Category Archives: Tierschutz neu

Online-Handel mit Tieren: Wien verschickte hohe Strafen an Vereine

Aus Tierschutzgründen ist der private Online-Handel mit Hund und Katz nicht erlaubt – was vor allem dem illegalen Welpenhandel einen Riegel vorschieben soll. Tierheime und Organisationen, die über eine Bewilligung verfügen, sind ausgenommen. Die Stadt Wien hat zuletzt jedoch auch Tierschutzvereinen Strafverfügungen geschickt.

Diese werden nun ausgesetzt. Der Verein Pfotenhilfe beklagte am Montag, dass seit kurzem bei Wiener Tierschutzvereinen Strafverfügungen über 600 Euro eintrudeln – für das Vermitteln von Tieren über ihre eigene und andere Websites. Dabei, so wird beklagt, würden für solche Einrichtungen Ausnahmen gelten.

Neues Tierschutzgesetz: Übergangsfrist bis 1. Juli 2018

“Warum die Stadt Wien trotzdem derart hohe Strafen von kleinen, meist ehrenamtlich agierenden Vereinen kassieren will, ist unverständlich”, hieß es in einer Aussendung. Denn sogar das zuständige Gesundheitsministerium habe zuletzt eine Übergangsfrist bis 1. Juli 2018 erlassen.

 Im Wiener Rathaus wird man sehr wohl auf diese reagieren, wie die zuständige Magistratsabteilung 58 der APA mitteilte. Die aktuellen Anzeigen hätten sich gegen Vereine gerichtet, die die Bedingungen des neuen Gesetzes nicht erfüllt hätten. Man habe “natürlich” im Einklang mit den neuen Richtlinien gehandelt. Nun werde man sich jedoch auch an die Übergangsfrist halten.

“Die bereits ausgestellten Strafverfügungen werden ruhend gestellt”, kündigte man an. Die betroffenen Vereine hätten die Möglichkeit, nun um eine Bewilligung anzusuchen.

(apa/red)

25 Jahre Blauer Kreis

Es wird viel für Tierschutz getan aber was ist mit den Exoten, Reptilien, Schlangen, Spinnen und Fröschen und einigen anderen? Das Team um Prof. Dr. Kurt Kolar Pflegestation für beschlagnahmte und ausgesetzte Reptilien kümmert sich mit großer Aufopferung darum.

Noch während Dr. Kurt Kolar die Mittelschule besuchte – 1949 – wurde Dr. Kurt Kolar auf die von Prof. Otto Koenig aufgebaute Biologische Station Wilhelminenberg aufmerksam.

Dr. Kurt Kolar nahm an einem Kurs für vergleichende Verhaltensforschung teil und war in der Folge bis 1954 ehrenamtlich im Institut tätig. Auf Anregung von Otto Koenig begann Dr. Kurt Kolar 1951 mit dem Studium von Zoologie und Psychologie an der Universität Wien.

Verhaltensgrundlagen bei Papageien war das Thema von Dr. Kurt Kolars Dissertation. Den Papageien bin ich treu geblieben, dieses Thema bearbeite Dr. Kurt Kolar als Buchautor bis zum heutigen Tag.

Weiters sind auch Bücher über Australien (nach einer mehrmonatigen Studienreise) und über die Problematik der Tierhaltung erschienen. Im Wilhelminenberger Institut war Dr. Kurt Kolar mit einer Unterbrechung bis 1970 tätig, die letzten zehn Jahre als Stellvertreter Otto Koenigs.

Diese Zeit war eine gute Schule, denn in der biologischen Station, aus der 1969 das Institut für vergleichende Verhaltensforschung der österreichischen Akademie der Wissenschaften hervorging, wurde vor allem auf Kameradschaft Wert gelegt. Dies hinderte allerdings nicht daran, dass die meisten Mitarbeiter das Institut nach Auseinandersetzungen mit dem Leiter verließen.

Dies war auch bei Dr. Kurt Kolar der Fall.

Dr. Kurt Kolar arbeitete nach meinem Abgang vorwiegend als zoologischer Schriftsteller. Dr. Kurt Kolar befasste sich aktiv mit Tierschutzfragen und übernahm 1984 die Leitung der Tierschutzaktion Blauer Kreis. Weiters wurde Dr. Kurt Kolar Vorsitzender der Zoologischen Gesellschaft Österreichs, Vizepräsident des Wiener Volksbildungswerkes und da selbst Vorsitzender der Fachgruppe Wissenschaften.

Als in den späten 80er-Jahren die Kritik an der Führung des Schönbrunner Tiergartens zunahm und sogar die Schließung dieses ältesten Zoos der Welt zur Diskussion stand, gründete Dr. Kurt Kolar im Rahmen der Tierschutzaktion eine Arbeitsgemeinschaft Zoo, für die Dr. Kurt Kolar mehrere anerkannte Fachleute gewinnen konnte. Somit konnten er entscheidend dazu beitragen, dass nach den nicht leicht zu knüpfenden Kontakten mit dem zuständigen Minister Dr. Wolfgang Schüssel durch ein im Nationalrat beschlossenes Gesetz der Schönbrunner Tiergarten Anfang 1992 in eine Ges.m.b.H. umgewandelt wurde. Dies war die Grundvoraussetzung für eine Verbesserung der Tierhaltung (Kleinaffenanlage, Großkatzenhaus, Elefantenhaus) und auch für eine bedeutende wirtschaftliche Sanierung.

Auf die Initiative von Dr. Kurt Kolar wurde der Verein der Freunde des Schönbrunner Tiergartens gegründet. Auf Einladung des neuen Geschäftsführers und Direktors, Dr. Helmut Pechlaner, übernahm ich die Positionen eines zoologischen Kurators und eines stellvertretenden Direktors. So war mir die Möglichkeit gegeben, zur Neu- und Weiterentwicklung des Tiergartens beizutragen.

Der Verein Haus des Meeres hat dankenswerter Weise im Jahre 1992 dem Blauen Kreis im 6. Stock des Flakturmes im Esterhazypark einen Raum kostenlos zur Verfügung gestellt. Für die Blauen-Kreis-Mitarbeiter, besonders den damaligen Präsidenten Kurt Kolar, gab es damit ausreichend Gelegenheit, die handwerklichen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Damals gab es noch keinen Aufzug im Haus des Meeres. Es mussten jeder Sack Zement, Fliesen, Ziegel, Eternitwannen, Steine und Äste mühsam in den 6. Stock geschleppt werden.

Die Station war seit Beginn ihres Bestehens fast immer voll mit Pfleglingen. Aus den ursprünglich 16 Terrarien waren nach 10 Jahren 31 geworden, heute sind es 42, dazu kommen noch über 100 Vogelspinnenbehälter!

Die Station wurde vom Vereinsvorstand beim zehnjährigen Jubiläum “Prof. Dr. Kurt Kolar Pflegestation” benannt. Ende 2006 wurde der Prof. Dr. Kurt Kolar Pflegestation für beschlagnahmte und ausgesetzte Reptilien von der MA 60 – Veterinäramt der Stadt Wien – die Genehmigung als Tierheim gemäß den Bestimmungen des neuen Tierschutzgesetzes erteilt.

Der Blaue Kreis unterhält diese Station ausschließlich von Ihren Mitgliedsbeiträgen und Spenden!

 

Die Pfleglinge, ursprünglich hauptsächlich aufgrund von Beschlagnahmungen der Zollbehörden stammend, bzw. Tiere, die ausgesetzt worden waren, stammen heute u. a. aus Beschlagnahmungen seitens der Tierschutzbehörde wegen schlechter Tierhaltung , bzw. von verschwundenen, verstorbenen oder inhaftierten Besitzern.

Die Tiere in der Auffangstation haben allesamt tragische Schicksale:

Eine Vogelspinne – ursprünglich aus Sri Lanka – saß neben einem Schwimmbassin im 21. Wiener Gemeindebezirk; ein Tokeh, d.h. ein großer Gecko, hielt im 20. Bezirk mit seinem Geschrei einen Mann vom Benutzen seiner Toilette ab. Die Besitzer konnten in beiden Fällen nicht eruiert werden. Im Laufe der Jahre bekam die Station Hornvipern und Kobras, die auf einem Parkplatz illegal verkauft werden sollten, Chamäleons, die in Socken geschmuggelt wurden, delogierte Leguane und Piranhas, und Evelyn Kolar, unsere engagierte Pflegerin, hat auch schon einen Skorpion in einem vollen Staubsaugersack gesucht.

 

Einmal wurden zugleich acht Schlangen, sechs Leopardgeckos, vier Skorpione und 468 (!) Vogelspinnen vom Zoll beschlagnahmt: Bei einer Reptilienbörse kam ein ungarischer Teilnehmer mit den österreichischen Behörden in Konflikt. Die Schlangen, Geckos und 268 Vogelspinnen übernahm die Pflegestation des Blauen Kreises im Haus des Meeres, der Schönbrunner Tiergarten die Skorpione und 200 Vogelspinnen. Viele Stunden Arbeit hat es gekostet, die einzeln untergebrachten Tiere zu bestimmen und zu versorgen

 

Derzeit leben bei uns 19 Leguane, 18 Schlangen, einige Agamen und andere kleine Reptilien, und noch immer über 100 Vogelspinnen! Sie sind mittlerweile zu beachtlichen Exemplaren herangewachsen und wollen ständig versorgt werden.

Unseren allerersten Hai, dessen Transport wir nach einem Todesfall mühselig organisiert haben, hat dankenswerter Weise das Haus des Meeres übernommen, ebenso im Lauf der Jahre zwei riesige Fransenschildkröten, Boas, Leguane, Fische, etc.

 

Es ist unendlich schwierig, für die Tiere geeignete Plätze in Tiergärten oder wissenschaftlichen Haltungen zu finden.

Vielen Dank an das Team des Blauen Kreises für die 24 Std. rundum Betreuung der Schützlinge.

(Red.)

25 Jahre Blauer Kreis

Es wird viel für Tierschutz getan aber was ist mit den Exoten, Reptilien, Schlangen, Spinnen und Fröschen und einigen anderen? Das Team um Prof. Dr. Kurt Kolar Pflegestation für beschlagnahmte und ausgesetzte Reptilien kümmert sich mit großer Aufopferung darum.

Noch während Dr. Kurt Kolar die Mittelschule besuchte – 1949 – wurde Dr. Kurt Kolar auf die von Prof. Otto Koenig aufgebaute Biologische Station Wilhelminenberg aufmerksam.

Dr. Kurt Kolar nahm an einem Kurs für vergleichende Verhaltensforschung teil und war in der Folge bis 1954 ehrenamtlich im Institut tätig. Auf Anregung von Otto Koenig begann Dr. Kurt Kolar 1951 mit dem Studium von Zoologie und Psychologie an der Universität Wien.

Verhaltensgrundlagen bei Papageien war das Thema von Dr. Kurt Kolars Dissertation. Den Papageien bin ich treu geblieben, dieses Thema bearbeite Dr. Kurt Kolar als Buchautor bis zum heutigen Tag.

Weiters sind auch Bücher über Australien (nach einer mehrmonatigen Studienreise) und über die Problematik der Tierhaltung erschienen. Im Wilhelminenberger Institut war Dr. Kurt Kolar mit einer Unterbrechung bis 1970 tätig, die letzten zehn Jahre als Stellvertreter Otto Koenigs.

Diese Zeit war eine gute Schule, denn in der biologischen Station, aus der 1969 das Institut für vergleichende Verhaltensforschung der österreichischen Akademie der Wissenschaften hervorging, wurde vor allem auf Kameradschaft Wert gelegt. Dies hinderte allerdings nicht daran, dass die meisten Mitarbeiter das Institut nach Auseinandersetzungen mit dem Leiter verließen.

Dies war auch bei Dr. Kurt Kolar der Fall.

Dr. Kurt Kolar arbeitete nach meinem Abgang vorwiegend als zoologischer Schriftsteller. Dr. Kurt Kolar befasste sich aktiv mit Tierschutzfragen und übernahm 1984 die Leitung der Tierschutzaktion Blauer Kreis. Weiters wurde Dr. Kurt Kolar Vorsitzender der Zoologischen Gesellschaft Österreichs, Vizepräsident des Wiener Volksbildungswerkes und da selbst Vorsitzender der Fachgruppe Wissenschaften.

Als in den späten 80er-Jahren die Kritik an der Führung des Schönbrunner Tiergartens zunahm und sogar die Schließung dieses ältesten Zoos der Welt zur Diskussion stand, gründete Dr. Kurt Kolar im Rahmen der Tierschutzaktion eine Arbeitsgemeinschaft Zoo, für die Dr. Kurt Kolar mehrere anerkannte Fachleute gewinnen konnte. Somit konnten er entscheidend dazu beitragen, dass nach den nicht leicht zu knüpfenden Kontakten mit dem zuständigen Minister Dr. Wolfgang Schüssel durch ein im Nationalrat beschlossenes Gesetz der Schönbrunner Tiergarten Anfang 1992 in eine Ges.m.b.H. umgewandelt wurde. Dies war die Grundvoraussetzung für eine Verbesserung der Tierhaltung (Kleinaffenanlage, Großkatzenhaus, Elefantenhaus) und auch für eine bedeutende wirtschaftliche Sanierung.

Auf die Initiative von Dr. Kurt Kolar wurde der Verein der Freunde des Schönbrunner Tiergartens gegründet. Auf Einladung des neuen Geschäftsführers und Direktors, Dr. Helmut Pechlaner, übernahm ich die Positionen eines zoologischen Kurators und eines stellvertretenden Direktors. So war mir die Möglichkeit gegeben, zur Neu- und Weiterentwicklung des Tiergartens beizutragen.

Der Verein Haus des Meeres hat dankenswerter Weise im Jahre 1992 dem Blauen Kreis im 6. Stock des Flakturmes im Esterhazypark einen Raum kostenlos zur Verfügung gestellt. Für die Blauen-Kreis-Mitarbeiter, besonders den damaligen Präsidenten Kurt Kolar, gab es damit ausreichend Gelegenheit, die handwerklichen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Damals gab es noch keinen Aufzug im Haus des Meeres. Es mussten jeder Sack Zement, Fliesen, Ziegel, Eternitwannen, Steine und Äste mühsam in den 6. Stock geschleppt werden.

Die Station war seit Beginn ihres Bestehens fast immer voll mit Pfleglingen. Aus den ursprünglich 16 Terrarien waren nach 10 Jahren 31 geworden, heute sind es 42, dazu kommen noch über 100 Vogelspinnenbehälter!

Die Station wurde vom Vereinsvorstand beim zehnjährigen Jubiläum “Prof. Dr. Kurt Kolar Pflegestation” benannt. Ende 2006 wurde der Prof. Dr. Kurt Kolar Pflegestation für beschlagnahmte und ausgesetzte Reptilien von der MA 60 – Veterinäramt der Stadt Wien – die Genehmigung als Tierheim gemäß den Bestimmungen des neuen Tierschutzgesetzes erteilt.

Der Blaue Kreis unterhält diese Station ausschließlich von Ihren Mitgliedsbeiträgen und Spenden!

 

Die Pfleglinge, ursprünglich hauptsächlich aufgrund von Beschlagnahmungen der Zollbehörden stammend, bzw. Tiere, die ausgesetzt worden waren, stammen heute u. a. aus Beschlagnahmungen seitens der Tierschutzbehörde wegen schlechter Tierhaltung , bzw. von verschwundenen, verstorbenen oder inhaftierten Besitzern.

Die Tiere in der Auffangstation haben allesamt tragische Schicksale:

Eine Vogelspinne – ursprünglich aus Sri Lanka – saß neben einem Schwimmbassin im 21. Wiener Gemeindebezirk; ein Tokeh, d.h. ein großer Gecko, hielt im 20. Bezirk mit seinem Geschrei einen Mann vom Benutzen seiner Toilette ab. Die Besitzer konnten in beiden Fällen nicht eruiert werden. Im Laufe der Jahre bekam die Station Hornvipern und Kobras, die auf einem Parkplatz illegal verkauft werden sollten, Chamäleons, die in Socken geschmuggelt wurden, delogierte Leguane und Piranhas, und Evelyn Kolar, unsere engagierte Pflegerin, hat auch schon einen Skorpion in einem vollen Staubsaugersack gesucht.

 

Einmal wurden zugleich acht Schlangen, sechs Leopardgeckos, vier Skorpione und 468 (!) Vogelspinnen vom Zoll beschlagnahmt: Bei einer Reptilienbörse kam ein ungarischer Teilnehmer mit den österreichischen Behörden in Konflikt. Die Schlangen, Geckos und 268 Vogelspinnen übernahm die Pflegestation des Blauen Kreises im Haus des Meeres, der Schönbrunner Tiergarten die Skorpione und 200 Vogelspinnen. Viele Stunden Arbeit hat es gekostet, die einzeln untergebrachten Tiere zu bestimmen und zu versorgen

 

Derzeit leben bei uns 19 Leguane, 18 Schlangen, einige Agamen und andere kleine Reptilien, und noch immer über 100 Vogelspinnen! Sie sind mittlerweile zu beachtlichen Exemplaren herangewachsen und wollen ständig versorgt werden.

Unseren allerersten Hai, dessen Transport wir nach einem Todesfall mühselig organisiert haben, hat dankenswerter Weise das Haus des Meeres übernommen, ebenso im Lauf der Jahre zwei riesige Fransenschildkröten, Boas, Leguane, Fische, etc.

 

Es ist unendlich schwierig, für die Tiere geeignete Plätze in Tiergärten oder wissenschaftlichen Haltungen zu finden.

Vielen Dank an das Team des Blauen Kreises für die 24 Std. rundum Betreuung der Schützlinge.

(Red.)

Umstrittenes Tierschutzgesetz: Wiener “Pfotenretterin” über die “Katastrophe”

Claudia Gutjahr aus Wien ist in Tierschützer-Kreisen keine Unbekannte: Die junge Frau ist eine der Gründerinnen der “Pfotenretter”, eines privaten Wiener Tierschutzvereins. VIENNA.at hat die Tierschützerin zum Gespräch über die problematische Gesetzesnovelle, neue Arten des Inserierens, mögliche Gegenstrategien und den steinigen Weg der Betroffenen zurück in die Legalität getroffen.

Seit zehn Jahren ist Claudia Gutjahr im Tierschutz tätig und als Pflegestelle für Katzen im Einsatz. Die Wienerin ist eines von drei Gründungsmitgliedern der “Pfotenretter”, die bislang auf Facebook sehr aktiv waren und regelmäßig Katzen und Hunde vorstellten, die aus verschiedensten Gründen bei dem Verein landeten und ein neues “Für-immer-Zuhause” suchten. Auch auf der Online-Plattform Willhaben.at hat der Verein zahlreiche Tiere zur Vermittlung inseriert. Das neue Tierschutzgesetz stellt Vereine wie die Pfotenretter jedoch vor so manche Hürde.

Claudia Gutjahr: Mit Herzblut für Tiere in Not aktiv

In ihrem geräumigen Haus in Liesing hat Gutjahr rund 200 Quadratmeter zur Verfügung, die zur Gänze ihren Schützlingen offen stehen. Zu vier bis fünf eigenen Katzen kommen bei Gutjahr derzeit sieben zur Vermittlung stehende Tiere – vom allerliebsten kleinen Russisch Blau-Kitten bis hin zur humpelnden Katze “Humpeldumpel” mit einer Lähmung am Bein.

Was Gutjahr macht, dem widmet sie sich mit voller Leidenschaft. Als Betreiberin der “Websingles”-Plattform ist die Wiener Tierschützerin nicht nur auf das Vermitteln und Zusammenführen einsamer menschlicher Herzen spezialisiert – ihr ganzes Herzblut fließt in den Einsatz für Tiere in Not. Daran hat auch die neueste Gesetzesnovelle nichts geändert, die für Tierschützer in Österreich seit 1. Mai 2017 eine riesige Herausforderung darstellt: das neue Tierschutzgesetz.

>>Hier geht es zum Gesetzestext im Wortlaut

Novelle zum Tierschutzgesetz: Guter Grundgedanke, viele Schattenseiten

Was eigentlich aus dem unterstützenswerten Gedanken heraus entstand, dem überhand nehmenden illegalen Welpenhandel Einhalt zu gebieten, führte nämlich zu einer Gesetzesnovelle, die nun generell jegliche öffentliche Vermittlung und das Feilbieten von Tieren durch Privatpersonen verbietet. Und damit finden sich private Tierschutzorganisationen schlagartig in der Situation wieder, dass ihre oft jahrzehntelang erfolgreich und zum Großteil ehrenamtlich betriebene Tätigkeit plötzlich illegal ist.

“Als ich von dem neuen Gesetz gehört habe, war meine erste Reaktion: Oh Gott, Katastrophe! Wie soll das weitergehen, wenn die ganzen Privaten nicht mehr schalten dürfen. Und jetzt bekommen wir jeden Tag diverse Mails und Anrufe von verzweifelten Leuten, die nicht mehr inserieren dürfen und nicht wissen, wie sie Fundtiere oder gerettete Tiere vermitteln sollen. Wenn sie sich an die Tierheime wenden, heißt es dann: ‘Tut uns leid, kein Platz.’ Die haben auch nicht die Ressourcen, das abzufangen” erzählt Gutjahr stirnrunzelnd.

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“Tierschützer an ihrer Arbeit zu hindern – das ist eine Katastrophe”

Für eine erfolgreiche Vermittlung waren bislang eben nicht nur große Tierheime, sondern auch Vereine wie die Pfotenretter Anlaufstelle. Die Tierheime sind mit den vielen Tieren, die bis zum Inkrafttreten der Gesetzesnovelle von privaten Tierschützern versorgt wurden, überfordert – und wer diese weiterhin entlasten und sich um die Vierbeiner kümmern möchte, wird nun gesetzlich daran gehindert. “Dabei verpulvern die Vereine ihr eigenes Geld für ihre Arbeit und bereichern sich da nicht in irgendeiner Weise. Ich kenn das ja von mir selber, ich mach nichts anderes mehr als mich um die Tiere zu kümmern. Ich arbeite für Websingles von zuhause aus und hab ja kein Leben mehr. Wenn ich rausgehe, geh ich zum Tierarzt. Und diese Leute an dem zu hindern, was sie mit Herzblut und aus eigener Tasche machen, das ist eine Katastrophe.”

Die Reaktion der Vereine auf die neue Situation war, gemeinsame Sache zu machen. Hundert Vereine haben sich hier der Tierschützerin zufolge zusammengeschlossen und etwa Facebook-Gruppen gegründet, um gegen das neue Tierschutzgesetz, das sie derart in ihrer Arbeit hindert, tätig zu werden. Es werden Beschwerdemails an die zuständigen Politiker geschrieben, eine Online-Petition kann unterschrieben werden, kürzlich gab es eine Demonstration gegen die Gesetzesnovelle, die den Tierschutzvereinen die Tätigkeit erschwert.

Kittenflut: Ein leidiges Problem verschärft sich noch

Das neue Tierschutzgesetz fordert dieser Tage so manches Opfer, wie auch der Wiener Tierschutzverein (WTV) regelmäßig berichtet. Am Mittwoch landeten auf einen Schlag elf kleine Kätzchen und ein Muttertier beim WTV, die einfach auf einem Parkplatz ausgesetzt und dort bei glosender Sommerhitze stundenlang stehen gelassen wurden. Allein im Juli wurden 14 Katzen, darunter zehn Kitten, ausgesetzt und landeten ebenfalls beim WTV.

Ein Problem, das auch Gutjahr sehr bewusst ist – denn die warme Jahreszeit ist Jahr für Jahr Kittenflut-Zeit, nachdem beispielsweise zahlreiche Bauern ihre Katzen nicht wie gesetzlich vorgeschrieben kastrieren lassen. Aus dem Burgenland, Tirol und der Steiermark kommen derzeit unzählige kleine Kätzchen zu Tierschutzvereinen wie den Pfotenrettern. Gutjahrs Pfotenretter-Kollegen Richie und Sonja haben vor wenigen Tagen sieben Kitten aus dem Burgenland übernommen, die das dortige Tierheim nicht aufnehmen konnte.

Auch zum Thema Auslandstierschutz bezieht die Pfotenretterin nebenbei klar Stellung: “Dieser ganze Tierrassismus geht mir schrecklich auf die Nerven. Die Leute helfen halt dort, wo sie können und wo es grad total arme Tiere gibt.”

Zur Passivität verdammt: Inserieren nur eingeschränkt möglich

Was nun gesetzeswidrig ist, und die Pfotenretter besonders hart trifft, ist das Feilbieten von Tieren im Internet. Gutjahr hat über die Jahre eine ausgefeilte Strategie entwickelt, was das Gestalten von Inseraten betrifft. Sie erstellte bislang vorzugsweise umfassende Alben zu jedem zur Vermittlung stehenden Tier mit langen Beschreibungstexten in der Facebook-Gruppe der Pfotenretter. “Das ist für mich gleichzeitig ein Intelligenztest, da sieht man gleich, ob die Leute sinnerfassend lesen können und sich auch der Verantwortung für ein Tier bewusst sind.”

Aus Erfahrung weiß sie, dass die Tiere umso mehr Anfragen bekommen, je mehr man über sie erfährt und je mehr Bilder von ihnen eingestellt werden. Wobei die Vereine inzwischen durch die Gesetzesänderung gefordert sind, beim Inserieren ihrer Schützlinge anders vorzugehen, um nicht mit dem Gesetz in Konflikt zu kommen. “Man ist gewissermaßen zur Passivität verdammt, darf nur noch Bilder der Tiere inserieren, ohne zum Adoptieren aufzurufen und ist darauf angewiesen, dass die Leute sich aktiv bei einem melden”, so Gutjahr. “Wichtig ist, dass man nicht aktiv feilbieten darf, wenn man keine offizielle Berechtigung vom Magistrat dafür hat.”

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Nicht ohne offizielle Genehmigung: Der steinige Weg zurück in die Legalität

Ebendiese haben sich die Pfotenretter nun organisiert, um weiterhin ihrer Tätigkeit nachgehen zu können. Denn die Stadt Wien verschickte jüngst an private Wiener Tierschutzvereine Strafverfügungen in Höhe von 600 Euro, die diese entrichten müssten, falls sie weiterhin Tiere wie gewohnt über ihre eigene und andere Websites vermitteln würden. Die einzige Möglichkeit, mit seiner Vermittlungsarbeit fortzufahren, besteht darin, sich innerhalb der Übergangsfrist bis 1. Juli 2018 um die notwendige Genehmigung bei der Magistratsabteilung 60 – Veterinärdienste und Tierschutz (MA 60) zu bemühen.

Um diese Berechtigung zu erhalten, kommt es auch zu einer Begehung der Räumlichkeiten der Tierschützer, um zu sehen, ob alles Notwendige für ihre Tätigkeit gegeben ist. Zu den nunmehr notwendigen Auflagen gehören neben entsprechend großen, sauberen Wohnräumen unter anderem ein Quarantäneraum mit hygienisch abwaschbaren Wänden, ein Vertrag mit einem Vereinstierarzt, der neu eintreffende Tiere umgehend durchcheckt, man muss dokumentieren, welche Tiere übernommen und abgegeben werden, und vieles mehr. “Was interessant ist: Wenn man ein Tier an eine Pflegestelle gibt, gelten dort diese strengen Kriterien nicht, da gelten nur ‘normale’ Regeln, wie man ein Tier halbwegs gut zu halten hat,” so Gutjahr.

Um weiterhin ihre Tiere auf Willhaben zu inserieren, brauchten die Pfotenretter im nächsten Schritt eine schriftlich vorliegende Bestätigung für die Bewilligung, dass sie ihrer Tätigkeit nunmehr legal nachgehen dürften. Diese erhielten sie jedoch nicht ohne Weiteres. Zwei Wochen intensiven Urgierens bzw. Hinterherschreibens und Hinterhertelefonierens seitens der Pfotenretter beim Magistrat waren vonnöten, bis so etwas wie eine Genehmigung vorlag. “Jetzt dürfen wir offiziell wieder inserieren, Gottseidank”, berichtet die Tierschützerin merklich erleichtert. Doch diesen langen bürokratischen Weg zu gehen, bis man sich mit seiner Tätigkeit wieder auf dem Pfad der Legalität befindet, ist wohl nicht jedem kleinen Verein so einfach möglich – wodurch unzweifelhaft so mancher mit seiner Tätigkeit vor dem Aus stehen wird.

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Quo vadis, neues Tierschutzgesetz?

Und wie soll es nun weitergehen mit dem neuen Tierschutzgesetz, das Tierschutzvereinen solche Probleme bereitet? Gutjahr ist optimistisch: “Da ist einiges im Rollen, um das aufzuweichen, weil so wird es auf Dauer nicht funktionieren. Wir kriegen ja alle keine Unterstützung. Wenn wir jetzt alle anfangen, unsere Pflegetiere den Tierheimen vor die Tür zu stellen, damit die Stadt Wien dafür aufkommen darf – na dann viel Glück. Das kann sich alles nicht ausgehen. Die Grundidee des neuen Tierschutzgesetzes war eh nett, aber nicht durchdacht. Das funktioniert in der Praxis nicht.”

Das einzig Gute an der Sache sei, dass sich die Betroffenen nun solidarisieren und gemeinsam gegen die Gesetzesnovelle mobil machen würden. Gutjahr will mit ihren Pfotenrettern jedenfalls weitermachen wie bisher und auch andere Betroffene dazu ermutigen. Man merkt der Wiener Tierschützerin in jedem Wort die Hoffnung und positive Energie an, die sie in ihrer Arbeit für den Tierschutz nach wie vor antreibt – ganz egal, welche Hürden auf sie und andere Betroffene noch zukommen mögen.

Neues Tierschutzgesetz: Novelle für WTV-Präsidentin “Pfusch”

Die Präsidentin des Wiener Tierschutzvereins (WTV), Madeleine Petrovic, übt scharfe Kritik am neuen Tierschutzgesetz.

Unter anderem, um dem illegalen Hundeschmuggel das Handwerk zu legen, sieht das neue Tierschutzgesetz Beschränkungen für das Inserieren beziehungsweise Vermitteln von Tieren über das Internet vor. Doch Madeleine Petrovic, Präsidentin des Wiener Tierschutzvereins (WTV), ortet bei der Novelle einen “Pfusch”, der die Arbeit kleiner Tierschutzvereine ohne Heime unmöglich machen würde.

Vereinfacht ausgedrückt bedeutet die Gesetzesänderung laut WTV: Vereine, die kein Tierheim in Österreich betreiben, dürfen ihre Schützlinge nicht mehr im Internet anbieten. Die Tierschutzorganisationen benötigen eine Betriebsstätte und ausreichend qualifiziertes Personal, um weiterhin inserieren zu dürfen.

Madeleine Petrovic: “Pfusch und Lobbying”

Dieser “unfassbare gesetzliche Pallawatsch” beträfe Hunderte private Tierschutzvereine und Pflegestellen in Österreich, die nun um ihre Existenz bangen müssten. Der Wiener Tierschutzverein (WTV) habe bereits vor längerer Zeit beim Ministerium mit der Bitte um sofortige Änderung interveniert. “Die Antworten fielen leider unbefriedigend aus und waren derart unterschiedlich, dass es kein Wunder ist, dass die kleinen Vereine hier nicht mehr durchblicken”, sagte Petrovic.

Dabei sei das Parlament selbst davon ausgegangen, dass anerkannte, kleine Tierschutzvereine von dem Verbot des Online-Handels ausgenommen sind und weiter inserieren dürfen. “Aber durch Pfusch und Lobbying für die Landwirtschaft sowie durch die vielen Ausnahmen in der Novelle, die in letzter Sekunde noch hineingezwängt wurden, sind schlicht legistische Fehler passiert”, meint die Ex-Politikerin.

WTV-Präsidentin übt scharfe Kritik

So würde jener Paragraf, welcher die Tätigkeit der Tierschutzvereine ohne Tierheim regelt, nicht auf jenen verweisen, der die Zulässigkeit des Online-Handels ermöglicht. Als Folge werde das Kleinanzeigenportal willhaben.at, für viele Vereine das wichtigste Tool zur Tiervermittlung, keine privaten Tierinserate mehr zulassen.

Die besorgten Vereine, die sich hilfesuchend an das Gesundheitsministerium wenden, würden dort die Antwort erhalten, sie sollen sich doch bezüglich ihrer geretteten Schützlinge am besten an Tierheime wenden und diese dort unterbringen. Für Petrovic ein Akt der völligen Unvernunft, stoßen doch die meisten Tierheime bereits selbst an ihre Kapazitätsgrenzen.

Zweiter Wolfsnachwuchs in Allentsteig: Sechs Jungwölfe gesichtet

Bei den Wölfen am Truppenübungsplatz Allentsteig hat es zum zweiten Mal Nachwuchs gegeben. Zu den bereits ansässigen zwei erwachsenen Tieren und drei noch verbliebenen Jungwölfen aus dem Vorjahr stoßen nun sechs weitere Jungwölfe hinzu, berichtete der WWF am Dienstag unter Verweis auf das Bundesheer.

Das Rudel umfasse somit elf Tiere. “Das ist nicht nur für den heimischen Artenschutz ein großer Gewinn, auch die Populationen der Nachbarländer werden langfristig davon profitieren. Denn Österreich spielt eine wichtige Rolle als Schnittstelle der europäischen Wolfspopulationen”, betonte WWF-Artenschutzexperte Christian Pichler. Der Wolf sei im Begriff, sich nach über 100 Jahren Abwesenheit hierzulande wieder dauerhaft anzusiedeln.

Sechs Jungwölfe am Truppenübungsplatz Allentsteig

“Der Mensch muss wieder lernen, sich den Platz mit dem Wolf zu teilen. Trotzdem muss man die Sorgen der betroffenen Interessensgruppen wie Jäger, Forstleute und Bauern ernst nehmen und gemeinsam Lösungen für ein konfliktfreies Zusammenleben erarbeiten”, so Pichler. “Die Wölfe fühlen sich bei uns sichtlich wohl”, stellte Ministerialrat Ottokar Jindrich, Leiter des Referats für Umweltschutz, Ökologie und Nachhaltigkeit beim Bundesheer, fest.

(APA/Red)

Zweiter Wolfsnachwuchs in Allentsteig: Sechs Jungwölfe gesichtet

Bei den Wölfen am Truppenübungsplatz Allentsteig hat es zum zweiten Mal Nachwuchs gegeben. Zu den bereits ansässigen zwei erwachsenen Tieren und drei noch verbliebenen Jungwölfen aus dem Vorjahr stoßen nun sechs weitere Jungwölfe hinzu, berichtete der WWF am Dienstag unter Verweis auf das Bundesheer.

Das Rudel umfasse somit elf Tiere. “Das ist nicht nur für den heimischen Artenschutz ein großer Gewinn, auch die Populationen der Nachbarländer werden langfristig davon profitieren. Denn Österreich spielt eine wichtige Rolle als Schnittstelle der europäischen Wolfspopulationen”, betonte WWF-Artenschutzexperte Christian Pichler. Der Wolf sei im Begriff, sich nach über 100 Jahren Abwesenheit hierzulande wieder dauerhaft anzusiedeln.

Sechs Jungwölfe am Truppenübungsplatz Allentsteig

“Der Mensch muss wieder lernen, sich den Platz mit dem Wolf zu teilen. Trotzdem muss man die Sorgen der betroffenen Interessensgruppen wie Jäger, Forstleute und Bauern ernst nehmen und gemeinsam Lösungen für ein konfliktfreies Zusammenleben erarbeiten”, so Pichler. “Die Wölfe fühlen sich bei uns sichtlich wohl”, stellte Ministerialrat Ottokar Jindrich, Leiter des Referats für Umweltschutz, Ökologie und Nachhaltigkeit beim Bundesheer, fest.

(APA/Red)

Feriencamp Tiergarten Schönbrunn

“Technik & Tiere” – Erlebniscamp

Der Tiergarten Schönbrunn gestaltet in den Sommerferien gemeinsam mit dem Technischen Museum spannende Thementage für Kinder von sieben bis zehn Jahren. Eine Woche voller aufregender Erlebnisse und Entdeckungen warten: Die Kinder werfen einen Blick hinter die Kulissen der beiden Institutionen und erleben Dinge, die für andere verborgen bleiben. Sie erforschen gefährdete Tierarten, machen sich über Umweltschutz schlau, erleben großartige Technik und Erfindungen, lernen interessante Haustiere kennen und vieles mehr. Auch die spannenden Berufe im Museum und im Tiergarten stehen auf dem Programm.

Organisatorische Details:

Montag bis Freitag, Start von 08:00 – 09:00 Uhr, Abholen von 16:00 – 17:00 Uhr

  • Tägliche Verpflegung: Mittagessen und zwei Jausen
  • Gruppengröße: 20 Kinder mit drei erfahrenen, pädagogisch geschulten Betreuungspersonen
  • Nur für Kinder im Alter von sieben bis zehn Jahren – jüngere und ältere Kinder sowie erwachsene Begleitpersonen können leider nicht teilnehmen.

Termine 2017:

10. – 14. Juli (ausgebucht)
17. – 21.Juli
24. – 28. Juli
31. Juli – 04. August (ausgebucht)
21. – 25. August (ausgebucht)
28. August – 01.September (ausgebucht)

Die Anmeldung ist ab sofort hier möglich.

Kosten:

Pro Kind und Woche € 300,-.
Für teilnehmende Geschwister € 270,- pro Kind.

Sommerferien 2017: Vielseitiges Kinder-Programm im Haus des Meeres in Wien

Wer den Sommer in Wien verbringt, braucht dennoch nicht auf spannende Erlebnisse und Meeres-Feeling zu verzichten – das Haus des Meeres lädt zu einem vielseitigen Programm rund um exotische Tiere, die man in den nächsten Wochen sogar selber füttern darf.

Geschichten über Haie, die an Stränden gesichtet werden, verängstigen zur Zeit gerade Urlauber. Wer diese faszinierenden – und gar nicht so gefährlichen – Fische aber hundertprozentig sicher erleben will, der ist im Haus des Meeres bestens aufgehoben. Bei kommentierten Fütterungen und beim Haitauchen geben die Mitarbeiter auch gern Auskunft über die Gefährlichkeit dieser Tiere.

Tiere füttern in den Sommerferien im Haus des Meeres

Urlaubs-Feeling gefällig? Kein Problem, das Haus des Meeres bietet Eltern und Kindern nicht nur Meereslebewesen, sondern auch andere exotische Tiere. Manche davon darf man in den Ferien sogar selber füttern bzw. angreifen.

Während der gesamten Ferien ab 3. Juli 2017 dürfen Kinder nämlich auch selbst aktiv werden und die Äffchen und die Streichelfische, die bunten Kois, aus der Hand füttern – natürlich alles unter Anleitung. “Seit Wochen schon haben wir Anfragen, ob wir das denn wie auch letztes Jahr wieder machen werden. Aber sehr gern – wir ersparen uns ja eigentlich in dieser Zeit einen Tierpfleger ;-)”, so das Haus des Meeres in einer Aussendung.

Sommerferien-Kinder-Programm im Haus des Meeres
3. Juli bis 3. September 2017

Hai-Fütterungen:
Montag um 10:30
Mittwoch um 15:00
Freitag um 15:30

Haitauchen:
Donnerstag um 18:00

Äffchen-Fütterung:
Montag bis Freitag um 9:30

Koi-Fütterung
Montag bis Freitag um 13:00

Auf der Website zum Haus des Meeres sind alle Events und Veranstaltungen der nächsten Wochen mit Tag und Uhrzeit genau aufgeführt.

13 Katzenbabys, sieben Welpen: Wiener Polizei stoppt illegalen Tiertransport

Letzten Sonntag gegen 09.30 Uhr wurden Polizisten in Wien-Neubau auf ein verdächtiges Fahrzeug aufmerksam. Beim Vorbeifahren bemerkten sie mehrere Käfige in einem überhitzten Pkw – deren Inhalt zunächst unbekannt war.

Wiener Polizisten haben am Sonntagvormittag insgesamt 22 Hunde und Katzen aus einem illegalen Tiertransport befreit. Sieben Welpen und 13 Babykätzchen sowie jeweils ein Muttertier waren in ungesicherten Käfigen und Transportboxen ohne Wasser oder Futter eingesperrt.

Katzen und Hunde in schlechtem Zustand

Den Beamten von der Inspektion Stiftgasse kam der Pkw verdächtig vor: Im Vorbeifahren hatten sie die zahlreichen Käfige bemerkt. Daraufhin wurde der Wagen gestoppt und kontrolliert.

 “Die Tiere waren aufgrund der beengten Verhältnisse und der Hitze im Fahrzeug bereits in einem schlechten Zustand”, sagte Polizeisprecherin Irina Steirer. Der 61-jährige Lenker gab an, dass er die Tiere aus Bulgarien mitgebracht habe. Er behauptete, Zielorte seien mehrere Tierheime in Österreich und Deutschland. Jetzt kümmern sich jedenfalls die Mitarbeiter des Wiener Tierquartiers um sie.

Illegaler Tiertransport: Vierbeiner kamen ins Tierquartier

“Der Mann konnte lediglich einen blauen EU-Petpass vorweisen und hatte weder Dokumente eines Veterinäramtsarztes noch Dokumente für eine legale Einfuhr der Tiere bei sich”, so die Sprecherin. Er wurde nach dem Tierschutz- und dem Kraftfahrgesetz angezeigt.

Die Polizisten versorgten die Vierbeiner an Ort und Stelle mit dringend benötigtem Wasser. Der 61-Jährige dürfte am Samstag in Bulgarien losgefahren sein, eine Nacht verbrachte er in der ungarischen Hauptstadt Budapest. “Aufgrund des Zustandes der Tiere und der Verschmutzung im Wagen gehen wir davon aus, dass sich die Hunde und Katzen wahrscheinlich die ganze Zeit in den Käfigen befunden haben”, sagte Steirer.

(apa/red)