Alarmstufe Rot im Katzenasyl! Protest gegen die Fiaker in Wien!

Am 18.08.2018 um 19:40 schrieb Verein RespekTiere:

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Alarmstufe Rot im Katzenasyl in Bratislava! RespekTiere beim Protest gegen die Fiaker in Wien!

 

Dieser Tage waren wir dann auch schon wieder im respekTIERE IN NOT-Einsatz; der Weg führte uns dabei einmal mehr nach Bratislava, wo wir seit vielen Jahren das 1. Tierheim der Slowakei, die Katzenherberge der Frau Havranovra, unterstützen.
Dort haben sich die Ereignisse in den letzten Monaten dramatisch zugespitzt; eifrige Newsletter-LeserInnen wissen ja, die Stadt versucht seit mehreren Jahren Frau Havranovra warum auch immer aus der Herberge zu vertreiben. Mittel dazu gibt es genug; die Lebensbedingungen im Asyl sind im Prinzip unerträglich geworden, Geld wird seit langem keines zur Verfügung gestellt, der Strom ist gekappt, weder Tierarzt noch Futtermittel sind verfügbar – all das, obwohl die Stadt natürlich einem Tierschutzauftrag verpflichtet ist. Warum ein solches Verhalten an den Tag gelegt wird, darüber kann man nur spekulieren; ein Grund wäre, dass das Tierheim auf einem nach der Stadtausdehnung wohl sehr interessanten Grundstück gebaut ist, dessen Wert inzwischen über die Millionengrenze hinausgehen sollte.
Derartige Summe verraten aber nur die stark gestiegenen Grundstückspreise in der fünfreichsten Region der EU. Was sich hinter dem verfallenen Zaun abspielt, spottet sich stetig steigernd jeder Beschreibung. Das kleine Häuschen ist von den Elementen zernagt, durch die desaströsen Leitungen fließt kein Strom mehr, der Ofen ist kaputt, der Garten verwachsen. Selbst die Mauern bersten, das Dach zeigt sich in einem beängstigenden Zustand. Mittendrinnen lebt Frau Havranovra, mittlerweile schwer gezeichnet vom jahrelangen psychischen wie physischen Stress. Ihr Budget liegt bei Null, und ohne unsere Hilfe wäre der endgültige Abschied einer einstigen Institution längst beschlossene Sache.
Wie wir aber unter den jetzigen Bedingungen den unweigerlich kommenden Winter schaffen, wir wissen es noch nicht. Katzenfutter können wir besorgen, die Frage wird vielmehr sein, ob hinter den zerschlissenen Mauern überhaupt noch ein halbwegs erträgliches Dasein für Tierschützerin und Katzen möglich sein wird, wenn Wind und Kälte wieder zuschlagen?

 

 

 

 

Fotos: Frau Havranovra kämpft – wie lange schafft sie den Spagat in der täglichen Realität noch? rechts unten: die völlig veraltetete elektrische Ausstattung ist nun ganz abgeschaltet – ‚Licht aus‘ im wahrsten Sinne des Wortes? So einfach machen wir es den Behören nicht! 

 

 

Rund 10 Katzen leben im Inneren des Häuschens, mit Zugang in ein kleineres Gehege in den hinteren Bereich des Gartens. Auch dieses stemmt sich tapfer gegen den Zerfall, aber aufzuhalten ist der längst nicht mehr. Bis vor kurzem haben wir noch investiert, nun aber können nur mehr Notlösungen vollbracht werden – jede Investition läuft in große Gefahr, schon sehr bald einer unnötigen Geldausgabe gleichzukommen; von Heute auf Morgen könnte nämlich ein Abrissbescheid erfolgen. Was die Stadt im Moment noch an einer solch aggressiven Vorgehensweise hindert, ist der mögliche öffentliche Aufschrei, wenn zuvor Frau Havranovra, dann unter Medienrummel, von Sicherheitskräften aus dem Haus getragen werden müsste; denn freiwillig verlässt sie ihr Lebenswerk niemals…
Das große Freigehege an der Vorderseite ist inzwischen offen, nachdem die Löcher immer mehr und immer größer wurden. Dort tummeln sich nun die freilebenden Schützlinge der Frau Havranovra, denn um die 20 zusätzlichen Tiere versorgt sie tagtäglich.
Was wir nun brauchen, ohne jede Frage, ist ein ‚Marshallplan‘, denn sonst ist die Katastrophe vorprogrammiert. Für den Moment haben wir zwar genug ‚Überlebensmittel‘ gebracht, eine endgültige Entscheidung zur weiteren Strategie muss dennoch schleunigst her. Dem Himmel sei Dank ist das Wetter stabil und wird es wohl auch noch einige Zeit bleiben; Anfang September gibt es eine neuerliche Verhandlung mit der Stadtzuständigkeit, danach MUSS so oder so ein Strich gezogen werden. Alles andere als eine schriftliche Verfügung wird dahinführen, dass Frau Havranovra, so drastisch muss es ausgedrückt werden, eines nicht mehr fernen Tages nur mehr tot aus dem Gebäude gebracht werden wird. Darüber sollten die PolitikerInnen schleunigst nachdenken, denn bewahrheitet sich die Prophezeiung erst, ist es zu spät Reue zu zeigen…
Jedenfalls, in Anbetracht der Dinge fahren wir schon sehr bald wieder nach Bratislava; wenn Sie Frau Havranovra direkt helfen möchten, wir würden uns sehr freuen in Ihrem Namen Unterstützung übergeben zu dürfen! Benötigt werden als Sachspenden natürlich Tiernahrung, Frau Havranovra selbst wäre mit Konserven und dergleichen wirklich geholfen, mit Hygiene- und Medizinartikel, und selbstredend mit finanziellen Mitteln, welche wir zuallererst in die neuerliche Stromversorgung sowie in Heizmaterial plus einen neuen Ofen für den Winter investieren werden!

 

 

 

 

Bild rechts unten: die Zeichen der Zeit nagen heftigst an der ersten Tierherberge der Slowakei. Es wird, so viel steht fest, ein harter Herbst, wo wir alles bewegen werden müssen, um das Asyl einmal mehr zu retten – der Ausgang solcher Bemühungen ist allerdings so ungewiss wie nie zuvor…

 

 

Wir bitten Sie einmal mehr von ganzem Herzen – bitte helfen Sie uns helfen! Wir müssen alle Kräfte aufbieten, um Frau Havranovra’s Katzenasyl doch noch vor dem Untergang zu bewahren. Sie wissen vielleicht, Bratislava ist eine unserer größten Herausforderungen, wo wir selbst schon im Parlament vorgesprochen haben; aber noch nie war die Bedrohung so groß wie nun, die Zukunft derart ungewiss. Ohne Ihre Hilfe sind uns die Hände gebunden, sind wir hilflos!!!

 

 

Die vom Verein gegen Tierfabriken ins Leben gerufen Allianz verschiedenster Tierschutzvereine, wo sich selbstredend dann auch RespekTiere eingegliedert hat, forderte diese Woche in einer spektakulären Aktion direkt in der Wiener Innenstadt – gleich gegenüber des Fiakerstandplatzes – die Stadtpolitik dazu auf, schnellstmögliche Maßnahmen zur Verbesserung des Loses der Kutschenpferde zu ergreifen. Die Anreise war eine weite, aber in diesem Falle eine besonders wichtige, denn je breiter das Bündnis aufgestellt ist, desto lauter wird der Ruf gehört!
Auch eine Petition wurde ins Leben gerufen, welche auf möglichst viele UnterstützerInnen hofft: https://www.wien.gv.at/petition/online/PetitionDetail.aspx?PetID=36f971fe909e458eb072b7814092c6d2

 

 

 

Die Zeitung ‚Österreich‘ schrieb zum Protest:
Tierschutz-Vereine, darunter der VGT fordern ein Fiakerverbot für die Wiener City – sie haben eine Petition initiiert.
Wien. Der Verband aus mehreren Tierschutzvereinen „Pro-Fiakerpferde“ hat eine Petition für ein Fiaker-Verbot in der Wiener Innenstadt gestartet. In dem Bündnis finden sich unter anderem der Verein Gegen Tierfabriken (VGT), dem Tierschutzverein Robin Hood, dem Verein RespekTiere, dem Wiener Tierschutzverein und der Österreichische Pferdeschutzverband.

Liste an Forderungen. Die Forderungen beinhalten eine Arbeitszeitverkürzung für die Tiere, Hitzefrei ab 30 Grad, verpflichtenden täglichen freien Auslauf auf eine Weide für die Pferde sowie strengere behördliche Kontrollen. Mittelfristig soll es zu einem Ende für den Fiakerbetrieb im 1. Bezirk kommen, fordert „Pro-Fiakerpferde“. Die Fiakerei könnte zu den Sehenswürdigkeiten in Wiens Grünflächen verlagert werden, wie Schlossgarten Schönbrunn, Lainzer Tiergarten und grüner Prater.

 

 

 

Fotos: www.vgt.at; www.robinhood-tierschutz.at

 

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