art und Weise. Jedenfalls wird das Leben der Tiere auf diese Art und Weise dem alleinigen Daseinsgrund unterstellt, uns als Nahrung zu dienen. Solche Gedanken und Bilder setzen sich besonders in Kindern fest, und ja, natürlich, es wird einige davon geben, welche sich angeekelt abwenden und vielleicht gerade wegen des Anblicks später auf Fleisch als Nahrungsmittel verzichten, aber noch viel mehr werden nicht zuletzt deshalb vorbereitet auf eine fleischessende  Zukunft ohne schlechtes Gewissen und ohne jegliche Reue…

 

Natürlich dürfen da Proteste nicht fehlen, die allerdings meist von den PassantInnen übersehen werden, da der Sinn solcher nicht wirklich erkannt wird; zu abstrakt ist die Vorstellung, Tiere zu lieben und ihnen das gleiche Recht auf Leben zugestehen wie uns selbst, anstatt sie bloss deren Fleisches wegen zu halten…

 

 

‚Proteine müssen nicht tierischen Ursprungs sein‘, das sind die ersten Anzeichen – hier auf dem Vollkornbrot – hin in eine vegane Welt!!! Das ganz wunderbar schmeckende Vollkornbrot wird in Folge dann auch als gesundes, ‚pflanzliches Steak‘ be-zeichnet

 

Das Verhältnis den ‚Nutz’tieren gegenüber zeigt sich auch in den Fleischerläden; es finden sich Schweine- und Schafsköpfe als normalste Verkaufsgüter, und selbst die ausländischen Marktketten machen da keine Ausnahme – Interspar, der Großmarkt der österreichischen Spar-Gruppe, zum Beispiel ‚schmückt‘ damit eine ganze Vitrine. Eine Verkäuferin übrigens, welche unsere fotografischen Bemühungen kommentiert, meint: ‚Wenn ich an der Kasse sitze und jemand kommt mit so einem Kopf daher, dann erschrecke ich immer ganz gewaltig. Ich finde es immer furchtbar.‘

 

 

 

Apropos Interspar: in seinem Mega-Markt in Zadar entdeckten wir einen einsamen Hummer, angeboten um rund 40 Euro. Bitte betrachten Sie das Bild etwas länger, strömt es nicht die ganze Traurigkeit dieser Welt aus? Mit zusammengebundenen Scheren – in Österreich, wo wie bereits erwähnt, Interspar beheimatet ist, ein Tierqual-Delikt!!! – harrt er in einer strukturlosen Welt seines Endes; ein Ende, wie es grausamer nicht sein könnte: gekauft bloß für den Gaumenkitzel, als unabwendbares Schicksal der Tod im kochenden Wasser folgend, beobachtet von einer Familie, die sich am Leid des Tieres ergötzt – oder es zumindest nicht, entgegen allen wissenschaftlichen Untersuchungen, als solches erkennt…

 

Wir haben Interspar ein Mail geschrieben und gebeten, auf Praktiken die im Heimatland verboten sind, auch im Ausland zu verzichten. Es kann wohl nicht sein, dass man sich hierzulande mit ‚Natur Pur‘ und Tierwohlgeschwafel ein Mäntelchen des Umwelt- und Tierschutzbewusstseins umhängt, dieses aber sobald man die Grenze verlassen hat, genauso schnell wieder auszieht! Geschäftspolitik nennen es die einen, Verrat die anderen… Auf jeden Fall beweist die Tatsache, wie ernst es den Konzernen wirklich ist mit ihren Werbestrategien zugunsten des Tierschutzes…

 

Fotos: der Werbestratege scheint an einer Schizophrenie zu leiden, bildet er doch Hummer zu Werbezwecken in halbwegs natürlicher Umgebung und ohne zusammengebunde Scheren ab, während er sie nur einen halben Meter oberhalb in völliger Triste zum Verkauf anbietet.. einfach nur traurig! Lassen sich Menschen wirklich so leicht täuschen, oder können und wollen sie die Wahrheit und das Leid gar nicht mehr erkennen? Vielleicht finden auch sie ein paar Minuten Zeit, um Spar nach den Gründen seiner Geschäftspolitik zu fragen? office@spar.at Aus unserem Brief an Interspar:

… der Grund unseres Schreibens ist leider in trauriger; vor wenigen Tagen mussten wir in ihrer kroatischen Interspar-Filiale in Zadar mit großem Erstaunen feststellen, dass Sie dort lebende Hummer verkaufen, mit zusammengebundenen Scheren in ein strukturloses Becken gesetzt. Wie Sie bestimmt wissen, untersagt ein Gerichtsurteil des Unabhängigen Verwaltungssenates eine derartige Haltung in Österreich. Jahrelang hat RespekTiere für diesen Entscheid gearbeitet, nur um jetzt feststellen zu müssen, dass ausgerechnet österreichische Firmen genau diese Tierqual nun im Ausland fortsetzen?! Internationale Studien beweißen übrigens längst ein Schmerzempfinden des Hummers, auch das wissen Sie bestimmt, ebenso seine völlige physische sowie psychische Überforderung in genannten Becken, wo Sie Ihnen dann nicht einmal die geringste Annehmlichkeit bieten, wie Sand am Boden oder Steine, hinter welchen sich die Armen verstecken könnten. Nichtsdestotrotz bilden Ihre Werbestrategen aber auch noch am zugehörigen Plakat den Hummer – selbstredend ohne zusammengebundenen Scheren – in seiner natürlichen Umgebung ab, wie um vom Grauen, welchen diese Tiere ausgesetzt sind, abzulenken. Diese Tatsachen gereichen der Spar-Gruppe wohl nicht zu Ehren!

Wir bitten Sie, uns diese Diskrepanz zu erklären: eine offiziell als tierquäerisch eingestufte und daher in Österreich verbotene Hälterung muss auch 700 Kilometer entfernt noch als tierquälerisch erachtet werden; bitte klären Sie uns auf, liegen wir mit der Annahme etwa falsch?! Besonders die Spar-Gruppe bemüht sich doch, dankenswerterweise, hierzulande, die Tierschutzstandards in der ‚Nutztier‘-Haltung zu heben, dem Konzern mit ‚Natur-Pur‘-Produkten und dem Bemühen um artgerechte Tierhaltung‘ einen ‚grünen‘ Anstrich geben. Nicht zuletzt deshalb können wir ein solches Vorgehen so ganz und gar überhaupt nicht verstehen.

Wir bitten Sie von ganzem Herzen, bitte überdenken Sie den Lebendhummerverkauf in allen Ihren Filialen, wo auch immer angesiedelt. Eine Tierquälerei bleibt eine Tierquälerei, und wenn Sie vielleicht auf ‚kroatische Verhältnisse‘ oder Gesetzeslagen pochen, dann müssen wir Ihnen sagen: wenn Unrecht zu Recht wird, dann wird Widerstand zur Pflicht! …

 

Waldbrände geschuldet den enormen Temperaturen waren und sind auch an der Küste ein großes Thema; seit Mai hat es keinen Tropfen geregnet, hören wir, dementsprechend ausgedörrt ist das Land. Die herrlich duftenden Kiefernwälder, von der Sonne versengt, lassen erahnen, es genügt wohl eine unachtsam weggeworfene Zigarette, um ein Inferno auszulösen. Tatsächlich finden sich viele völlig verkohlte Grundstücke, zum Glück allerdings sind fast alle eingerahmt von den traditionellen Steinmauern, welche ganz sicher mithelfen, dass sich etwaige Flammen nicht ganz so schnell auszubreiten vermögen.

 

 

Es gibt, wenn auch nicht mehr so stark an Zahl wie noch vor einigen Jahren, viele Straßentiere in Kroatien, und noch immer gibt es kein wirkliches staatliches Konzept, um die Vermehrung auf medizinischem Wege zu unterbinden. Kastrationsprogramme werden fast ausschließlich von NGO’S getragen.

 

Ausgehungert und Ausgestoßen – Straßentiere in Osteuropa! Natürlich dürfen bei solchen Recherchereisen auf gar keinen Fall Kundgebungen gegen das Töten von Straßentiere fehlen! So konnten PassantInnen wieder an diversesten Stellen Gevatter Tod sehen, sowie ein Transparent mit der Aufschrift: ‚Stop Killing Stray Dogs! Now!!!‘

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Horse Cruelly Hog Tied and Bleeding on Video Before Death Deserves Justice

 
Horse Cruelly Hog Tied and Bleeding on Video Before Death Deserves Justice
 

 

A horse died after a video showed the poor animal hog-tied, bleeding and trying desperately to escape. The owner still hasn’t been arrested or charged with a crime. Please sign this petition to demand justice for this innocent horse and that the owner be punished severely if found guilty.

 

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Punish Teen Accused of Slashing Puppy and Leaving it to Die

 

Stop Piglet Torture at County Fair

 

 

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Justice for Dogs Allegedly Poisoned, Doused with Acid and Mutilated

 

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25 Jahre Blauer Kreis

Es wird viel für Tierschutz getan aber was ist mit den Exoten, Reptilien, Schlangen, Spinnen und Fröschen und einigen anderen? Das Team um Prof. Dr. Kurt Kolar Pflegestation für beschlagnahmte und ausgesetzte Reptilien kümmert sich mit großer Aufopferung darum.

Noch während Dr. Kurt Kolar die Mittelschule besuchte – 1949 – wurde Dr. Kurt Kolar auf die von Prof. Otto Koenig aufgebaute Biologische Station Wilhelminenberg aufmerksam.

Dr. Kurt Kolar nahm an einem Kurs für vergleichende Verhaltensforschung teil und war in der Folge bis 1954 ehrenamtlich im Institut tätig. Auf Anregung von Otto Koenig begann Dr. Kurt Kolar 1951 mit dem Studium von Zoologie und Psychologie an der Universität Wien.

Verhaltensgrundlagen bei Papageien war das Thema von Dr. Kurt Kolars Dissertation. Den Papageien bin ich treu geblieben, dieses Thema bearbeite Dr. Kurt Kolar als Buchautor bis zum heutigen Tag.

Weiters sind auch Bücher über Australien (nach einer mehrmonatigen Studienreise) und über die Problematik der Tierhaltung erschienen. Im Wilhelminenberger Institut war Dr. Kurt Kolar mit einer Unterbrechung bis 1970 tätig, die letzten zehn Jahre als Stellvertreter Otto Koenigs.

Diese Zeit war eine gute Schule, denn in der biologischen Station, aus der 1969 das Institut für vergleichende Verhaltensforschung der österreichischen Akademie der Wissenschaften hervorging, wurde vor allem auf Kameradschaft Wert gelegt. Dies hinderte allerdings nicht daran, dass die meisten Mitarbeiter das Institut nach Auseinandersetzungen mit dem Leiter verließen.

Dies war auch bei Dr. Kurt Kolar der Fall.

Dr. Kurt Kolar arbeitete nach meinem Abgang vorwiegend als zoologischer Schriftsteller. Dr. Kurt Kolar befasste sich aktiv mit Tierschutzfragen und übernahm 1984 die Leitung der Tierschutzaktion Blauer Kreis. Weiters wurde Dr. Kurt Kolar Vorsitzender der Zoologischen Gesellschaft Österreichs, Vizepräsident des Wiener Volksbildungswerkes und da selbst Vorsitzender der Fachgruppe Wissenschaften.

Als in den späten 80er-Jahren die Kritik an der Führung des Schönbrunner Tiergartens zunahm und sogar die Schließung dieses ältesten Zoos der Welt zur Diskussion stand, gründete Dr. Kurt Kolar im Rahmen der Tierschutzaktion eine Arbeitsgemeinschaft Zoo, für die Dr. Kurt Kolar mehrere anerkannte Fachleute gewinnen konnte. Somit konnten er entscheidend dazu beitragen, dass nach den nicht leicht zu knüpfenden Kontakten mit dem zuständigen Minister Dr. Wolfgang Schüssel durch ein im Nationalrat beschlossenes Gesetz der Schönbrunner Tiergarten Anfang 1992 in eine Ges.m.b.H. umgewandelt wurde. Dies war die Grundvoraussetzung für eine Verbesserung der Tierhaltung (Kleinaffenanlage, Großkatzenhaus, Elefantenhaus) und auch für eine bedeutende wirtschaftliche Sanierung.

Auf die Initiative von Dr. Kurt Kolar wurde der Verein der Freunde des Schönbrunner Tiergartens gegründet. Auf Einladung des neuen Geschäftsführers und Direktors, Dr. Helmut Pechlaner, übernahm ich die Positionen eines zoologischen Kurators und eines stellvertretenden Direktors. So war mir die Möglichkeit gegeben, zur Neu- und Weiterentwicklung des Tiergartens beizutragen.

Der Verein Haus des Meeres hat dankenswerter Weise im Jahre 1992 dem Blauen Kreis im 6. Stock des Flakturmes im Esterhazypark einen Raum kostenlos zur Verfügung gestellt. Für die Blauen-Kreis-Mitarbeiter, besonders den damaligen Präsidenten Kurt Kolar, gab es damit ausreichend Gelegenheit, die handwerklichen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Damals gab es noch keinen Aufzug im Haus des Meeres. Es mussten jeder Sack Zement, Fliesen, Ziegel, Eternitwannen, Steine und Äste mühsam in den 6. Stock geschleppt werden.

Die Station war seit Beginn ihres Bestehens fast immer voll mit Pfleglingen. Aus den ursprünglich 16 Terrarien waren nach 10 Jahren 31 geworden, heute sind es 42, dazu kommen noch über 100 Vogelspinnenbehälter!

Die Station wurde vom Vereinsvorstand beim zehnjährigen Jubiläum “Prof. Dr. Kurt Kolar Pflegestation” benannt. Ende 2006 wurde der Prof. Dr. Kurt Kolar Pflegestation für beschlagnahmte und ausgesetzte Reptilien von der MA 60 – Veterinäramt der Stadt Wien – die Genehmigung als Tierheim gemäß den Bestimmungen des neuen Tierschutzgesetzes erteilt.

Der Blaue Kreis unterhält diese Station ausschließlich von Ihren Mitgliedsbeiträgen und Spenden!

 

Die Pfleglinge, ursprünglich hauptsächlich aufgrund von Beschlagnahmungen der Zollbehörden stammend, bzw. Tiere, die ausgesetzt worden waren, stammen heute u. a. aus Beschlagnahmungen seitens der Tierschutzbehörde wegen schlechter Tierhaltung , bzw. von verschwundenen, verstorbenen oder inhaftierten Besitzern.

Die Tiere in der Auffangstation haben allesamt tragische Schicksale:

Eine Vogelspinne – ursprünglich aus Sri Lanka – saß neben einem Schwimmbassin im 21. Wiener Gemeindebezirk; ein Tokeh, d.h. ein großer Gecko, hielt im 20. Bezirk mit seinem Geschrei einen Mann vom Benutzen seiner Toilette ab. Die Besitzer konnten in beiden Fällen nicht eruiert werden. Im Laufe der Jahre bekam die Station Hornvipern und Kobras, die auf einem Parkplatz illegal verkauft werden sollten, Chamäleons, die in Socken geschmuggelt wurden, delogierte Leguane und Piranhas, und Evelyn Kolar, unsere engagierte Pflegerin, hat auch schon einen Skorpion in einem vollen Staubsaugersack gesucht.

 

Einmal wurden zugleich acht Schlangen, sechs Leopardgeckos, vier Skorpione und 468 (!) Vogelspinnen vom Zoll beschlagnahmt: Bei einer Reptilienbörse kam ein ungarischer Teilnehmer mit den österreichischen Behörden in Konflikt. Die Schlangen, Geckos und 268 Vogelspinnen übernahm die Pflegestation des Blauen Kreises im Haus des Meeres, der Schönbrunner Tiergarten die Skorpione und 200 Vogelspinnen. Viele Stunden Arbeit hat es gekostet, die einzeln untergebrachten Tiere zu bestimmen und zu versorgen

 

Derzeit leben bei uns 19 Leguane, 18 Schlangen, einige Agamen und andere kleine Reptilien, und noch immer über 100 Vogelspinnen! Sie sind mittlerweile zu beachtlichen Exemplaren herangewachsen und wollen ständig versorgt werden.

Unseren allerersten Hai, dessen Transport wir nach einem Todesfall mühselig organisiert haben, hat dankenswerter Weise das Haus des Meeres übernommen, ebenso im Lauf der Jahre zwei riesige Fransenschildkröten, Boas, Leguane, Fische, etc.

 

Es ist unendlich schwierig, für die Tiere geeignete Plätze in Tiergärten oder wissenschaftlichen Haltungen zu finden.

Vielen Dank an das Team des Blauen Kreises für die 24 Std. rundum Betreuung der Schützlinge.

(Red.)

25 Jahre Blauer Kreis

Es wird viel für Tierschutz getan aber was ist mit den Exoten, Reptilien, Schlangen, Spinnen und Fröschen und einigen anderen? Das Team um Prof. Dr. Kurt Kolar Pflegestation für beschlagnahmte und ausgesetzte Reptilien kümmert sich mit großer Aufopferung darum.

Noch während Dr. Kurt Kolar die Mittelschule besuchte – 1949 – wurde Dr. Kurt Kolar auf die von Prof. Otto Koenig aufgebaute Biologische Station Wilhelminenberg aufmerksam.

Dr. Kurt Kolar nahm an einem Kurs für vergleichende Verhaltensforschung teil und war in der Folge bis 1954 ehrenamtlich im Institut tätig. Auf Anregung von Otto Koenig begann Dr. Kurt Kolar 1951 mit dem Studium von Zoologie und Psychologie an der Universität Wien.

Verhaltensgrundlagen bei Papageien war das Thema von Dr. Kurt Kolars Dissertation. Den Papageien bin ich treu geblieben, dieses Thema bearbeite Dr. Kurt Kolar als Buchautor bis zum heutigen Tag.

Weiters sind auch Bücher über Australien (nach einer mehrmonatigen Studienreise) und über die Problematik der Tierhaltung erschienen. Im Wilhelminenberger Institut war Dr. Kurt Kolar mit einer Unterbrechung bis 1970 tätig, die letzten zehn Jahre als Stellvertreter Otto Koenigs.

Diese Zeit war eine gute Schule, denn in der biologischen Station, aus der 1969 das Institut für vergleichende Verhaltensforschung der österreichischen Akademie der Wissenschaften hervorging, wurde vor allem auf Kameradschaft Wert gelegt. Dies hinderte allerdings nicht daran, dass die meisten Mitarbeiter das Institut nach Auseinandersetzungen mit dem Leiter verließen.

Dies war auch bei Dr. Kurt Kolar der Fall.

Dr. Kurt Kolar arbeitete nach meinem Abgang vorwiegend als zoologischer Schriftsteller. Dr. Kurt Kolar befasste sich aktiv mit Tierschutzfragen und übernahm 1984 die Leitung der Tierschutzaktion Blauer Kreis. Weiters wurde Dr. Kurt Kolar Vorsitzender der Zoologischen Gesellschaft Österreichs, Vizepräsident des Wiener Volksbildungswerkes und da selbst Vorsitzender der Fachgruppe Wissenschaften.

Als in den späten 80er-Jahren die Kritik an der Führung des Schönbrunner Tiergartens zunahm und sogar die Schließung dieses ältesten Zoos der Welt zur Diskussion stand, gründete Dr. Kurt Kolar im Rahmen der Tierschutzaktion eine Arbeitsgemeinschaft Zoo, für die Dr. Kurt Kolar mehrere anerkannte Fachleute gewinnen konnte. Somit konnten er entscheidend dazu beitragen, dass nach den nicht leicht zu knüpfenden Kontakten mit dem zuständigen Minister Dr. Wolfgang Schüssel durch ein im Nationalrat beschlossenes Gesetz der Schönbrunner Tiergarten Anfang 1992 in eine Ges.m.b.H. umgewandelt wurde. Dies war die Grundvoraussetzung für eine Verbesserung der Tierhaltung (Kleinaffenanlage, Großkatzenhaus, Elefantenhaus) und auch für eine bedeutende wirtschaftliche Sanierung.

Auf die Initiative von Dr. Kurt Kolar wurde der Verein der Freunde des Schönbrunner Tiergartens gegründet. Auf Einladung des neuen Geschäftsführers und Direktors, Dr. Helmut Pechlaner, übernahm ich die Positionen eines zoologischen Kurators und eines stellvertretenden Direktors. So war mir die Möglichkeit gegeben, zur Neu- und Weiterentwicklung des Tiergartens beizutragen.

Der Verein Haus des Meeres hat dankenswerter Weise im Jahre 1992 dem Blauen Kreis im 6. Stock des Flakturmes im Esterhazypark einen Raum kostenlos zur Verfügung gestellt. Für die Blauen-Kreis-Mitarbeiter, besonders den damaligen Präsidenten Kurt Kolar, gab es damit ausreichend Gelegenheit, die handwerklichen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Damals gab es noch keinen Aufzug im Haus des Meeres. Es mussten jeder Sack Zement, Fliesen, Ziegel, Eternitwannen, Steine und Äste mühsam in den 6. Stock geschleppt werden.

Die Station war seit Beginn ihres Bestehens fast immer voll mit Pfleglingen. Aus den ursprünglich 16 Terrarien waren nach 10 Jahren 31 geworden, heute sind es 42, dazu kommen noch über 100 Vogelspinnenbehälter!

Die Station wurde vom Vereinsvorstand beim zehnjährigen Jubiläum “Prof. Dr. Kurt Kolar Pflegestation” benannt. Ende 2006 wurde der Prof. Dr. Kurt Kolar Pflegestation für beschlagnahmte und ausgesetzte Reptilien von der MA 60 – Veterinäramt der Stadt Wien – die Genehmigung als Tierheim gemäß den Bestimmungen des neuen Tierschutzgesetzes erteilt.

Der Blaue Kreis unterhält diese Station ausschließlich von Ihren Mitgliedsbeiträgen und Spenden!

 

Die Pfleglinge, ursprünglich hauptsächlich aufgrund von Beschlagnahmungen der Zollbehörden stammend, bzw. Tiere, die ausgesetzt worden waren, stammen heute u. a. aus Beschlagnahmungen seitens der Tierschutzbehörde wegen schlechter Tierhaltung , bzw. von verschwundenen, verstorbenen oder inhaftierten Besitzern.

Die Tiere in der Auffangstation haben allesamt tragische Schicksale:

Eine Vogelspinne – ursprünglich aus Sri Lanka – saß neben einem Schwimmbassin im 21. Wiener Gemeindebezirk; ein Tokeh, d.h. ein großer Gecko, hielt im 20. Bezirk mit seinem Geschrei einen Mann vom Benutzen seiner Toilette ab. Die Besitzer konnten in beiden Fällen nicht eruiert werden. Im Laufe der Jahre bekam die Station Hornvipern und Kobras, die auf einem Parkplatz illegal verkauft werden sollten, Chamäleons, die in Socken geschmuggelt wurden, delogierte Leguane und Piranhas, und Evelyn Kolar, unsere engagierte Pflegerin, hat auch schon einen Skorpion in einem vollen Staubsaugersack gesucht.

 

Einmal wurden zugleich acht Schlangen, sechs Leopardgeckos, vier Skorpione und 468 (!) Vogelspinnen vom Zoll beschlagnahmt: Bei einer Reptilienbörse kam ein ungarischer Teilnehmer mit den österreichischen Behörden in Konflikt. Die Schlangen, Geckos und 268 Vogelspinnen übernahm die Pflegestation des Blauen Kreises im Haus des Meeres, der Schönbrunner Tiergarten die Skorpione und 200 Vogelspinnen. Viele Stunden Arbeit hat es gekostet, die einzeln untergebrachten Tiere zu bestimmen und zu versorgen

 

Derzeit leben bei uns 19 Leguane, 18 Schlangen, einige Agamen und andere kleine Reptilien, und noch immer über 100 Vogelspinnen! Sie sind mittlerweile zu beachtlichen Exemplaren herangewachsen und wollen ständig versorgt werden.

Unseren allerersten Hai, dessen Transport wir nach einem Todesfall mühselig organisiert haben, hat dankenswerter Weise das Haus des Meeres übernommen, ebenso im Lauf der Jahre zwei riesige Fransenschildkröten, Boas, Leguane, Fische, etc.

 

Es ist unendlich schwierig, für die Tiere geeignete Plätze in Tiergärten oder wissenschaftlichen Haltungen zu finden.

Vielen Dank an das Team des Blauen Kreises für die 24 Std. rundum Betreuung der Schützlinge.

(Red.)

Hitze führt zu Sauerstoffmangel in Gewässern: Alarmplan gegen Fischsterben in NÖ gestartet

Durch die anhaltende Trockenheit und Hitze nimmt die Gefahr für Fischsterben aufgrund von Sauerstoffmangel in den Gewässern zu. In NÖ ist deshalb der Alarmplan gegen Fischsterben gestartet worden.

An rund 50 Standorten im gesamten Gewässernetz des Bundeslandes Niederösterreich wird die Temperatur in Echtzeit gemessen, bei Überschreiten eines kritischen Wertes wird automatisch gewarnt. “Durch die Warnung können Maßnahmen gesetzt werden, um Fischsterben möglichst zu verhindern”, erklärte LHStv. Stephan Pernkopf (ÖVP).

Alarmplan gegen Fischsterben wegen anhaltender Hitze gestartet

Zu den Maßnahmen gehören eine erhöhte Wasserabgabe bei Kraftwerken, weniger Wasserentnahmen aus Flüssen oder Retten von Fischen aus kritischen Gewässerabschnitten durch die Fischereirechtsbesitzer in Koordination mit dem Landesfischereiverband.

Das Land NÖ hat das Alarmierungssystem in Zusammenarbeit mit dem Landesfischereiverband installiert, um kritische Situationen für den Fischbestand möglichst früh erkennen zu können. Wenn die durchschnittliche Wassertemperatur an einer Messstelle über einen Zeitraum von eineinhalb Tagen einen kritischen Wert übersteigt, werden der niederösterreichische Landesfischereiverband und die jeweilige Bezirkshauptmannschaft automatisch gewarnt. Bei Forellengewässern ist dies bei 22 Grad Celsius der Fall, bei karpfenartigem Fischbestand bei 28 Grad.

“2015 bereits ähnliche Hitzeperiode”

“Bereits im Jahr 2015 gab es eine ähnliche Hitzeperiode”, sagte der niederösterreichische Landesfischermeister Karl Gravogl. In mehreren Gewässern im Bundesland starben damals Wassertiere, in Folge wurde ein Alarmplan entwickelt. Wer tote Fische entdeckt, sollte die jeweilige Bezirkshauptmannschaft bzw. den Magistrat oder die nächste Polizeiinspektion verständigen. Wichtig sind Angaben über das betroffene Gewässer, den genauen Zeitpunkt, über Auffälligkeiten an den Tieren und am Gewässer.

(APA/Red)