Im Kampf für die Ziesel – weil Aussterben für immer ist!

Im Kampf für die Ziesel – weil Aussterben für immer ist!

 

In der dieswöchigen Ausgabe der ‚Niederösterreichischen Nachrichten‘ erschien abermals ein Artikel über unsere Arbeit für die Ziesel in Niederösterreich. Die kleinen Nagetiere, an vorderster Stelle in der berüchtigten ‚Roten Liste‘ der aussterbenden Tierarten zu finden, verschwinden mehr und mehr von der Landkarte des Lebens; im Bereich um Krems jedoch, der weithin bekannten Weinstadt an der Donau, gibt es aufgrund der geographischen Lage und der gegebenen landwirtschaftlichen Strukturen (hier sind es die Weingärten, welche ideale Lebensbedingungen für die Tiere bereithalten) größere Populationen, welche wir mit aller uns zur Verfügung stehender Kraft zu schützen versuchen – alleine, ein großes Problem hierbei stellen sowohl der Verkehr als auch die immer mehr werdenden Berichte von illegalen Tötungen durch Betreiber der lokalen Landwirtschaft, vor allem aus dem Weinbau, dar.

 

Foto: wie immer an jener Stelle möchten wir Sie von ganzem Herzen bitten, bitte schreiben Sie der Redaktion ein paar Worte – gerade in diesem Falle wäre es umso wichtiger, denn selbstredend werden in der Weinregion Krems und Umgebung mehr Stimmen laut werden, welche Partei gegen die Ziesel ergreifen! Ebenfalls sehr bemerkenswert: die Obfrau der Bezirksbauernkammer spricht mahnende Worte: ‚Offensichtlich weiß Herr Putzgruber nicht, was die Ziesel in der Landwirtschaft anrichten.‘ Das wären Schäden im Ausmaß von 50 – 60 % an Ernteausfällen, hören wir. Was Sie aber zu vergessen scheint, wir sprechen von Weingärten, wie sie den Bezirk dominieren – und welcher Weingarten jemals mit einer solchen Bilanz konfrontiert war, das sollte sie verraten; und am Besten dann auch gleich jene Landwirte in anderen Bereichen offenlegen, wo diese horrenden Schäden aufgetreten sein wollen! redaktion.krems@noen.at

Selbstredend, man darf nicht alle jene in einen Topf werfen – tatsächlich gibt es auch Weinbauern, welche eine besondere Plakette auf ihren Erzeugnissen führen dürfen – ‚Zieselfreundliche Weingärten‘, lesen wir da. Die Frage, die sich hier stellt: wenn die Ziesel doch überall sonst so unfassbare Schäden anrichten, warum passiert dann dort nichts Nennenswertes mit der Ernte? Ja, warum ‚laden‘ diese Weinbauern die Nager geradewegs ein, passen sogar die Gegebenheiten für die Tiere an, indem sie etwa das Gras zwischen den Rebstöcken kurzhalten? Wie können solche Landwirte ‚überleben‘, sogar Achtung und Respekt den Mitgeschöpfen entgegenbringen, wo sich doch ihre Konkurrenten alleine von der Anwesenheit der Nagetiere in den Ruin getrieben fühlen? 

Nicht zuletzt deshalb sind Berichte wie jener nun erschienene immens wichtig; sie sollen, müssen, dazu beitragen, uralten Überlieferungen vom ‚Schädling‘ Ziesel endlich, endlich zu entstauben und die völlig irrealen Befürchtungen der Landwirte dorthin zu führen, wo sie hingehören: ins Reich der Legenden!

Denn tatsächlich ist der angebliche Schaden, den die kleinen Tiere anrichten sollen, wesentlich geringer als angenommen – meist hört man bei Klagen bloß Geschichten von irgendwelchen Menschen, Bekannten oder Bekannten von Bekannten, welche über Ernteverluste klagen, deren Keller eingestürzt wären (auf Grund der Tunnelbautätigkeiten der Ziesel‘, oder, um der ganzen unwürdigen Szenerie noch die Krone aufzusetzen, wo die Nager angeblich an den Reben hochgeklettert wären und durch ihren Urin die Trauben zum Verfaulen gebracht hätten – Beweise für solche Anschuldigen, die werden aber dann sonderbarerweise nicht geliefert – wie denn auch, gehören derartige Mythen doch bloß in! Aber dies tut der Hatz einen Abbruch, denn viel zu oft – wir alle wissen es nur zu gut – sind im Gehirn festgesetzte Gedankengänge, noch dazu wenn sie Generationen überdauert haben, nur ganz schwer wieder zu entfernen!

 

Deshalb entschlossen wir uns dieser Tage erneut zu Kundgebungen entlang der ‚Zieselrouten‘. Ziel dabei ist es, eine möglichst breitflächige Diskussion in Gang zu setzen. Wir MÜSSEN den Menschen begreifbar machen, AUSSTERBEN IST FÜR IMMER… jetzt, bevor es endgültig zu spät für solche Schritte ist!!!

 

 

   

 

 

Foto rechts unten: der Landwirt in seinem Traktor beschimpfte uns auf übelste Art und Weise, warum, das wird er wohl selber gar nicht wissen!

 

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