Category Archives: Tierquälerei

Wieder weiße Tiger-Vierlinge im “Weißen Zoo” Kernhof in NÖ geboren

Erneut Kindersegen im “Weißen Zoo”: Weiße Tiger-Vierlinge sind im Kameltheater Kernhof bei St. Aegyd am Neuwalde (Bezirk Lilienfeld) geboren worden. Zoo-Direktor Herbert Eder präsentierte die “kerngesunden, strammen” Babys mit den Namen Falco, Toto, Mia und Mautzi am Mittwoch.

Bereits Ende 2012 waren im Zoo weiße Tiger-Vierlinge zur Welt gekommen, im April 2015 sogar Fünflinge. Bei der Geburt am 22. März lag das Gewicht der Tiere zwischen 940 und 1.200 Gramm, seitdem haben sie bereits fünf Kilo zugelegt.

Seltener Nachwuchs: Vierlinge bei den Weißen Tigern

Ab Samstag können Besucher den Nachwuchs, der sich bei einem Pressetermin sehr fotogen zeigte, bewundern. Vierlinge seien bei weißen Tigern “weltweit sehr, sehr selten”, erklärte Eder, der zusammen mit seinem Sohn Rainer Zöchling den Zoo leitet.

Derzeit ist der Nachwuchs vor allem mit Trinken und Schlafen beschäftigt. Die ersten drei Monate trinken die Kleinen Muttermilch, dann beginnen sie damit, an Fleisch zu nuckeln bzw. schlecken. Etwa acht Monate bis ein Jahr bleiben sie bei der Mutter, dann werden sie an andere Zoos abgegeben, um Inzucht zu vermeiden. “Wir verkaufen unsere Tiere nie, sondern vergeben sie per Einstellvertrag”, betonte Eder. “Wir unterbinden den Handel. Wir wollen nicht, dass unsere Tiere in Zoos oder Shows verschwinden”, sagte der Zoo-Direktor.

Tigerbabys auf natürlichem Wege gezeugt

Die Babys wurden laut dem Zoo auf natürlichem Wege gezeugt – Mama Thalie stammt aus dem französischen Zoo Beauval im Loire-Tal, Papa Samir ist in Österreich durch einen Werbespot bekannt. Der neun Jahre alte Tiger ist seit 2010 bereits 25-facher Vater weißer, gesunder Tigerbabys in Österreich – das ist laut dem Zoo an der niederösterreichisch-steirischen Grenze “weltrekordverdächtig”.

Auseinandergehalten werden die Vierlinge über die Zeichnung am Kopf. Bei den je zwei Männchen und Weibchen handelt es sich um die weißen Tiger-Babys Nummer 17 bis 20 im “Weißen Zoo”. Die Tiere seien bisher alle kerngesund gewesen, sagte Eder. Den Zuchterfolg erklärte er folgendermaßen: “Wir sind in einem ruhigen Tal, es gibt keine elektrischen Zäune und die Tiere haben extrem gute Gene.”

Das Kameltheater Kernhof im niederösterreichisch-steirischen Grenzgebiet wurde 2010 um einen “Weißen Zoo” erweitert. Neben weißen Tigern sind u.a. Kamele, Nebelparder, Schneeleoparden, Alpakas, weiße Kängurus und Schneeeulen zu sehen.

(apa/red)

Vier Pfoten-Protest für die Prater-Ponys

Nach Ponykarussell-Aus: Einige Ponys müssen nun in Prater-Reitbahn schuften

Das ehemalige Karussellpferd Maxi muss jetzt in der Reitbahn weiterschuften

Das ehemalige Karussellpferd Maxi muss jetzt in der Reitbahn weiterschuften – © VIER PFOTEN / APA (Sujet)

Die Schließung des Ponykarussells im Vorjahr im Wiener Prater brachte leider nicht für alle eingesetzten Pferde ein Happy End. Für einige von ihnen geht der Stress seit Beginn der neuen Saison in der benachbarten Prater-Reitbahn weiter. Vier Pfoten will mit einer Aktion am Freitag den Ponys helfen.

Die Organisation Vier Pfoten, die an der Schließung des Pony-Karussells 2016 maßgeblich beteiligt war, fordert erneut eine “Hacklerregelung” für die Tiere und damit ihren wohlverdienten Ruhestand. Am Freitagnachmittag werden die Tierschützer im Prater im Rahmen einer Aktion neben Informationen auch Helium-Luftballons und Süßigkeiten an Passanten verteilen, um auf das Schicksal der Tiere aufmerksam zu machen.

Kritik an Behandlung der Ponys kommt von Vier Pfoten

“Wir konnten uns selbst bei einem Lokalaugenschein davon überzeugen, dass zum Beispiel Anka, Mani und Maxi, die jahrelang bei lauter Musik oft stundenlang im Kreis laufen mussten, weiterschuften müssen. Die Pferde sind teilweise fast 30 Jahre alt – ein wirklich unnötiger zusätzlicher Stress”, kritisiert Indra Kley, Leiterin des Österreich-Büros von Vier Pfoten.

 Bei den Gesprächen zwischen Vier Pfoten und den Betreibern des Karussells im Frühjahr 2016 war ursprünglich von acht bis zehn Tieren die Rede gewesen, für die die Tierschutzorganisation ein neues, artgemäßes Zuhause finden sollte. Auch die Prater GmbH sprach damals in einer Aussendung von einem “wohlverdienten Ruhestand” für die Ponys.

Prater will die Ponys auf Reitbahn weiter einsetzen

Nachdem die Betreiber im Herbst 2016 die Zusammenarbeit mit Vier Pfoten beendet hatten, gaben sie Pläne bekannt, dass ein Großteil der Pferde auf der betriebseigenen Reitbahn im Prater weiter arbeiten soll.

Für Vier Pfoten ist das nicht akzeptabel. Kley: “Nach all den Jahren Arbeit wollen die Betreiber weiterhin Geld mit den Tieren machen – natürlich auf deren Rücken, nicht nur sprichwörtlich. Die alten Tiere wurden einfach umgeschult. Wir finden das schlicht unanständig.”

Unzählige Menschen finden das auch und haben in den letzten Monaten auf der Facebook-Seite vonVier Pfoten nach der Zukunft der Pferde gefragt. “Dass sie in Pension gehen und ein bisschen wohlverdiente Ruhe genießen können, ist ganz vielen Leuten auch außerhalb Wiens ein echtes Anliegen”, so Kley abschließend.

Das Wetter war nasskalt und ungemütlich, aber Vier Pfoten ließ die Pferde aus dem ehemaligen Wiener Ponykarussell nicht im Regen stehen: Am Freitagnachmittag informierten Mitarbeiter der Tierschutzorganisation vor dem Eingang des Praters über das Schicksal der Tiere.

Für sechs von ihnen geht der Stress seit Beginn der neuen Saison in der benachbarten Prater-Reitbahn nämlich weiter. Vier Pfoten fordert eine “Hacklerregelung” bzw. die Pension in einer artgemäßen Umgebung für sie. Neben Informationsmaterial verteilten die Mitarbeiter auch Helium-Luftballons und Süßigkeiten an Passanten.

Aktion gegen weiteren Einsatz der ehemaligen Karussell-Pferde

“Anka, Mani, Dolly, Maxi, Felix und Patricia mussten im Ponykarussell jahrelang bei lauter Musik oft stundenlang im Kreis laufen. Und jetzt schuften sie auf der Reitbahn weiter. Das ist ein unnötiger zusätzlicher Stress”, sagt Vier Pfoten Kampagnenleiterin Martina Pluda. “Muss man die Pferde wirklich dermaßen ausbeuten – nur um des Profits willen? Unserer Ansicht nach ist das unanständig.”

Bei den Gesprächen zwischen Vier Pfoten und den Betreibern des Karussells im Frühjahr 2016 war ursprünglich von acht bis zehn Tieren die Rede gewesen, für die die Tierschutzorganisation ein neues, artgemäßes Zuhause finden sollte. Auch die Prater GmbH sprach damals in einer Aussendung von einem “wohlverdienten Ruhestand” für die Ponys. Nachdem die Betreiber im Herbst 2016 die Zusammenarbeit mit Vier Pfoten beendet hatten, gaben sie Pläne bekannt, dass ein Großteil der Pferde auf der betriebseigenen Reitbahn im Prater weiter arbeiten soll.

Vier Pfoten-Aktion für die Prater-Ponys auch auf Facebook

Vier Pfoten kann sich auf eine breite Unterstützung vor allem der Online-Community stützen. Unzählige Menschen haben in den letzten Monaten auf der Facebook-Seite von Vier Pfoten nach der Zukunft der Pferde gefragt. “Dass sie endlich ihre wohlverdiente Pension genießen können, ist ganz vielen Leuten auch außerhalb Wiens ein echtes Anliegen. Deshalb lassen wir sie nicht im Stich: Wir werden unsere Protestaktionen sicher fortsetzen “, kündigt Martina Pluda an.

Verletzter Turmfalke von in Wien-Neubau von der Polizei gerettet

In der Neustiftgasse in Wien-Neubau haben Polizisten am Freitag einen Turmfalken gerettet. Der Greifvogel versuchte kurz nach 7:30 Uhr mehrmals wegzufliegen, stürzte jedoch immer wieder zu ErstellenBoden.

Da er einen völlig zerrupften und abgemagerten Eindruck machte, fingen die Beamten den Falken mithilfe eines Kartons ein und übergaben ihn an die Tierrettung.

(apa/red)

Brutale Tierquälerei: Taube wurde mit Plastiksack gefesselt

Am Donnerstagabend wurde eine Taube, der beide Ständer (Füße) mit einem Plastiksack zusammengebunden wurden, in den Wiener Tierschutzverein gebracht.

Bei der tierärztlichen Untersuchung stellte sich heraus, dass das Tier mit dem Plastikbeutel regelrecht gefesselt wurde. Die Enden waren derart fest verknotet, sodass ein nicht-menschliches Verschulden praktisch ausgeschlossen werden kann. Zudem hat die Taube multiple oberflächliche Verletzungen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit von ihrem Befreiungskampf stammen. “Wir benötigen dringend einen gesellschaftlichen Grundkonsens, dass ein bewusstes Quälen von Lebewesen nicht zu dulden ist. Gerade auch jene Tiere, denen man einen schlechten Ruf angedichtet hat, brauchen den besonderen Schutz der Gesellschaft und der Gesetzte. Der Wiener Tierschutzverein hilft selbstverständlich immer soweit es möglich ist und versucht, Tiere von Qualen zu befreien und zu heilen”, sagt WTV-Präsidentin Madeleine Petrovic.

Taube mit Plastiksack gefesselt

Die WTV-Tierärztin befreite die Taube umgehend von ihren Plastikfesseln und versorgte die Wunden. Anschließend wurden dem Tier noch Antibiotika und Schmerzmittel verabreicht. Die Chancen, dass das Tier wieder genesen wird, stehen gut. Es wird allerdings noch einige Zeit dauern, bis die Taube wieder selbstständig gehen und fressen kann. Denn ihre Ständer sind durch die Fesseln derart geschwollen, dass eine Fortbewegung nur unter großen Schmerzen möglich ist. Daher wird die Taube nun im Kleintierhaus des WTV umsorgt und von den Pflegerinnen mit der Hand gefüttert. Dies ist auch dringend nötig: Denn bedingt durch ihre hilflose Lage und die fehlende Möglichkeit der Nahrungsaufnahme zeigt das Tier auch leichte Abmagerungserscheinungen.

Leider sind derartige Taten keine Einzelfälle: “Es vergeht kaum ein Tag, wo uns nicht gemeldet wird, dass Tauben Gummibänder auf den Ständern oder abgeschürfte und teilweise abgefallene Gliedmaßen haben. Positiv ist, dass die Anteilnahme der Bevölkerung zunimmt. Gerade die Stadttauben werden aber leider vielfach sehr schlecht behandelt”, so Petrovic.

Appell vom Wiener Tierschutzverein

Daher appelliert der Wiener Tierschutzverein einmal mehr an die öffentliche Hand, alle Kampagnen, die Tauben als Schädlinge denunzieren und indirekt dazu führen, dass sich Menschen mit einer problematischen Grundhaltung zu Tieren ermächtigt fühlen, diese Tiere in besonders grausamer Art und Weise zu verstümmeln und zu quälen, zu überdenken. “Was angesagt wäre, sind Kampagnen, die das richtige Füttern von Tieren in der Stadt forcieren. Stichwort: Für Tauben keine Lebensmittelreste oder Abfälle, sondern richtiges Vogelfutter. Doch mittelfristig kann nur ein von Informationsarbeit begleitetes Taubenschlagkonzept zum Erfolg führen. Wenn es Taubenschläge mit artgerechter Fütterung und Bestandskontrolle gäbe, dann könnte auch das private Füttern auf diese Taubenschläge rechtlich beschränkt werden”, so Petrovic abschließend.

(APA/Red)

Nach Verbot im Burgenland und in Wien: Täglich Demos gegen die Gatterjagd in NÖ

In Wr. Neustadt, Neunkirchen, Baden und am Schrannenplatz in Mödling protestierten TierschützerInnen gegen die Gatterjagd und fordern von LR Pernkopf ein Verbot

In Niederösterreich gibt es 74 Jagdgatter, bei weitem mehr, als in jedem anderen Bundesland. Aber nicht nur das, überall sonst wurden Jagdgatter verboten oder sind am Auslaufen. In Vorarlberg, Tirol, Kärnten, der Steiermark und Oberösterreich sind Jagdgatter bereits abgeschafft, im Burgenland und in Wien wurden sie kürzlich verboten und die bestehenden Gatter müssen bis 2023 geschlossen sein, und in Salzburg ist ein Verbot gerade im Entstehen. Bleibt nur Niederösterreich, das Mekka der Gatterjagd, in dem es keine Anzeichen für eine Änderung gibt. Deshalb protestierten diese Woche TierschützerInnen in Wr. Neustadt, Neunkirchen, Baden und werden heute von 10-12 Uhr am Schrannenplatz in Mödling protestieren, um die verantwortlichen PolitikerInnen zum Umdenken zu bewegen. Bei den Kundgebungen zeigte sich deutlich, dass die große Mehrheit der Menschen die Gatterjagd für eine perverse Tierquälerei hält und verboten sehen will.

VGT-Obmann Martin Balluch: „Bisher galt als Ausrede gegen ein Verbot, dass das verfassungsrechtlich nicht möglich sei. Nun ist das Gegenteil bewiesen, im Burgenland wurden mit Zustimmung des Verfassungsdienstes auch Jagdgatter verboten, die zeitlich unbegrenzte Bewilligungen hatten. Die Gatterjagd dient dem leichten Massenabschuss und dem Trophäenkult, beides ist heute nicht mehr zeitgemäß. TierschützerInnen werden zunehmend dringlicher ein Verbot der Gatterjagd auch in NÖ fordern. Vielleicht kehrt mit der neuen Landeshauptfrau auch diesbezüglich ein neuer Wind in dem letzten Bundesland mit Jagdgattern ohne Ablaufdatum ein!“

(APA)

Nach Verbot im Burgenland und in Wien: Täglich Demos gegen die Gatterjagd in NÖ

In Wr. Neustadt, Neunkirchen, Baden und am Schrannenplatz in Mödling protestierten TierschützerInnen gegen die Gatterjagd und fordern von LR Pernkopf ein Verbot

In Niederösterreich gibt es 74 Jagdgatter, bei weitem mehr, als in jedem anderen Bundesland. Aber nicht nur das, überall sonst wurden Jagdgatter verboten oder sind am Auslaufen. In Vorarlberg, Tirol, Kärnten, der Steiermark und Oberösterreich sind Jagdgatter bereits abgeschafft, im Burgenland und in Wien wurden sie kürzlich verboten und die bestehenden Gatter müssen bis 2023 geschlossen sein, und in Salzburg ist ein Verbot gerade im Entstehen. Bleibt nur Niederösterreich, das Mekka der Gatterjagd, in dem es keine Anzeichen für eine Änderung gibt. Deshalb protestierten diese Woche TierschützerInnen in Wr. Neustadt, Neunkirchen, Baden und werden heute von 10-12 Uhr am Schrannenplatz in Mödling protestieren, um die verantwortlichen PolitikerInnen zum Umdenken zu bewegen. Bei den Kundgebungen zeigte sich deutlich, dass die große Mehrheit der Menschen die Gatterjagd für eine perverse Tierquälerei hält und verboten sehen will.

VGT-Obmann Martin Balluch: „Bisher galt als Ausrede gegen ein Verbot, dass das verfassungsrechtlich nicht möglich sei. Nun ist das Gegenteil bewiesen, im Burgenland wurden mit Zustimmung des Verfassungsdienstes auch Jagdgatter verboten, die zeitlich unbegrenzte Bewilligungen hatten. Die Gatterjagd dient dem leichten Massenabschuss und dem Trophäenkult, beides ist heute nicht mehr zeitgemäß. TierschützerInnen werden zunehmend dringlicher ein Verbot der Gatterjagd auch in NÖ fordern. Vielleicht kehrt mit der neuen Landeshauptfrau auch diesbezüglich ein neuer Wind in dem letzten Bundesland mit Jagdgattern ohne Ablaufdatum ein!“

(APA)

Pferd attackiert einen Alligator

Wie das berühmte TV-Pferd “Fury”: Der Leithengst wollte ganz offensichtlich die Jungtiere in seiner Herde verteidigen und ging daher auf den Alligator los.

Die unglaubliche Szene spielte sich im Paynes Prairie Naturschutzpark in Florida ab. Die Besucher staunten nicht schlecht und zückten gleich ihre Smartphones um das Schauspiel festzuhalten.

Alligator legt sich im hohen Gras auf die Lauer

Das Riesen-Reptil hatte sich offensichtlich zuvor im hohen Gras auf die Lauer gelegt, wo es von dem schwarzen Hengst entdeckt wurde. Das Wildpferd zwang den Alligator mit einem gezielten Hufhieb aus dem Gras. Als dieser aber nur ein paar Meter weiter auf einem Naturpfad wieder liegen blieb, griff der Hengst erneut an. Zu viel für den Alligator. Das Reptil zog von dannen.

Baby-Fuchs wird vom Wiener Tierschutzverein aufgepäppelt

Im Wiener Tierschutzverein (WTV) wird gerade ein nur wenige Tage altes Fuchs-Baby bei seinem Start ins Wildtierleben begleitet. Wie der WTV am Donnerstag berichtete, wurde die rund eine Woche alte Fähe wurde von einem Ehepaar im Bezirk Wiener Neustadt-Land (Niederösterreich) beim Spaziergehen mit ihrem Hund entdeckt.

Das Paar nahm den kleinen Fuchs bei sich auf, hielten ihn jedoch für ein Katzenbaby. Am nächsten Tag stellte ein befreundeter Jäger jedoch fest, dass es sich um ein Fuchsbaby handelte und so wurde das Tier umgehend in den WTV nach Vösendorf gebracht.

Da “Fee”, wie die kleine Fuchsdame mittlerweile getauft wurde, aufgrund ihres Alters rund um die Uhr Betreuung und Fürsorge benötigt, hat sich eine erfahrene WTV-Mitarbeiterin ihrer angenommen. Sobald “Fee” selbstständig fressen kann, wird sie ein Freigehege mit genügend Auslauf beziehen dürfen. Danach wird auch versucht, das Tier wieder auf eine mögliche Auswilderung vorzubereiten.

Gerade in diesem Zusammenhang mahnt der Wiener Tierschutzverein die Bevölkerung aber auch zur Vorsicht: Nicht jedes junge Wildtier, welches womöglich einen verlassenen Eindruck erweckt, braucht auch tatsächlich Hilfe. Im Zweifel ist es ratsam, das Tier etwas länger aus sicherer Entfernung zu beobachten und sich an eine kompetente Stelle zu wenden.

(APA)

Elefanten gequält? Mega-Skandal um den Zoo Hannover

Heimliche Filmaufnahmen von der Elefantenanlage im Zoo Hannover befeuern die Debatte über die Haltung der imposanten Riesen in Gefangenschaft. Die Zoos sprechen von tiefem Vertrauen zwischen Pfleger und Elefant, Tierschützer dagegen von Gewalt.

Die Videoaufnahmen von PETA wurden am Dienstag auch frei einsehbar auf Youtube veröffentlicht. PETA wirft dem Zoo vor, seine Pfleger würden Elefanten mit Gewalt für Tricks dressieren. Der Zoo weist die Vorwürfe zurück, will die Aufnahmen aber analysieren.

Mit heimlich gedrehten Filmaufnahmen prangert die Tierrechtsorganisation Peta die Elefantenhaltung im Zoo Hannover an. Die versteckten Kameras sollen aufgezeichnet haben, wie Pfleger Jungtiere mit sogenannten Elefantenhaken schlagen. Der Zoo weist die Vorwürfe vehement zurück. Der Elefantenhaken werde als “Hilfsmittel der Führung” eingesetzt. Zoo-Geschäftsführer Andreas M. Casdorff betonte zunächst: “Unsere Tierpfleger arbeiten im Team mit ihren Tieren. Keiner würde ein Tier mutwillig verletzen.” Die Beziehung zwischen Pfleger und Elefant basiere auf tiefem, gegenseitigem Vertrauen.

Wenig später klang das schon anders: “Sollte irgendwo ein Fehlverhalten stattgefunden haben, werden wir konsequent handeln”, sagte Casdorff am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Der Zoo-Direktor kündigte an, die Peta-Videos genau zu analysieren.

Was ist ein Elefantenhaken?

Der etwa 70 Zentimeter lange Stab mit einem Metallhaken und einer Metallspitze kommt bei der “free contact”- oder “hands on”-Haltung von Elefanten zum Einsatz. Laut Peta ist sein einziger Zweck, den Tieren Schmerzen zuzufügen. Das sehen Zoos anders. Arne Lawrenz, Direktor des Zoologischen Gartens in Wuppertal, sagt: “Wir benutzen den Elefantenhaken, um eine größere Spannweite zu haben.” Er werde zum Dirigieren verwendet. Die Tiere lernten Kommandos durch positive Verstärkung. Zum Beispiel sei es wichtig, dass Elefanten für die Fußpflege ihren Fuß heben, wenn der Pfleger daran tippt.

Kommt der Elefantenhaken in allen Zoos, die Dickhäuter halten, zum Einsatz?

Im Verband der Zoologischen Gärten (VdZ) sind 67 Zoos im deutschsprachigen Raum organisiert, davon haben 27 Zoos Elefanten. “In der Vergangenheit haben einige Zoos von “hands on” auf “protected contact” umgestellt”, berichtet VdZ-Geschäftsführer Volker Homes. Bei diesem geschützten Kontakt ist der Pfleger nicht mehr Teil der Herde, Elefantenhaken werden abgeschafft. Im Zoo Osnabrück lernen die Elefantenbullen im medizinischen Training, durch das Gitter ihre Füße zu zeigen oder eine Rüsselspülung zu machen. Die Umstellung habe viel Zeit und Umbauten gekostet, aber toll geklappt, sagt Direktor Michael Böer. Hintergrund war der Angriff eines Elefanten auf einen Pfleger. Auch der Zoo Hannover will sich in Zukunft umstellen.

Hat Peta Strafanzeige gegen den Zoo Hannover gestellt?

Die 16-seitige Strafanzeige bezüglich der Elefanten im Zoo Hannover sei am Montag vorab per Fax und auch mit Anlagen per Post herausgegangen, sagte Peta-Sprecher Denis Schimmelpfennig. Der Zoo weist die Beschuldigung ausdrücklich von sich, Tiere mutwillig zu verletzen. Die Tiere würden regelmäßig von behördlicher Seite kontrolliert, betont der Zoo. “Dabei wurden keine mutwillig herbeigeführten Verletzungen festgestellt.”

Ist die Haltung von Elefanten im Zoo Tierquälerei?

Aus Sicht von Peta entwickeln Elefanten in Gefangenschaft Verhaltensstörungen, zudem verursache das unnatürlich lange Stehen Fuß- und Gelenkkrankheiten. Die Tierrechtsorganisation fordert dazu auf, keine Zoos mit Elefanten zu besuchen. Direktor und Tierarzt Lawrenz stellt dagegen in seinem Wuppertaler Zoo keine Haltungsprobleme fest. “Ich sehe selber, was für ein Vertrauen unsere Afrikanischen Elefanten haben.” Die großen charismatischen Tiere seien Botschafter ihrer Art und motivierten sich etwa gegen Wilderei einzusetzen. “Nicht jeder hat das Geld und es wäre auch ökologisch nicht sinnvoll, wenn alle nach Afrika fliegen, um sie zu sehen.”

(Red./dpa)

Geldstrafe nach tödlichem Schuss eines Jägers auf zwei Hunde

Ein steirischer Jäger ist am Dienstag im Grazer Straflandesgericht wegen Tierquälerei und Sachbeschädigung zu 1.200 Euro Geldstrafe verurteilt worden.

Er hat vor einem Jahr zwei Hunde erschossen, die seiner Meinung nach gewildert hatten. Beide Tiere starben durch einen einzigen Schuss, der Angeklagte fühlte sich in keiner Weise schuldig und kündigte sofort Berufung gegen das Urteil an.

Die Hunde sollen, so der Jäger, schon seit Tagen gewildert haben, bevor er selbst einschritt. Einen Besitzer konnte er nicht ausfindig machen, denn die beiden waren rund 15 Kilometer von zuhause entfernt, wie sich herausstellte. Als der 69-jährige die Tiere selbst sah, wie sie auf einem Feld einen Hasen jagten, griff er zum Gewehr. Mit einem einzigen, wie er selbst sagte “Tausend-Gulden-Schuss”, erlegte er die Schäfermischlingshündin “Senta” und den Dackelspitz “Jamie”.

Jäger fühlt sich im Recht

“Ich habe nur auf den größeren Hund gezielt, den kleineren habe ich gar nicht wahrgenommen. Der große war sofort tot, der andere ist noch zwei Mal in die Luft gesprungen”, beschrieb der Jäger den Vorfall vor Gericht. Er fühlte sich nach wie vor im Recht.

Die Richterin sah das nicht so, ihrer Meinung nach seien die Hunde vermutlich nur am Straßenrand gesessen. Der 69-Jährige wurde zu einer unbedingten Geldstrafe von 1,200 Euro verurteilt, dem Hundebesitzer muss er 400 Euro an Schadenersatz und Schmerzensgeld zahlen. Der Angeklagte kündigte sofort volle Berufung an, das Urteil ist nicht rechtskräftig.

(APA)