Category Archives: Tierquälerei

He stabbed the kangaroo while his friend laughed

 

Demand Justice for Brutally Murdered Kangaroo

Sign Now

„Just face it, that’s your fate. Let me finish this as quickly as I can.“ This sounds like an act of mercy, but they’re actually the words uttered in a video of a man brutally murdering a kangaroo. In August, a horrific video emerged from Australia. A man is seen approaching an injured kangaroo, and instead of helping the animal he grabs the kangaroo by the tail and stabs the poor animal multiple times, while the person recording laughs in the background.This isn’t just cruel — it’s illegal. In Victoria, Australia, native wildlife are protected under the Wildlife Act of 1975. The culprit has been arrested, but we need to put pressure on authorities to follow through with convicting this man for his horrific crime.Speak up against animal cruelty. Sign your name and demand justice for the murdered kangaroo! Thank you for making a difference,

  Angie L. The Care2 Petitions Team

 

Shitstorm gegen Sebastian Kurz

Mega-Shitstorm: Kurz sendet Glückwünsche zum islamischen Blutfest

Stopt das Leiden unserer Nutztiere

egal, ob konventionelle oder ökologische Tierhaltung: Wenn ein Tier aus wirtschaftlichen Gründen gehalten wird, dann geht dies immer auf Kosten des Tieres.

Schweine leben meist in engen Buchten, auf harten Spaltenböden und in ihren eigenen Exkrementen. Mutterschweine sind einen großen Teil ihres Lebens in engen Kastenständen eingesperrt, in denen sie sich nicht einmal umdrehen können. Kühen werden die Kälber kurz nach der Geburt entrissen, damit der Mensch ihre Milch trinken kann. Jedes Jahr werden bis zu 50 Millionen männliche Küken vergast oder lebendig geschreddert, da sie für die Eierindustrie keinen wirtschaftlichen Nutzen haben.

An erster Stelle steht die Wirtschaftlichkeit
Die systematische Tierquälerei – von der krankhaften Zucht, den Haltungsbedingungen bis hin zur Schlachtung – wird nicht nur geduldet, sondern von der Politik vielfach durch Subventionen gefördert! Gemeinsam müssen wir Druck auf Politik und Behörden ausüben, um die legalisierte Tierquälerei endlich zu bestrafen 

  JETZT HELFEN  

Industrielle Tierproduktion bedeutet legalisierte Tierquälerei
Die Agrarindustrie ist für milliardenfaches Leiden verantwortlich. Sie verstößt gegen das Tierschutzgesetz, die Tierschutznutztierhaltungsverordnung sowie die Gebote der guten landwirtschaftlichen Praxis.

  JETZT MITHELFEN  

Mit Ihrer Unterstützung setzen wir uns für ein Ende dieses widerwärtigen Systems ein, das Tiere wie Sachen behandelt. Mithilfe Ihrer Spende können wir:

  • Tierquälerei aufdecken und öffentlich machen
  • Illegalen Missbrauch von Tieren zur Anzeige bringen
  • Konsumenten/-innen zum Umdenken bewegen
  • Druck auf Politik und Behörden ausüben, die legalisierte Tierquälerei endlich zu bestrafen

Gemeinsam müssen wir das unermessliche Tierleid beenden, indem wir es ins öffentliche Bewusstsein bringen und Verbrauchern/-innen tierfreundliche Alternativen aufzeigen.

Ich danke Ihnen ganz herzlich für Ihre Unterstützung.

Dr. sc. agr. Edmund Haferbeck
Rechts- und Wissenschaftsabteilung
PETA Deutschland e.V.

(RED.)

Islamisches Opferfest 2017

In 2 Tagen ist es soweit Dienstag, 22.08. – Freitag, 25.08., das Islamische Opferfest wird wieder stattfinden!

Wie und warum wird das Islamische Opferfest begangen?

Das höchste islamische Fest ist Id al-Adha, das Islamische Opferfest. Es ist eine Versammlung der Mekka-Pilger und gleichzeitig der Höhepunkt der „Haddsch“ – der Wallfahrt nach Mekka.

Das Islamische Opferfest wird von Muslimen in aller Welt begangen. In vielen Staaten, in denen der Islam Staatsreligion ist, ist es außerdem ein Feiertag. Dazu gehören z. B. die Türkei, Singapur, Malaysia oder Jordanien.

Entstehung des Islamischen Opferfestes

Beim Islamischen Opferfest wird des Propheten Ibrahim (Abraham) gedacht. Nach muslimischer Überlieferung musste Ibrahim eine göttliche Probe bestehen und bereit sein, seinen Sohn Ismael Allah zu opfern. Als dieser schließlich dazu bereit war, stoppte Allah sein Vorgehen. Aus Dank opferten Ibrahim und Ismail im Beisein von Freunden und bedürftigen Menschen einen Widder.

Islamisches Opferfest: Berechnung des Datums

Das Opferfest dauert vier Tage und beginnt jedes Jahr am Zehnten des islamischen Monats „Dhu l-hiddscha“. Der Beginn verschiebt sich jährlich um circa elf Tage rückwärts im Sonnenkalender, da sich das Fest am islamischen Mondkalender orientiert. So kommt es, dass Id al-Adha im Laufe der Zeit zu jeder Jahreszeit gefeiert wird. Das genaue Datum wird erst nach Sichtung der Mondsichel in Saudi-Arabien festgelegt.

Bräuche an Id al-Adha

Weltweit gehört es zur Pflicht aller Muslime, zu diesem Fest ein Tier zu opfern und das Fleisch an Bedürftige, aber auch an Verwandte und Bekannte zu verteilen – sofern sie über die finanziellen Mittel dazu verfügen. Es werden vor allem Schafe, aber auch Rinder oder Ziegen, Kamele oder Wasserbüffel geschächtet. Alle rituell geopferten Tiere sind Paarhufer. Das als unrein geltende Schwein wird dabei allerdings ausgespart. Mit der Opferung werden gute Wünsche für die Menschen und Dankbarkeit gegenüber Allah verbunden.

Ähnlich wie zum Fest des Fastenbrechens ist es auch beim Islamischen Opferfest ein fester Brauch, am Morgen die Moschee zu besuchen und dort zu beten. Im Anschluss werden an den Gräbern der Verwandten Bittgebete gesprochen und Koranverse gelesen. Anschließend findet ein Fest mit Verwandten und Freunden statt, bei dem gegessen und getrunken wird sowie Gaben an Bedürftige verschenkt werden.

Wissenswertes zu Id al-Adha

  • Im Arabischen heißt das Opferfest auch „Idul Adha“, auf türkisch „Kurban Bayrami“.
  • Der Name Id al-Adha wurde abgeleitet vom arabischen Wort für Opfern: dhahha. Der Präfix ergibt sich vom Beinamen des Opferfestes. Es wird nämlich auch als „das Große Fest“ (id-ul-kabir) bezeichnet. Ein weiteres Wort für Opfer ist „qurban“. Damit werden all die Dinge bezeichnet, die man für Allah hergibt. In vielen muslimischen Ländern findet man das Islamische Opferfest daher auch unter der Bezeichnung „Qurban-“ bzw. Kurban-Fest.
  • Private Schlachtungen zum Opferfest finden bei den Familien meist direkt im bzw. vor dem eigenen Haus statt.
  • Häufig sind mit dem Feiertag verschiedene Attraktionen für Kinder verbunden wie etwa Kinderkarusselle.
  • In Deutschland können sich islamische Schüler an diesem Tag vom Unterricht befreien lassen.

Delfin-Baby stirbt nach Touristen-Selfie

Touristen heben einen Baby-Delfin aus seichtem Wasser und beginnen an einem Badestrand, Fotos zu machen. „Gebt es zurück“, rufen einige Besucher. Doch niemand tut es.

Einem Delfin-Baby in Argentinien hat der Selfie-Eifer von Strandbesuchern den Tod gebracht. Der kleine Franciscana-Delfin war im Badeort Santa Teresita, rund 250 Kilometer südöstlich von Buenos Aires, von Touristen im seichten Wasser gefunden und an den Strand gebracht worden, wie das Nachrichtenportal Infonews berichtete.

Das Delfin-Baby wurde von Hand zu Hand weitergegeben und auf den Sand gelegt, während die Schaulustigen Selfies mit dem Delfin schossen. Das Tier starb nach Angaben der Umweltschutzorganisation Vida Silvestre unter den Sonnenstrahlen an Dehydratisierung

„Gebt es zurück ins Wasser“, rufen einige Frauenstimmen in einem Video auf Youtube. Doch niemand tut es. Kinder sind zu sehen, wie sie das Tier auf dem Sand streicheln. Immer mehr Menschen kommen mit ihren Smartphones hinzu und stehen um den Delfin herum. Mehrere Tierschutzorganisationen reagierten mit einem dringlichen Aufruf, nicht Selbstdarstellungsdrang vor den Schutz der Tiere zu stellen.

Franciscana-Delfine sind mit nur rund 1,5 Meter Länge die kleinsten ihrer Art. Sie leben ausschließlich an den Küsten Brasiliens, Argentiniens und Uruguays, wo sie oft in Fischernetzen hängenbleiben. Ihren Namen verdanken sie ihrer bräunlichen Farbe, die der Franziskaner-Kutte ähnelt.

Online-Handel mit Tieren: Wien verschickte hohe Strafen an Vereine

Aus Tierschutzgründen ist der private Online-Handel mit Hund und Katz nicht erlaubt – was vor allem dem illegalen Welpenhandel einen Riegel vorschieben soll. Tierheime und Organisationen, die über eine Bewilligung verfügen, sind ausgenommen. Die Stadt Wien hat zuletzt jedoch auch Tierschutzvereinen Strafverfügungen geschickt.

Diese werden nun ausgesetzt. Der Verein Pfotenhilfe beklagte am Montag, dass seit kurzem bei Wiener Tierschutzvereinen Strafverfügungen über 600 Euro eintrudeln – für das Vermitteln von Tieren über ihre eigene und andere Websites. Dabei, so wird beklagt, würden für solche Einrichtungen Ausnahmen gelten.

Neues Tierschutzgesetz: Übergangsfrist bis 1. Juli 2018

“Warum die Stadt Wien trotzdem derart hohe Strafen von kleinen, meist ehrenamtlich agierenden Vereinen kassieren will, ist unverständlich”, hieß es in einer Aussendung. Denn sogar das zuständige Gesundheitsministerium habe zuletzt eine Übergangsfrist bis 1. Juli 2018 erlassen.

 Im Wiener Rathaus wird man sehr wohl auf diese reagieren, wie die zuständige Magistratsabteilung 58 der APA mitteilte. Die aktuellen Anzeigen hätten sich gegen Vereine gerichtet, die die Bedingungen des neuen Gesetzes nicht erfüllt hätten. Man habe “natürlich” im Einklang mit den neuen Richtlinien gehandelt. Nun werde man sich jedoch auch an die Übergangsfrist halten.

“Die bereits ausgestellten Strafverfügungen werden ruhend gestellt”, kündigte man an. Die betroffenen Vereine hätten die Möglichkeit, nun um eine Bewilligung anzusuchen.

(apa/red)

Von Hunden, Katzen, Schweinen, Schafen und Hummern – Tierrechts-Impressionen aus Kroatien

Von Hunden, Katzen, Schweinen, Schafen und Hummern – Tierrechts-Impressionen aus Kroatien

 

Im Zuge eines erneuten Besuches des städtischen Tierheims im kroatischen Zadar gestalteten wir die vergangenen Tage zu einem Tierrechts-Event der besonderen Art.

Wie in praktisch allen Ländern stößt man auch im Urlaubsparadies Kroatien überall auf Tierleid; meist bleibt dieses allerdings völlig unbeachtet, die Menschen – selbstredend auch die TouristInnen – registrieren die oft todtraurigen Details nicht einmal am Rande.  Natürlich kann dieser kleine Bericht nur ein Augenaufschlag zur Problematik sein, zu näherer Betrachtung reicht im Moment weder die Zeit noch die Bestimmung – aber vielleicht wagen wir einmal eine ausführlichere Analyse in den nächsten Jahren.

 

Jedenfalls, Arbeit gibt es für die Tierrechtsvereine wohl auch in Kroatien genug, wobei aber nicht übersehen werden kann: Tierrechtsgruppen wie zum Beispiel die großartigen ‚Animal Friends of Croatia‘ haben natürlich inzwischen ganz wunderbare Aufklärung geleistet und den allgemeinen Tierschutz im Küstenland auf einen positiven Level gehoben. So zum Beispiel kommt ab heuer ein Gesetz zu tragen, welches das Töten von Straßenhunden verbietet, und auch andere Vorlagen wurden erlassen, welche sich international sehen lassen können (seit dem 01. 01. 2017 gibt es ein Pelzfarmverbot)!!

 
   

Aber zurück zum Grunde unseres Besuches; das Tierheim Zadar stand früher auf der Liste der besonders schlimmen ‚Asyle‘ Südost-Europas, mit teilweise wirklich schrecklichen Zuständen. Viel hat sich seither geändert, alleine im Vergleich zum letzten Jahr ist der Fortschritt unübersehbar. Mithilfe ausländischer Organisationen ist es augenscheinlich gelungen, für die allermeisten Hunde die Kettenhaltung auszusetzen, die Stadt Zadar war zudem ein Vorreiter in der ‚No-Kill-Politk‘ und setzte das Morden schon drei Jahre früher als der REst der Nation, nämlich 2014, aus. Zwar gibt es leider noch immer einzelne der Lieben – und sonderbarerweise die besonders zugänglichen – welche aus dem einen oder anderen Grunde angepflockt leben müssen, dies sei aber eher eine Maßnahme dem Platzmagel geschuldet und dem Vernehmen nach dürften genau jene sobald die Zugangsgitter geschlossen werden völlig frei laufen.

 

Ansonsten sehen die gut 250 Hunde aber gut aus – bis auf die Neuankömmlinge, die nun gesund gepflegt werden (Bild oben) – es gibt ausreichend Wasser und Nahrung, die Gehege sind sauber und aufgeräumt. Auffällig ist, wie viele Welpen es hier gibt; jetzt sei die Zeit, wo sehr viele abgegeben werden, samt den Müttern, hören wir später.

 
   

Ein sehr netter Junge betreut die BesucherInnen – es gibt im Gegensatz zu den meisten Tierheimen südlich und östlich von Österreich tatsächlich welche – und sämtliche Hunde präsentieren sich uns gegenüber als sehr, sehr freundlich, zeigen keinerlei Scheu vor Menschen – im Gegenteil, sie wollen alle möglichst viele Streicheleinheiten abbekommen! Wie es aussieht, dürfte das Asyl seine ärgsten Probleme gemeistert haben und die Entwicklung hin zur echten Herberge ist eine ziemlich verblüffende! 🙂

Überall in Kroatien, wo immer man auch durch das Land fährt, stößt man auf die großen Öfen, wo ganze Schweine, Hühner und Schafe gegrillt werden. Selbst die TouristInnen finden den eigentlich furchtbaren Anblick irgendwie toll und zur Atmosphäre passend, die Einheimischen sowieso, aber sensiblere Menschen werden sich – auch im Bewusstsein der Tatsache, dass es für die für unsere Gelüste ermordeten Tiere wohl keine Unterschied macht in welcher Form man ihre Leichen(teile) präsentiert (selbstredend ist Fleischverkauf und -verzehr immer gleich fordernd, nämlich das Leben eines Tieres) – noch angewidert von den Grillern wegdrehen als von ’normalen‘ Fleischtheken. Es macht nämlich doch eine Differenz, eine ganz gewaltigen, tief psychologische sogar, wie man den Tod von Mitgeschöpfen präsentiert: in ganzer Form zeigt man den Kindern nämlich auf direkteste Art und Weise wie selbstverständlich das Ermorden von Tieren für unsere ‚Gaumenfreuden‘ ist, bereitet sie in sehr abstoßender, aber anschaulicher Weise darauf vor, dass ‚Mensch‘ der Gebieter ist, allen andere Lebensformen weitest überlegen. Wie mit dem erhobenen Zeigefinger wird angedeutet, es ist uns gestattet mit den Mitgeschöpfen umzugehen, wie immer wir mögen… hier wird selbst der Horror zur Idylle erkoren, der Gestank gebratenen Fleisches im Angesicht im Feuer brutzelnder, aufgespießter Körper zum Appetitanreger verpflichtet. Denken Sie bitte darüber nach, diese Öfen, sie sind dazu prädestiniert, Kinder in dem Gefühl aufwachsen zu lassen, dass Tiere nur dazu da sind, um von uns aufgegessen zu werden; sie sind Mitleids-Vernichtungsmaschinen, Geräte, welche die psychische Tabu-Schranke mit Leichtigkeit knacken. Jedes gesunde Kind würde vor dem Anblick malträtierter, gepfählter, im eigenen Fett triefender Tiere zurückschrecken, würde ebendieser nicht solcherart zur Normalität erhoben – und nicht alleine zur Normalität, nein, viel schlimmer, die Öfen dienen sogar dazu, ein ländlich- romantisches Umfeld vorzutäuschen, eine Verbundenheit mit der Erde – obwohl sie gerade diese Verbundenheit, das seidene Band, mit dem Luftzug glühender Kohlen zerreißen, und letztendlich beitragen, die Monster aus uns machen, die mir mit den Augen der Tierwelt betrachtet dann auch so sind…wer mag dies bezweifeln?

 

Wohl nicht nur tierrechtsaffine Menschen würden sogar so weit gehen, zu behaupten, derartiger Anschauungsunterricht fördert ein später tierquälerisches, zumindest ein herzloseres, Verhalten gegenüber den Mitgeschöpfen, wenn auch auf ganz absurde Art und Weise. Jedenfalls wird das Leben der Tiere auf diese Art und Weise dem alleinigen Daseinsgrund unterstellt, uns als Nahrung zu dienen. Solche Gedanken und Bilder setzen sich besonders in Kindern fest, und ja, natürlich, es wird einige davon geben, welche sich angeekelt abwenden und vielleicht gerade wegen des Anblicks später auf Fleisch als Nahrungsmittel verzichten, aber noch viel mehr werden nicht zuletzt deshalb vorbereitet auf eine fleischessende  Zukunft ohne schlechtes Gewissen und ohne jegliche Reue…

 

Natürlich dürfen da Proteste nicht fehlen, die allerdings meist von den PassantInnen übersehen werden, da der Sinn solcher nicht wirklich erkannt wird; zu abstrakt ist die Vorstellung, Tiere zu lieben und ihnen das gleiche Recht auf Leben zugestehen wie uns selbst, anstatt sie bloss deren Fleisches wegen zu halten…

 

 

‚Proteine müssen nicht tierischen Ursprungs sein‘, das sind die ersten Anzeichen – hier auf dem Vollkornbrot – hin in eine vegane Welt!!! Das ganz wunderbar schmeckende Vollkornbrot wird in Folge dann auch als gesundes, ‚pflanzliches Steak‘ be-zeichnet

 

Das Verhältnis den ‚Nutz’tieren gegenüber zeigt sich auch in den Fleischerläden; es finden sich Schweine- und Schafsköpfe als normalste Verkaufsgüter, und selbst die ausländischen Marktketten machen da keine Ausnahme – Interspar, der Großmarkt der österreichischen Spar-Gruppe, zum Beispiel ‚schmückt‘ damit eine ganze Vitrine. Eine Verkäuferin übrigens, welche unsere fotografischen Bemühungen kommentiert, meint: ‚Wenn ich an der Kasse sitze und jemand kommt mit so einem Kopf daher, dann erschrecke ich immer ganz gewaltig. Ich finde es immer furchtbar.‘

 

 

 

Apropos Interspar: in seinem Mega-Markt in Zadar entdeckten wir einen einsamen Hummer, angeboten um rund 40 Euro. Bitte betrachten Sie das Bild etwas länger, strömt es nicht die ganze Traurigkeit dieser Welt aus? Mit zusammengebundenen Scheren – in Österreich, wo wie bereits erwähnt, Interspar beheimatet ist, ein Tierqual-Delikt!!! – harrt er in einer strukturlosen Welt seines Endes; ein Ende, wie es grausamer nicht sein könnte: gekauft bloß für den Gaumenkitzel, als unabwendbares Schicksal der Tod im kochenden Wasser folgend, beobachtet von einer Familie, die sich am Leid des Tieres ergötzt – oder es zumindest nicht, entgegen allen wissenschaftlichen Untersuchungen, als solches erkennt…

 

Wir haben Interspar ein Mail geschrieben und gebeten, auf Praktiken die im Heimatland verboten sind, auch im Ausland zu verzichten. Es kann wohl nicht sein, dass man sich hierzulande mit ‚Natur Pur‘ und Tierwohlgeschwafel ein Mäntelchen des Umwelt- und Tierschutzbewusstseins umhängt, dieses aber sobald man die Grenze verlassen hat, genauso schnell wieder auszieht! Geschäftspolitik nennen es die einen, Verrat die anderen… Auf jeden Fall beweist die Tatsache, wie ernst es den Konzernen wirklich ist mit ihren Werbestrategien zugunsten des Tierschutzes…

 

Fotos: der Werbestratege scheint an einer Schizophrenie zu leiden, bildet er doch Hummer zu Werbezwecken in halbwegs natürlicher Umgebung und ohne zusammengebunde Scheren ab, während er sie nur einen halben Meter oberhalb in völliger Triste zum Verkauf anbietet.. einfach nur traurig! Lassen sich Menschen wirklich so leicht täuschen, oder können und wollen sie die Wahrheit und das Leid gar nicht mehr erkennen? Vielleicht finden auch sie ein paar Minuten Zeit, um Spar nach den Gründen seiner Geschäftspolitik zu fragen? office@spar.at Aus unserem Brief an Interspar:

… der Grund unseres Schreibens ist leider in trauriger; vor wenigen Tagen mussten wir in ihrer kroatischen Interspar-Filiale in Zadar mit großem Erstaunen feststellen, dass Sie dort lebende Hummer verkaufen, mit zusammengebundenen Scheren in ein strukturloses Becken gesetzt. Wie Sie bestimmt wissen, untersagt ein Gerichtsurteil des Unabhängigen Verwaltungssenates eine derartige Haltung in Österreich. Jahrelang hat RespekTiere für diesen Entscheid gearbeitet, nur um jetzt feststellen zu müssen, dass ausgerechnet österreichische Firmen genau diese Tierqual nun im Ausland fortsetzen?! Internationale Studien beweißen übrigens längst ein Schmerzempfinden des Hummers, auch das wissen Sie bestimmt, ebenso seine völlige physische sowie psychische Überforderung in genannten Becken, wo Sie Ihnen dann nicht einmal die geringste Annehmlichkeit bieten, wie Sand am Boden oder Steine, hinter welchen sich die Armen verstecken könnten. Nichtsdestotrotz bilden Ihre Werbestrategen aber auch noch am zugehörigen Plakat den Hummer – selbstredend ohne zusammengebundenen Scheren – in seiner natürlichen Umgebung ab, wie um vom Grauen, welchen diese Tiere ausgesetzt sind, abzulenken. Diese Tatsachen gereichen der Spar-Gruppe wohl nicht zu Ehren!

Wir bitten Sie, uns diese Diskrepanz zu erklären: eine offiziell als tierquäerisch eingestufte und daher in Österreich verbotene Hälterung muss auch 700 Kilometer entfernt noch als tierquälerisch erachtet werden; bitte klären Sie uns auf, liegen wir mit der Annahme etwa falsch?! Besonders die Spar-Gruppe bemüht sich doch, dankenswerterweise, hierzulande, die Tierschutzstandards in der ‚Nutztier‘-Haltung zu heben, dem Konzern mit ‚Natur-Pur‘-Produkten und dem Bemühen um artgerechte Tierhaltung‘ einen ‚grünen‘ Anstrich geben. Nicht zuletzt deshalb können wir ein solches Vorgehen so ganz und gar überhaupt nicht verstehen.

Wir bitten Sie von ganzem Herzen, bitte überdenken Sie den Lebendhummerverkauf in allen Ihren Filialen, wo auch immer angesiedelt. Eine Tierquälerei bleibt eine Tierquälerei, und wenn Sie vielleicht auf ‚kroatische Verhältnisse‘ oder Gesetzeslagen pochen, dann müssen wir Ihnen sagen: wenn Unrecht zu Recht wird, dann wird Widerstand zur Pflicht! …

 

Waldbrände geschuldet den enormen Temperaturen waren und sind auch an der Küste ein großes Thema; seit Mai hat es keinen Tropfen geregnet, hören wir, dementsprechend ausgedörrt ist das Land. Die herrlich duftenden Kiefernwälder, von der Sonne versengt, lassen erahnen, es genügt wohl eine unachtsam weggeworfene Zigarette, um ein Inferno auszulösen. Tatsächlich finden sich viele völlig verkohlte Grundstücke, zum Glück allerdings sind fast alle eingerahmt von den traditionellen Steinmauern, welche ganz sicher mithelfen, dass sich etwaige Flammen nicht ganz so schnell auszubreiten vermögen.

 

 

Es gibt, wenn auch nicht mehr so stark an Zahl wie noch vor einigen Jahren, viele Straßentiere in Kroatien, und noch immer gibt es kein wirkliches staatliches Konzept, um die Vermehrung auf medizinischem Wege zu unterbinden. Kastrationsprogramme werden fast ausschließlich von NGO’S getragen.

 

Ausgehungert und Ausgestoßen – Straßentiere in Osteuropa! Natürlich dürfen bei solchen Recherchereisen auf gar keinen Fall Kundgebungen gegen das Töten von Straßentiere fehlen! So konnten PassantInnen wieder an diversesten Stellen Gevatter Tod sehen, sowie ein Transparent mit der Aufschrift: ‚Stop Killing Stray Dogs! Now!!!‘

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25 Jahre Blauer Kreis

Es wird viel für Tierschutz getan aber was ist mit den Exoten, Reptilien, Schlangen, Spinnen und Fröschen und einigen anderen? Das Team um Prof. Dr. Kurt Kolar Pflegestation für beschlagnahmte und ausgesetzte Reptilien kümmert sich mit großer Aufopferung darum.

Noch während Dr. Kurt Kolar die Mittelschule besuchte – 1949 – wurde Dr. Kurt Kolar auf die von Prof. Otto Koenig aufgebaute Biologische Station Wilhelminenberg aufmerksam.

Dr. Kurt Kolar nahm an einem Kurs für vergleichende Verhaltensforschung teil und war in der Folge bis 1954 ehrenamtlich im Institut tätig. Auf Anregung von Otto Koenig begann Dr. Kurt Kolar 1951 mit dem Studium von Zoologie und Psychologie an der Universität Wien.

Verhaltensgrundlagen bei Papageien war das Thema von Dr. Kurt Kolars Dissertation. Den Papageien bin ich treu geblieben, dieses Thema bearbeite Dr. Kurt Kolar als Buchautor bis zum heutigen Tag.

Weiters sind auch Bücher über Australien (nach einer mehrmonatigen Studienreise) und über die Problematik der Tierhaltung erschienen. Im Wilhelminenberger Institut war Dr. Kurt Kolar mit einer Unterbrechung bis 1970 tätig, die letzten zehn Jahre als Stellvertreter Otto Koenigs.

Diese Zeit war eine gute Schule, denn in der biologischen Station, aus der 1969 das Institut für vergleichende Verhaltensforschung der österreichischen Akademie der Wissenschaften hervorging, wurde vor allem auf Kameradschaft Wert gelegt. Dies hinderte allerdings nicht daran, dass die meisten Mitarbeiter das Institut nach Auseinandersetzungen mit dem Leiter verließen.

Dies war auch bei Dr. Kurt Kolar der Fall.

Dr. Kurt Kolar arbeitete nach meinem Abgang vorwiegend als zoologischer Schriftsteller. Dr. Kurt Kolar befasste sich aktiv mit Tierschutzfragen und übernahm 1984 die Leitung der Tierschutzaktion Blauer Kreis. Weiters wurde Dr. Kurt Kolar Vorsitzender der Zoologischen Gesellschaft Österreichs, Vizepräsident des Wiener Volksbildungswerkes und da selbst Vorsitzender der Fachgruppe Wissenschaften.

Als in den späten 80er-Jahren die Kritik an der Führung des Schönbrunner Tiergartens zunahm und sogar die Schließung dieses ältesten Zoos der Welt zur Diskussion stand, gründete Dr. Kurt Kolar im Rahmen der Tierschutzaktion eine Arbeitsgemeinschaft Zoo, für die Dr. Kurt Kolar mehrere anerkannte Fachleute gewinnen konnte. Somit konnten er entscheidend dazu beitragen, dass nach den nicht leicht zu knüpfenden Kontakten mit dem zuständigen Minister Dr. Wolfgang Schüssel durch ein im Nationalrat beschlossenes Gesetz der Schönbrunner Tiergarten Anfang 1992 in eine Ges.m.b.H. umgewandelt wurde. Dies war die Grundvoraussetzung für eine Verbesserung der Tierhaltung (Kleinaffenanlage, Großkatzenhaus, Elefantenhaus) und auch für eine bedeutende wirtschaftliche Sanierung.

Auf die Initiative von Dr. Kurt Kolar wurde der Verein der Freunde des Schönbrunner Tiergartens gegründet. Auf Einladung des neuen Geschäftsführers und Direktors, Dr. Helmut Pechlaner, übernahm ich die Positionen eines zoologischen Kurators und eines stellvertretenden Direktors. So war mir die Möglichkeit gegeben, zur Neu- und Weiterentwicklung des Tiergartens beizutragen.

Der Verein Haus des Meeres hat dankenswerter Weise im Jahre 1992 dem Blauen Kreis im 6. Stock des Flakturmes im Esterhazypark einen Raum kostenlos zur Verfügung gestellt. Für die Blauen-Kreis-Mitarbeiter, besonders den damaligen Präsidenten Kurt Kolar, gab es damit ausreichend Gelegenheit, die handwerklichen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Damals gab es noch keinen Aufzug im Haus des Meeres. Es mussten jeder Sack Zement, Fliesen, Ziegel, Eternitwannen, Steine und Äste mühsam in den 6. Stock geschleppt werden.

Die Station war seit Beginn ihres Bestehens fast immer voll mit Pfleglingen. Aus den ursprünglich 16 Terrarien waren nach 10 Jahren 31 geworden, heute sind es 42, dazu kommen noch über 100 Vogelspinnenbehälter!

Die Station wurde vom Vereinsvorstand beim zehnjährigen Jubiläum “Prof. Dr. Kurt Kolar Pflegestation” benannt. Ende 2006 wurde der Prof. Dr. Kurt Kolar Pflegestation für beschlagnahmte und ausgesetzte Reptilien von der MA 60 – Veterinäramt der Stadt Wien – die Genehmigung als Tierheim gemäß den Bestimmungen des neuen Tierschutzgesetzes erteilt.

Der Blaue Kreis unterhält diese Station ausschließlich von Ihren Mitgliedsbeiträgen und Spenden!

 

Die Pfleglinge, ursprünglich hauptsächlich aufgrund von Beschlagnahmungen der Zollbehörden stammend, bzw. Tiere, die ausgesetzt worden waren, stammen heute u. a. aus Beschlagnahmungen seitens der Tierschutzbehörde wegen schlechter Tierhaltung , bzw. von verschwundenen, verstorbenen oder inhaftierten Besitzern.

Die Tiere in der Auffangstation haben allesamt tragische Schicksale:

Eine Vogelspinne – ursprünglich aus Sri Lanka – saß neben einem Schwimmbassin im 21. Wiener Gemeindebezirk; ein Tokeh, d.h. ein großer Gecko, hielt im 20. Bezirk mit seinem Geschrei einen Mann vom Benutzen seiner Toilette ab. Die Besitzer konnten in beiden Fällen nicht eruiert werden. Im Laufe der Jahre bekam die Station Hornvipern und Kobras, die auf einem Parkplatz illegal verkauft werden sollten, Chamäleons, die in Socken geschmuggelt wurden, delogierte Leguane und Piranhas, und Evelyn Kolar, unsere engagierte Pflegerin, hat auch schon einen Skorpion in einem vollen Staubsaugersack gesucht.

 

Einmal wurden zugleich acht Schlangen, sechs Leopardgeckos, vier Skorpione und 468 (!) Vogelspinnen vom Zoll beschlagnahmt: Bei einer Reptilienbörse kam ein ungarischer Teilnehmer mit den österreichischen Behörden in Konflikt. Die Schlangen, Geckos und 268 Vogelspinnen übernahm die Pflegestation des Blauen Kreises im Haus des Meeres, der Schönbrunner Tiergarten die Skorpione und 200 Vogelspinnen. Viele Stunden Arbeit hat es gekostet, die einzeln untergebrachten Tiere zu bestimmen und zu versorgen

 

Derzeit leben bei uns 19 Leguane, 18 Schlangen, einige Agamen und andere kleine Reptilien, und noch immer über 100 Vogelspinnen! Sie sind mittlerweile zu beachtlichen Exemplaren herangewachsen und wollen ständig versorgt werden.

Unseren allerersten Hai, dessen Transport wir nach einem Todesfall mühselig organisiert haben, hat dankenswerter Weise das Haus des Meeres übernommen, ebenso im Lauf der Jahre zwei riesige Fransenschildkröten, Boas, Leguane, Fische, etc.

 

Es ist unendlich schwierig, für die Tiere geeignete Plätze in Tiergärten oder wissenschaftlichen Haltungen zu finden.

Vielen Dank an das Team des Blauen Kreises für die 24 Std. rundum Betreuung der Schützlinge.

(Red.)

25 Jahre Blauer Kreis

Es wird viel für Tierschutz getan aber was ist mit den Exoten, Reptilien, Schlangen, Spinnen und Fröschen und einigen anderen? Das Team um Prof. Dr. Kurt Kolar Pflegestation für beschlagnahmte und ausgesetzte Reptilien kümmert sich mit großer Aufopferung darum.

Noch während Dr. Kurt Kolar die Mittelschule besuchte – 1949 – wurde Dr. Kurt Kolar auf die von Prof. Otto Koenig aufgebaute Biologische Station Wilhelminenberg aufmerksam.

Dr. Kurt Kolar nahm an einem Kurs für vergleichende Verhaltensforschung teil und war in der Folge bis 1954 ehrenamtlich im Institut tätig. Auf Anregung von Otto Koenig begann Dr. Kurt Kolar 1951 mit dem Studium von Zoologie und Psychologie an der Universität Wien.

Verhaltensgrundlagen bei Papageien war das Thema von Dr. Kurt Kolars Dissertation. Den Papageien bin ich treu geblieben, dieses Thema bearbeite Dr. Kurt Kolar als Buchautor bis zum heutigen Tag.

Weiters sind auch Bücher über Australien (nach einer mehrmonatigen Studienreise) und über die Problematik der Tierhaltung erschienen. Im Wilhelminenberger Institut war Dr. Kurt Kolar mit einer Unterbrechung bis 1970 tätig, die letzten zehn Jahre als Stellvertreter Otto Koenigs.

Diese Zeit war eine gute Schule, denn in der biologischen Station, aus der 1969 das Institut für vergleichende Verhaltensforschung der österreichischen Akademie der Wissenschaften hervorging, wurde vor allem auf Kameradschaft Wert gelegt. Dies hinderte allerdings nicht daran, dass die meisten Mitarbeiter das Institut nach Auseinandersetzungen mit dem Leiter verließen.

Dies war auch bei Dr. Kurt Kolar der Fall.

Dr. Kurt Kolar arbeitete nach meinem Abgang vorwiegend als zoologischer Schriftsteller. Dr. Kurt Kolar befasste sich aktiv mit Tierschutzfragen und übernahm 1984 die Leitung der Tierschutzaktion Blauer Kreis. Weiters wurde Dr. Kurt Kolar Vorsitzender der Zoologischen Gesellschaft Österreichs, Vizepräsident des Wiener Volksbildungswerkes und da selbst Vorsitzender der Fachgruppe Wissenschaften.

Als in den späten 80er-Jahren die Kritik an der Führung des Schönbrunner Tiergartens zunahm und sogar die Schließung dieses ältesten Zoos der Welt zur Diskussion stand, gründete Dr. Kurt Kolar im Rahmen der Tierschutzaktion eine Arbeitsgemeinschaft Zoo, für die Dr. Kurt Kolar mehrere anerkannte Fachleute gewinnen konnte. Somit konnten er entscheidend dazu beitragen, dass nach den nicht leicht zu knüpfenden Kontakten mit dem zuständigen Minister Dr. Wolfgang Schüssel durch ein im Nationalrat beschlossenes Gesetz der Schönbrunner Tiergarten Anfang 1992 in eine Ges.m.b.H. umgewandelt wurde. Dies war die Grundvoraussetzung für eine Verbesserung der Tierhaltung (Kleinaffenanlage, Großkatzenhaus, Elefantenhaus) und auch für eine bedeutende wirtschaftliche Sanierung.

Auf die Initiative von Dr. Kurt Kolar wurde der Verein der Freunde des Schönbrunner Tiergartens gegründet. Auf Einladung des neuen Geschäftsführers und Direktors, Dr. Helmut Pechlaner, übernahm ich die Positionen eines zoologischen Kurators und eines stellvertretenden Direktors. So war mir die Möglichkeit gegeben, zur Neu- und Weiterentwicklung des Tiergartens beizutragen.

Der Verein Haus des Meeres hat dankenswerter Weise im Jahre 1992 dem Blauen Kreis im 6. Stock des Flakturmes im Esterhazypark einen Raum kostenlos zur Verfügung gestellt. Für die Blauen-Kreis-Mitarbeiter, besonders den damaligen Präsidenten Kurt Kolar, gab es damit ausreichend Gelegenheit, die handwerklichen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Damals gab es noch keinen Aufzug im Haus des Meeres. Es mussten jeder Sack Zement, Fliesen, Ziegel, Eternitwannen, Steine und Äste mühsam in den 6. Stock geschleppt werden.

Die Station war seit Beginn ihres Bestehens fast immer voll mit Pfleglingen. Aus den ursprünglich 16 Terrarien waren nach 10 Jahren 31 geworden, heute sind es 42, dazu kommen noch über 100 Vogelspinnenbehälter!

Die Station wurde vom Vereinsvorstand beim zehnjährigen Jubiläum “Prof. Dr. Kurt Kolar Pflegestation” benannt. Ende 2006 wurde der Prof. Dr. Kurt Kolar Pflegestation für beschlagnahmte und ausgesetzte Reptilien von der MA 60 – Veterinäramt der Stadt Wien – die Genehmigung als Tierheim gemäß den Bestimmungen des neuen Tierschutzgesetzes erteilt.

Der Blaue Kreis unterhält diese Station ausschließlich von Ihren Mitgliedsbeiträgen und Spenden!

 

Die Pfleglinge, ursprünglich hauptsächlich aufgrund von Beschlagnahmungen der Zollbehörden stammend, bzw. Tiere, die ausgesetzt worden waren, stammen heute u. a. aus Beschlagnahmungen seitens der Tierschutzbehörde wegen schlechter Tierhaltung , bzw. von verschwundenen, verstorbenen oder inhaftierten Besitzern.

Die Tiere in der Auffangstation haben allesamt tragische Schicksale:

Eine Vogelspinne – ursprünglich aus Sri Lanka – saß neben einem Schwimmbassin im 21. Wiener Gemeindebezirk; ein Tokeh, d.h. ein großer Gecko, hielt im 20. Bezirk mit seinem Geschrei einen Mann vom Benutzen seiner Toilette ab. Die Besitzer konnten in beiden Fällen nicht eruiert werden. Im Laufe der Jahre bekam die Station Hornvipern und Kobras, die auf einem Parkplatz illegal verkauft werden sollten, Chamäleons, die in Socken geschmuggelt wurden, delogierte Leguane und Piranhas, und Evelyn Kolar, unsere engagierte Pflegerin, hat auch schon einen Skorpion in einem vollen Staubsaugersack gesucht.

 

Einmal wurden zugleich acht Schlangen, sechs Leopardgeckos, vier Skorpione und 468 (!) Vogelspinnen vom Zoll beschlagnahmt: Bei einer Reptilienbörse kam ein ungarischer Teilnehmer mit den österreichischen Behörden in Konflikt. Die Schlangen, Geckos und 268 Vogelspinnen übernahm die Pflegestation des Blauen Kreises im Haus des Meeres, der Schönbrunner Tiergarten die Skorpione und 200 Vogelspinnen. Viele Stunden Arbeit hat es gekostet, die einzeln untergebrachten Tiere zu bestimmen und zu versorgen

 

Derzeit leben bei uns 19 Leguane, 18 Schlangen, einige Agamen und andere kleine Reptilien, und noch immer über 100 Vogelspinnen! Sie sind mittlerweile zu beachtlichen Exemplaren herangewachsen und wollen ständig versorgt werden.

Unseren allerersten Hai, dessen Transport wir nach einem Todesfall mühselig organisiert haben, hat dankenswerter Weise das Haus des Meeres übernommen, ebenso im Lauf der Jahre zwei riesige Fransenschildkröten, Boas, Leguane, Fische, etc.

 

Es ist unendlich schwierig, für die Tiere geeignete Plätze in Tiergärten oder wissenschaftlichen Haltungen zu finden.

Vielen Dank an das Team des Blauen Kreises für die 24 Std. rundum Betreuung der Schützlinge.

(Red.)

Umstrittenes Tierschutzgesetz: Wiener “Pfotenretterin” über die “Katastrophe”

Claudia Gutjahr aus Wien ist in Tierschützer-Kreisen keine Unbekannte: Die junge Frau ist eine der Gründerinnen der “Pfotenretter”, eines privaten Wiener Tierschutzvereins. VIENNA.at hat die Tierschützerin zum Gespräch über die problematische Gesetzesnovelle, neue Arten des Inserierens, mögliche Gegenstrategien und den steinigen Weg der Betroffenen zurück in die Legalität getroffen.

Seit zehn Jahren ist Claudia Gutjahr im Tierschutz tätig und als Pflegestelle für Katzen im Einsatz. Die Wienerin ist eines von drei Gründungsmitgliedern der “Pfotenretter”, die bislang auf Facebook sehr aktiv waren und regelmäßig Katzen und Hunde vorstellten, die aus verschiedensten Gründen bei dem Verein landeten und ein neues “Für-immer-Zuhause” suchten. Auch auf der Online-Plattform Willhaben.at hat der Verein zahlreiche Tiere zur Vermittlung inseriert. Das neue Tierschutzgesetz stellt Vereine wie die Pfotenretter jedoch vor so manche Hürde.

Claudia Gutjahr: Mit Herzblut für Tiere in Not aktiv

In ihrem geräumigen Haus in Liesing hat Gutjahr rund 200 Quadratmeter zur Verfügung, die zur Gänze ihren Schützlingen offen stehen. Zu vier bis fünf eigenen Katzen kommen bei Gutjahr derzeit sieben zur Vermittlung stehende Tiere – vom allerliebsten kleinen Russisch Blau-Kitten bis hin zur humpelnden Katze “Humpeldumpel” mit einer Lähmung am Bein.

Was Gutjahr macht, dem widmet sie sich mit voller Leidenschaft. Als Betreiberin der “Websingles”-Plattform ist die Wiener Tierschützerin nicht nur auf das Vermitteln und Zusammenführen einsamer menschlicher Herzen spezialisiert – ihr ganzes Herzblut fließt in den Einsatz für Tiere in Not. Daran hat auch die neueste Gesetzesnovelle nichts geändert, die für Tierschützer in Österreich seit 1. Mai 2017 eine riesige Herausforderung darstellt: das neue Tierschutzgesetz.

>>Hier geht es zum Gesetzestext im Wortlaut

Novelle zum Tierschutzgesetz: Guter Grundgedanke, viele Schattenseiten

Was eigentlich aus dem unterstützenswerten Gedanken heraus entstand, dem überhand nehmenden illegalen Welpenhandel Einhalt zu gebieten, führte nämlich zu einer Gesetzesnovelle, die nun generell jegliche öffentliche Vermittlung und das Feilbieten von Tieren durch Privatpersonen verbietet. Und damit finden sich private Tierschutzorganisationen schlagartig in der Situation wieder, dass ihre oft jahrzehntelang erfolgreich und zum Großteil ehrenamtlich betriebene Tätigkeit plötzlich illegal ist.

“Als ich von dem neuen Gesetz gehört habe, war meine erste Reaktion: Oh Gott, Katastrophe! Wie soll das weitergehen, wenn die ganzen Privaten nicht mehr schalten dürfen. Und jetzt bekommen wir jeden Tag diverse Mails und Anrufe von verzweifelten Leuten, die nicht mehr inserieren dürfen und nicht wissen, wie sie Fundtiere oder gerettete Tiere vermitteln sollen. Wenn sie sich an die Tierheime wenden, heißt es dann: ‘Tut uns leid, kein Platz.’ Die haben auch nicht die Ressourcen, das abzufangen” erzählt Gutjahr stirnrunzelnd.

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“Tierschützer an ihrer Arbeit zu hindern – das ist eine Katastrophe”

Für eine erfolgreiche Vermittlung waren bislang eben nicht nur große Tierheime, sondern auch Vereine wie die Pfotenretter Anlaufstelle. Die Tierheime sind mit den vielen Tieren, die bis zum Inkrafttreten der Gesetzesnovelle von privaten Tierschützern versorgt wurden, überfordert – und wer diese weiterhin entlasten und sich um die Vierbeiner kümmern möchte, wird nun gesetzlich daran gehindert. “Dabei verpulvern die Vereine ihr eigenes Geld für ihre Arbeit und bereichern sich da nicht in irgendeiner Weise. Ich kenn das ja von mir selber, ich mach nichts anderes mehr als mich um die Tiere zu kümmern. Ich arbeite für Websingles von zuhause aus und hab ja kein Leben mehr. Wenn ich rausgehe, geh ich zum Tierarzt. Und diese Leute an dem zu hindern, was sie mit Herzblut und aus eigener Tasche machen, das ist eine Katastrophe.”

Die Reaktion der Vereine auf die neue Situation war, gemeinsame Sache zu machen. Hundert Vereine haben sich hier der Tierschützerin zufolge zusammengeschlossen und etwa Facebook-Gruppen gegründet, um gegen das neue Tierschutzgesetz, das sie derart in ihrer Arbeit hindert, tätig zu werden. Es werden Beschwerdemails an die zuständigen Politiker geschrieben, eine Online-Petition kann unterschrieben werden, kürzlich gab es eine Demonstration gegen die Gesetzesnovelle, die den Tierschutzvereinen die Tätigkeit erschwert.

Kittenflut: Ein leidiges Problem verschärft sich noch

Das neue Tierschutzgesetz fordert dieser Tage so manches Opfer, wie auch der Wiener Tierschutzverein (WTV) regelmäßig berichtet. Am Mittwoch landeten auf einen Schlag elf kleine Kätzchen und ein Muttertier beim WTV, die einfach auf einem Parkplatz ausgesetzt und dort bei glosender Sommerhitze stundenlang stehen gelassen wurden. Allein im Juli wurden 14 Katzen, darunter zehn Kitten, ausgesetzt und landeten ebenfalls beim WTV.

Ein Problem, das auch Gutjahr sehr bewusst ist – denn die warme Jahreszeit ist Jahr für Jahr Kittenflut-Zeit, nachdem beispielsweise zahlreiche Bauern ihre Katzen nicht wie gesetzlich vorgeschrieben kastrieren lassen. Aus dem Burgenland, Tirol und der Steiermark kommen derzeit unzählige kleine Kätzchen zu Tierschutzvereinen wie den Pfotenrettern. Gutjahrs Pfotenretter-Kollegen Richie und Sonja haben vor wenigen Tagen sieben Kitten aus dem Burgenland übernommen, die das dortige Tierheim nicht aufnehmen konnte.

Auch zum Thema Auslandstierschutz bezieht die Pfotenretterin nebenbei klar Stellung: “Dieser ganze Tierrassismus geht mir schrecklich auf die Nerven. Die Leute helfen halt dort, wo sie können und wo es grad total arme Tiere gibt.”

Zur Passivität verdammt: Inserieren nur eingeschränkt möglich

Was nun gesetzeswidrig ist, und die Pfotenretter besonders hart trifft, ist das Feilbieten von Tieren im Internet. Gutjahr hat über die Jahre eine ausgefeilte Strategie entwickelt, was das Gestalten von Inseraten betrifft. Sie erstellte bislang vorzugsweise umfassende Alben zu jedem zur Vermittlung stehenden Tier mit langen Beschreibungstexten in der Facebook-Gruppe der Pfotenretter. “Das ist für mich gleichzeitig ein Intelligenztest, da sieht man gleich, ob die Leute sinnerfassend lesen können und sich auch der Verantwortung für ein Tier bewusst sind.”

Aus Erfahrung weiß sie, dass die Tiere umso mehr Anfragen bekommen, je mehr man über sie erfährt und je mehr Bilder von ihnen eingestellt werden. Wobei die Vereine inzwischen durch die Gesetzesänderung gefordert sind, beim Inserieren ihrer Schützlinge anders vorzugehen, um nicht mit dem Gesetz in Konflikt zu kommen. “Man ist gewissermaßen zur Passivität verdammt, darf nur noch Bilder der Tiere inserieren, ohne zum Adoptieren aufzurufen und ist darauf angewiesen, dass die Leute sich aktiv bei einem melden”, so Gutjahr. “Wichtig ist, dass man nicht aktiv feilbieten darf, wenn man keine offizielle Berechtigung vom Magistrat dafür hat.”

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Nicht ohne offizielle Genehmigung: Der steinige Weg zurück in die Legalität

Ebendiese haben sich die Pfotenretter nun organisiert, um weiterhin ihrer Tätigkeit nachgehen zu können. Denn die Stadt Wien verschickte jüngst an private Wiener Tierschutzvereine Strafverfügungen in Höhe von 600 Euro, die diese entrichten müssten, falls sie weiterhin Tiere wie gewohnt über ihre eigene und andere Websites vermitteln würden. Die einzige Möglichkeit, mit seiner Vermittlungsarbeit fortzufahren, besteht darin, sich innerhalb der Übergangsfrist bis 1. Juli 2018 um die notwendige Genehmigung bei der Magistratsabteilung 60 – Veterinärdienste und Tierschutz (MA 60) zu bemühen.

Um diese Berechtigung zu erhalten, kommt es auch zu einer Begehung der Räumlichkeiten der Tierschützer, um zu sehen, ob alles Notwendige für ihre Tätigkeit gegeben ist. Zu den nunmehr notwendigen Auflagen gehören neben entsprechend großen, sauberen Wohnräumen unter anderem ein Quarantäneraum mit hygienisch abwaschbaren Wänden, ein Vertrag mit einem Vereinstierarzt, der neu eintreffende Tiere umgehend durchcheckt, man muss dokumentieren, welche Tiere übernommen und abgegeben werden, und vieles mehr. “Was interessant ist: Wenn man ein Tier an eine Pflegestelle gibt, gelten dort diese strengen Kriterien nicht, da gelten nur ‘normale’ Regeln, wie man ein Tier halbwegs gut zu halten hat,” so Gutjahr.

Um weiterhin ihre Tiere auf Willhaben zu inserieren, brauchten die Pfotenretter im nächsten Schritt eine schriftlich vorliegende Bestätigung für die Bewilligung, dass sie ihrer Tätigkeit nunmehr legal nachgehen dürften. Diese erhielten sie jedoch nicht ohne Weiteres. Zwei Wochen intensiven Urgierens bzw. Hinterherschreibens und Hinterhertelefonierens seitens der Pfotenretter beim Magistrat waren vonnöten, bis so etwas wie eine Genehmigung vorlag. “Jetzt dürfen wir offiziell wieder inserieren, Gottseidank”, berichtet die Tierschützerin merklich erleichtert. Doch diesen langen bürokratischen Weg zu gehen, bis man sich mit seiner Tätigkeit wieder auf dem Pfad der Legalität befindet, ist wohl nicht jedem kleinen Verein so einfach möglich – wodurch unzweifelhaft so mancher mit seiner Tätigkeit vor dem Aus stehen wird.

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Quo vadis, neues Tierschutzgesetz?

Und wie soll es nun weitergehen mit dem neuen Tierschutzgesetz, das Tierschutzvereinen solche Probleme bereitet? Gutjahr ist optimistisch: “Da ist einiges im Rollen, um das aufzuweichen, weil so wird es auf Dauer nicht funktionieren. Wir kriegen ja alle keine Unterstützung. Wenn wir jetzt alle anfangen, unsere Pflegetiere den Tierheimen vor die Tür zu stellen, damit die Stadt Wien dafür aufkommen darf – na dann viel Glück. Das kann sich alles nicht ausgehen. Die Grundidee des neuen Tierschutzgesetzes war eh nett, aber nicht durchdacht. Das funktioniert in der Praxis nicht.”

Das einzig Gute an der Sache sei, dass sich die Betroffenen nun solidarisieren und gemeinsam gegen die Gesetzesnovelle mobil machen würden. Gutjahr will mit ihren Pfotenrettern jedenfalls weitermachen wie bisher und auch andere Betroffene dazu ermutigen. Man merkt der Wiener Tierschützerin in jedem Wort die Hoffnung und positive Energie an, die sie in ihrer Arbeit für den Tierschutz nach wie vor antreibt – ganz egal, welche Hürden auf sie und andere Betroffene noch zukommen mögen.